Vorbereitung bei der TSV Hannover-Burgdorf laufen auf Hochtouren

TSV-Trainer Christopher Nordmeyer blickt zuversichtlich auf die Rückrunde in der TOYOTA Handball-Bundesliga. (Foto: Holger Staab)

Christopher Nordmeyer ist mit bisherigem Abschneiden zufrieden

BURGDORF (hs). Die TSV Hannover-Burgdorf ist auf dem Weg in das Mittelfeld der TOYOTA Handball-Bundesliga. Nach dem überraschenden 30:26-Erfolg auswärts beim TuS Nettelstedt-Lübbecke hat die Mannschaft um ihren Trainer Christopher Nordmeyer 14:22-Punkte auf dem Konto und steht auf dem 14. Tabellenplatz. Sechs Punkte trennen die Burgdorfer bereits vom ersten Abstiegsplatz, den zur Zeit der VfL Gummersbach einnimmt. Ein gutes Polster, aber sicher noch kein Ruhekissen im Kampf um den Klassenerhalt.
Die TSV will aber mehr, Nordmeyer hat sein Team nach einer kurzen Pause über den Jahreswechsel wieder zum Training zusammengerufen. Dann beginnt die Vorbereitung auf die nach der EM-Pause am 11. Februar weiterführende Spielzeit. Die TSV startet mit einem Heimspiel gegen den Bergischen HC und hofft dort mit einem kompletten Kader auflaufen zu können und zwei weitere Pluspunkte einzuspielen. Die Leistungen zum Jahresende 2011 auch gegen Spitzenmannschaften geben Anlass zu viel Optimismus und machen Lust auf Handball in der stärksten Liga der Welt.
Der MARKTSPIEGEL sprach mit Christopher Nordmeyer über die bisherige Saison und die anstehenden Aufgaben in der Eliteliga des Handballs.
MARKTSPIEGEL: „Guten Tag, Herr Nordmeyer, ihre Mannschaft hat nach dem beeindruckenden 30:26-Sieg in beim TuS Nettelstedt-Lübbecke das Jahr 2011 abgeschlossen und 14 Pluspunkte und den 14. Platz erreicht, sind sie damit zufrieden?“
Christopher Nordmeyer: „Dieses Ergebnis ist aus verschiedenen Gründen eine tolle Sache. Wir haben bisher nie in voller Besetzung gespielt und trotzdem immer neue Lösungen gefunden, die Ausfälle zu kompensieren. Wir haben eine offensive Deckungsformation etabliert, die uns viel geholfen hat, nicht ausrechenbar zu sein. Die Mannschaft hat unseren tollen Zusammenhalt aus der letzten Saison weiterentwickelt. Das ist wichtig, wenn man größere Ziele als den Klassenerhalt erreichen will. Das Team hat zu diesem Zeitpunkt 5 Punkte mehr als jemals zuvor in der Toyota Handball-Bundesliga – es gibt keinen Grund mit dieser Zwischenbilanz unzufrieden zu sein, aber wir wollen immer nach vorne schauen und neue Ziele anstreben.“
MARKTSPIEGEL: „Ihr Team hat jetzt eine sechswöchige Pause durch die Europameisterschaft in Serbien, kommt die Ruhephase zur richtigen Zeit?“
Nordmeyer: „Diese Pause ist für uns sehr wichtig, da durch die Verletzungen einiger Akteure die Belastung für die gesunden Spieler sehr hoch war. Ich hoffe sehr, dass unsere Nationalspieler gesund von EM zurückkommen und wir endlich einmal alle gemeinsam trainieren und spielen können. Darauf freue ich mich sehr: Mit dem kompletten Kader in der Rückrunde antreten zu können.“
MARKTSPIEGEL: „Innerhalb des Teams gab es in der Hinrunde viele Verletzungen, die Mannschaft konnte kein Spiel in der Hinrunde mit komplettem Kader absolvieren, ist die Belastung in der HBL zu groß?“
Nordmeyer: „Nein, die Belastung ist nicht zu hoch, nur für die Auswahlspieler und die Teams, die international spielen, trifft das zu. Für uns besteht die Schwierigkeit, dass unser kleiner, aber hochwertiger Kader Verletzungen nicht so einfach wegstecken kann und deshalb die Leistung in der Vorrunde manchmal schwankend war.“
MARKTSPIEGEL: „Sind in der EM-Pause noch Neuzugänge im Gespräch?“ Nordmeyer: „Nein, wenn alle Spieler fit sind, bin ich mit meinem Kader sehr zufrieden.“
MARKTSPIEGEL: „Wie nutzen sie die Zeit bis zum ersten Punktspiel am 11. Februar gegen den Bergischen HC?“
Nordmeyer: „Wir haben eine Menge Dinge nachzuarbeiten und neu zu entwickeln. Die Pause gibt uns die Gelegenheit, unser gesamtes Spiel zu überarbeiten und zusätzlich neue Sachen zu entwickeln. Wenn dann die Nationalspieler wieder dabei sind, wird das mit ihren Innovationen kombiniert.“
MARKTSPIEGEL: „Wie sehen Sie die Chancen ihrer Mannschaft in der Rückrunde, was ist von der TSV noch zu erwarten?“
Nordmeyer: „Ich glaube, vieles hängt von unserer Verletzungssituation ab. Wenn wir komplett sind, werden wir noch oft überraschen können – aber egal was passiert: Wir bleiben in der ersten Liga!“
MARKTSPIEGEL: „Wie sehen die Planungen für die nächste Saison 2012/2013 aus?“
Nordmeyer: „Wir werden die Mannschaft nur mit großer Qualität verstärken, aber nicht mehr als drei neue Spieler holen. Die anderen „neuen“ Spieler kommen aus unserem Perspektivkader. Es gibt da einige viel versprechende Talente, die sich vielleicht in der Rückrunde für einen Profivertrag empfehlen werden.“
MARKTSPIEGEL: „Geben Sie bitte einen Tipp ab, welchen Tabellenplatz wird ihr Team am Saisonende belegen?“
Nordmeyer: „Wir haben einen Tabellenplatz und eine konkrete Vorstellung, wie viele Punkte wir machen wollen, das bleibt aber intern!“
MARKTSPIEGEL: „Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg in den restlichen Begegnungen der TOYOTA Handball-Bundesliga.“