Von der Neuordnung der Spielklassen kann die TSV Burgdorf profitieren

Die TSV Burgdorf hat den Aufstieg in die Oberliga noch fest im Blick. Gelingt noch der Sprung auf den 2. Platz? (Foto: Kamm)

TSV Burgdorf darf noch auf den Aufstieg durch die Hintertür in die Oberliga hoffen

BURGDORF (de). Die Einführung der neuen Regionalliga Nord im Fußball mit Beginn der Saison 2012/2013 bringt es mit sich, dass es viele Fragen gibt, welche Vereine aus der Oberliga Niedersachsen in die neue Regionalliga aufsteigen oder wer absteigen muss. Der MARKTSPIEGEL versucht, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, wobei sich der Auf- und Abstieg bis hin zur Landesliga bemerkbar machen könnte. Womöglich könnte die TSV Bugdorf Nutznießer der Neuordnung sein, sofern sie zum Saisonende noch Tabellenplatz 2 in der Landesliga erreicht und sich dann als Vizemeister in den Aufstiegsspielen durchsetzen kann. Doch der Reihe nach.
Aufstieg mit Fragezeichen
Fakt ist, dass die neue Regionalliga Nord ab der Saison 2012/2013 mit 18 Mannschaften an den Start geht. Welche vier Vereine aus der Oberliga Niedersachsen sich für die 4. Liga qualifizieren, steht erst mit Abschluss der Saison am 2. Juni 2012 fest. Nach derzeitigem Tabellenstand wären das die vier führenden Teams vom Goslarer SC, BV Cloppenburg, SC Langenhagen und der TuS Heeslingen als aktueller Tabellenfünfter. Der VfL Osnabrück II belegt als Tabellenvierter zwar einen der Aufstiegsplätze, doch schreiben die DFB-Statuten vor, dass nur Reserveteams von Bundesligisten der 1. und 2. Bundesliga auf vierthöchster Ebene spielen dürfen. Somit könnte das Reserveteam nur aufsteigen, wenn gleichzeitig der 1. Mannschaft der Aufstieg in die 2. Liga gelingt, wonach es derzeit nicht aussieht.
Der aktuelle Tabellensechste der Oberliga Niedersachsen, der BSV Rehden, darf sich nur Hoffnung auf den Aufstieg machen, wenn Werder Bremen II aus der 3. Liga absteigt und es dann noch einen freien Platz in der Oberliga gibt, der in einer 3er-Aufstiegsrunde ausgespielt wird, die sich neben dem Vertreter aus Niedersachsen (Fünftplatzierte), aus den Vizemeistern der Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein zusammensetzt. Immer vorausgesetzt, dass die Aufstiegsaspiranten die wirtschaftlichen Voraussetzungen erfüllen, um die nötige Lizenz zu erhalten, die nötig ist, um am Spielbetrieb teilnehmen zu können.
Szenario für die Oberliga
Die Oberliga Niedersachsen wird von derzeit 18 Vereinen zum Saisonende auf die Sollzahl von 16 Vereinen reduziert. Sofern der Insolvenzantrag von Kickers Emden und Eintracht Nordhorn angenommen wird und beide Vereine die Saison ohne Punktwertung zu Ende spielen, ständen zwei Absteiger fest und die Sollzahl von 16 Vereinen wäre erreicht. Hinzu kämen aber die vier Meister aus den Landesligen Weser/Ems (SSV Jeddeloh), Hannover (1. FC Egestorf/Langreder) Braunschweig (Lupo Martini Wolfsburg) und Lüneburg (SpVgg Drochtersen/Assel), die die vier freien Plätze der Vereine einnehmen würden, die sich für die neue Regionalliga Nord qualifizieren. Würde noch der Fünftplatzierte der Oberliga Niedersachsen (siehe obiger Text) den Aufstieg schaffen, wäre ein Platz in der Oberliga Niedersachsen frei, der vorbehaltlich eines Beschlusses des Verbandsspielausschusses in einer einfachen Entscheidungsrunde in drei Spielen auf neutralem Platz zwischen den beteiligten vier Vizemeistern der Landesligen fallen würde, die nach heutigen Stand der SC Melle 03 (Weser Ems), SV Bavenstedt (Hannover), FT Braunschweig (Braunschweig) und der TB Uphusen (Lüneburg) wären. Voraussetzung für alle Aufstiegsaspiranten wäre allerdings eine erfolgreiche Lizenzierung zur Spielklasse.
TSV Burgdorf besitzt reelle Chance
Von den drei Altkreisvertretern TSV Burgdorf, SV Ramlingen/Ehlershausen und dem Heesseler SV darf sich nach Abschluss der Hinrunde nur die TSV Burgdorf als aktueller Tabellendritter Chancen ausrechnen, noch den 2. Platz zu erreichen, der möglicherweise zu einer Aufstiegsrunde zur Oberliga Niedersachsen berechtigt. Die TSV Burgdorf ist aber gezwungen, einen Fünfpunkterückstand gegenüber dem aktuellen Tabellenzweiten SV Bavenstedt aufzuholen, der zudem den Vorteil aufweist, dass er gegenüber den TSVern noch mit einem Spiel im Rückstand ist. Trotzdem sollte die Mannschaft von Trainer Volker Herfort nichts unversucht lassen, in den verleibenden acht Heimspielen (SV Bavenstedt, OSV Hannover, TuSpo Schliekum, TSV Mühlenfeld, SC Uchte, 1. FC Egestorf/Langreder, TuS Wettbergen und TSV Pattensen) sowie in den sieben Auswärtspartien (SG Diepholz, 1. FC Wunstorf, HSC BW Tündern, SV Ramlingen/Ehlershausen, Fortuna/Sachsenroß Hannover, SSG Halvestorf/Langreder und dem Heesseler SV) die nötigen Punkte zu holen, um die Aufholjagd zur Vizemeisterschaft erfolgreich zu gestalten.