Überraschungssieg nach Aufholjagd

Ball und Abwehrspieler Daniel Balkenholl vom TSV Sievershausen überspringt elgegant Heeßels Angreifer. (Foto: Klaus Depenau)
 
Thorben Steguweit auf dem Weg zum 2:0 für den TSV Sievershausen. (Foto: Klaus Depenau)

Der Kreisligaaufsteiger Heeßeler SV II gewinnt den Marktspiegel-Pokal / Im Finale hat der TSV Sievershausen das Nachsehen

ALTKREIS (kd). Mit einer Überraschung endete das Endspiel um den Marktspiegel-Pokal, an dem in den vergangenen zwei Wochen insgesamt 16 Mannschaften auf Kreisebene teilgenommen haben, die in vier Gruppen über eine Viertelfinalrunde und zwei Halbfinalspiele die Teilnehmer für das Endspiel des Marktspiegel-Pokals ermittelt hatten. Überraschend setzten sich mit dem TSV Sievershausen und dem Heeßeler SV II zwei Neulinge durch, die sich durch ihre Halbfinalsiege über den 1. FC Burgdorf und den TSV Haimar/Dolgen verdientermaßen für das Endspiel des mit insgesamt 1.100 dotierten Marktspiegel-Turniers qualifizieren konnten.
Mit dem krassen Außenseiter Heeßeler SV II, der in diesem Jahr erst den Aufstieg in die Kreisliga geschafft hatte, setzte sich eine Mannschaft mit 9:8 (2:2/0:2)) nach Elfmeterschießen durch, die keiner auf der Rechnung hatte. "Elfmeterschießen ist zwar immer eine Glückssache. Doch ich glaube, dass wir uns den Turniersieg redlich verdient haben. Immerhin hatten wir es auf dem Weg ins Finale mit dem FC Burgwedel, TSG Ahlten, TuS Altwarmbüchen, TSV Engensen und dem TSV Haimar/Dolgen und jetzt mit dem Sievershausen ausschließlich mit Kreisligisten zu tun, die wir alle besiegen konnten. Da denke ich schon, dass wir verdienter Pokalsieger geworden sind", fand Heeßels Trainer, dessen Mannschaft im Endspiel des Marktspiegel-Pokal bereits mit 0:2 zurücklag, ehe die Heeßeler in der 2. Halbzeit zur Aufholjagd bliesen.
Daran hatte auch Heeßels Coach einen gehörigen Anteil. Als Heeßels Torhüter Dominik Döring bereits nach vier Minuten ein Missgeschick unterlief, in dem er einen Rückpass seines Kapitäns Mark Thorndyke über den Spann rutschen ließ, was die 1:0- Führung für den TSV Sievershausen bedeute, verlor Marcel Pawlow keineswegs die Fassung, sondern rief seiner Mannschaft zu. "Weiter so. Es ist noch nichts passiert. Spielt nur schneller nach vorne."
Der ungetrübte Optimismus des Heeßeler Trainers erhielt in der 39. Minute allerdings einen weiteren Dämpfer, als Thorben Steguweit einen Alleingang zum 2:0 abschloss. "Wir mussten bei unserer Vielzahl an Chancen weitaus höher führen", bemängelte Sievershausens Trainer Matthias Salzmann zur Üause, der spätestens in der 49. Minute bereits Unheil auf seine Mannschaft zukommen sah, als gegen den TSV Sievershausen ein Strafstoß durch den sehr guten Schiedsrichter Murat Kilinc verhängt wurde. Doch scheiterte Heeßels Demba Koma anTSV-Keeper Johannes Lembke, der den Strafstoß noch parieren konnte.
Nicht so allerdings in der in der 69. Minute, als Demba Koma nach guter Einzelleistung auf 1:2 verkürzen konnte, worauf der kleine HSV alles nach vorne warf und eine Minute vor dem Abpfiff tatsächlich noch durch Josh Schmeichel zum 2:2-Ausgleich kam und damit seinen Mannschaftskameraden ein Elfmeterschießen ermöglichte. . Dort erwiesen sich alle Spieler bis zum 8:8 als treffsicher, ehe Sivershausens Tizian Schimski mit seinem Strafsto0ß am Pfosten scheiterte, während Heeßels 36-jähriger Routinier Alexander Eysser die Nerven behielt und den Strafstoß mit großer Wucht zum entscheidenden 9:8- Sieg für den Kreisligisten vom Heeßleer SV II verwandelte.
Riesenjubel beim neuen Pokalsieger, der gleich bei seiner ersten Teilnahme den Pokal gewinnen und zugleich die Mannschaftskasse mit einer Prämie von 700 Euro aufstocken konnte. "Leider haben wir heute keine gute Leistung gezeigt. Wir konnten nicht an das Klassespiel im Halbfinale bei unserem 7:1 Sieg gegen den 1. FC Burgdorf anknüpfen. Doch können wir uns bereits am 2. Spieltag im Punktspiel revanchieren", hofftTSV-Trainer Matthias Salzmann, dessen Elf für die unglückliche Niederlage noch mit einer Prämie von 400 Euro belohnt wurde.
Der TSV Sievershausen setzte folgende Spieler ein: Johannes Lembke - Tobias Jaremko, Daniel Balkenholl, Richard-Dirk Braul, Tizian Schimski, Robert Braul, Ido Daoud, Björn Vollmer, Dabiel Löx, Nils Höpner, Thorben Steguweit, Christoph Beinsen, Johann Thorns, Pascal Hausfeld, Raphael Zimmermann.
Der Turniersieger vom Heeßeler SV II vertraute auf folgende Spieler: Dominik Döring - Mark Thorndyke, Wisam Maseka, Omar Al-Azzawi, Steven Ohle, Demba Koma, Alexander Eysser, Felix Rogge, Benjamin Harmeling, Serhat Cilbo, Julius-Hinrich Bielmann, Niklas Schöning, Daniel Mollenhauer, Marc Rohde, Josh Schmeichel, Kevin Becker.