TuS Altwarmbüchen rutscht schon wieder unten rein

Helge Michaelis auf dem Weg zum Tor – der TuS Altwarmbüchen braucht im neuen Jahr viel Durchsetzungskraft in der Verbandsliga. (Foto: Holger Staab)

Verbandsligist spielte keine befriedigende Hinrunde

ALTKREIS (hs). Der TuS Altwarmbüchen wird sich in der Saison 2010/2011 in der Handball-Verbandsliga wohl nur mit dem Mittelmaß abfinden müssen oder sogar um den Klassenerhalt kämpfen. Nach dem Abstieg aus der Oberliga im Mai dieses Jahres hat sich die Mannschaft auch in der tieferen Liga noch nicht so richtig gefunden und wird sogar aufpassen müssen, um nicht noch tiefer in den Abstiegsstrudel zu geraten. Trainer Jens Zupke hofft, dass die Formkurve ab Januar stetig nach oben zeigt und sein Team schnell ins sichere Mittelfeld kommt. Dann ist auch ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften noch möglich.
Nach vier Jahren Oberliga war TuS Altwarmbüchen im Sommer in der Verbandsliga zu einem Neustart verdammt. Trainer Matthias Kistner war bereits im Laufe der Abstiegssaison zurückgetreten und auch Interimscoach Ralf Graafmann konnte den TuS nicht vor dem Abstieg retten. In der Verbandsliga setzte sich Jens Zupke auf den Trainerstuhl, übernahm aber eine schwere Aufgabe, denn mit Christoph Mund, Hannes und Jan Mazur, Sebastian Wilms und Benjamin Klemz verließen fünf Akteure den Verein. Echte Verstärkungen im Kader gab es nicht, aber die erfahrenen Altwarmbüchener Spieler blieben ihrem Club treu.
Nach fünf Spieltagen und nur einem Erfolg im Heimspiel gegen TSV Wietzendorf (35:28) rutschten die Zupke-Schützlinge in die unteren Tabellenregionen und erst ein 22:21-Erfolg beim MTV Eyendorf ließ die Mannschaft um Helga Michaelis aufatmen. Aber eine Konstanz ist bis jetzt nicht erkennbar. Die TuS-Spieler machen zu viele individuelle Fehler oder können eine gute Spielphase nicht durchhalten, um so doppelte Punktgewinne zu erzielen. Dabei haben die Spieler für die Verbandsliga eine gute Qualität, sind zweikampfstark und haben einen guten Teamgeist.
Letztlich zählen aber nur die Punktgewinne und da ist die Ausbeute bisher nicht befriedigend. Dazu kommt noch das fehlende Glück, denn im Spiel gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter VfL Wittingen verloren die Altwarmbüchener unglücklich mit 27:28-Toren. Das Spiel zeigte aber, dass die Mannschaft in der Verbandsliga durchaus mit den Spitzenteams mithalten kann.
Bis zum neunten Spieltag holten Torwart Jan Goitke und seine Mitspieler auf und erspielten sich 8:10-Punkte im Zwischenklassement
Dann allerdings wurden wieder Punkte abgegeben, wie bei der 24:26-Niederlage im Heimspiel gegen HF Helmstedt oder beim 26:26-Unentschieden bei der HSG Plesse-Hardenberg. Auch das letzte Spiel des Jahres brachte gegen HSG Schaumburg-Nord keine Wende. Die Heimbegegnung ging wieder unglücklich mit 26:27-Toren verloren und die Abstiegsplätze 13 und 14 kommen mittlerweile beträchtlich nah.
Mit nunmehr 9:15-Punkten steht die Mannschaft auf einem enttäuschenden 10. Tabellenplatz. Eine Platzierung, die nicht so ganz in das Konzept passt, denn ein Rang im oberen Tabellendrittel sollte es schon sein. Der TuS muss sich nun neu orientieren und am 15. Januar mit Volldampf beim MTV Warberg ins neue Jahr starten. Eine Woche später beginnt dann die Rückrunde mit dem Auswärtsspiel bei TuS GW Himmelsthür. Gelegenheit genug, um dem Mitfavoriten auf die Meisterschaft zu zeigen, das Altwarmbüchen in der laufenden Saison sich verbessert präsentieren wird.
Das ist sicher nötig, denn eine schwache Phase könnte die Mannschaft noch in Nöte bringen. Die Abstiegszone ist eng zusammengerückt und schon vom 5. Platz an beginnt die gefährdete Zone. Eine Niederlagenserie würde Gefahr bedeuten. Eine kleine Siegsserie könnte das Team aber auch in höhere Regionen spülen. Ein Platz unter den ersten fünf Mannschaften ist noch möglich. Die beiden Topfavoriten Wittingen und Himmelsthür sind aber wohl nicht mehr zu packen und werden die Meisterschaft unter sich ausmachen.