TuS Altwarmbüchen konnte sich nicht retten

Auch Spielmacher Helge Michaelis konnte in der abgelaufenen Saison den Abstieg seines Teams nicht verhindern. (Foto: Holger Staab)

Oberligateam des TuS Altwarmbüchen muss zurück in die Verbandsliga

ALTKREIS (hs). Nach vierjähriger Zugehörigkeit zur Handballoberliga Niedersachsen hat es der TuS Altwarmbüchen nicht mehr geschafft. Der Abstieg in die Verbandsliga konnte trotz Kampf und Einsatz nicht mehr vermieden werden. Die Mannschaft versuchte alles, um den Klassenerhalt noch zu schaffen, es fehlten aber die Alternativen und letztlich die Qualität, um noch für eine Wende zu sorgen. Nun ist ein Neuaufbau geplant und der Altwarmbüchener Handball soll keineswegs in der Versenkung verschwinden.
Nach dem Aufstieg in die Oberliga 2006 waren die nächsten Spielzeiten immer von Abstiegsängsten begleitet. Bereits im ersten Jahr konnten sich Helge Michaelis und seine Mitspieler gerade noch retten und erreichten den 13. Tabellenplatz. Unter Trainer Mathias Kistner war der Verbleib in der Oberliga ein Erfolg und auch in den nächsten zwei Serien wurde der Klassenerhalt erst zum Ende der Saison sichergestellt und fiel knapp aus. 2007/2008 und 2008/2009 wurden die Plätze 12 und 14 geschafft.
Das klappte in dieser Saison nicht mehr. Bereits nach sechs Spieltagen und mit 3:9-Punkten stand die TuS-Mannschaft wieder in der Gefahrenzone. Der 28:26-Erfolg bei Meisterschaftsfavorit VfL Hameln war zum Auftakt nur ein Strohfeuer und das Team, das schon einige Jahre durch „Dick und Dünn“ gegangenen war, fand nicht richtig zu seiner Form. Der 29:25-Sieg gegen die SG Zweidorf/Bortfeld brachte Hoffnung und den Mittelfeldanschluss. Dann aber folgten vier Niederlagen in Folge und die Abstiegszone kam immer näher. Christopher Mund, Torwart Jan Goitke und ihre Mitspieler versuchten sich durchzukämpfen, machten zum Teil gute und aggressive Spiele, schafften es aber nicht, die Abstiegsplätze bis zur Saisonhalbzeit zu verlassen. Nach dem Trainerwechsel, der langjährige Coach Matthias Kistner räumte seinen Platz und Ralf Graafmann übernahm die verantwortliche Position, wurde es nicht besser. Erst am vierten Spieltag der Rückrunde konnte beim 23:23-Unentschieden gegen MTV Vorsfelde wieder ein Punktgewinn gelingen. Das gesicherte Mittelfeld war nun schon drei Punkte entfernt. Hoffnung keimte auf, als am 22. Spieltag ein hart erkämpfter 37:36-Heimsieg gegen HSG Northeim erreicht wurde. Aber auch das brachte dem TuS-Team keine Sicherheit. Da die vor Altwarmbüchen liegenden Teams fleißig Punkte gegen den Abstieg sammelten, war bereits nach dem 26. Spieltag der Klassenerhalt besiegelt. Anerkennung brachten dann noch zwei Erfolge gegen TV Stadtoldendorf (32:26) und bei HG Rosdorf-Grone (32:30), aber leider nicht mehr den Klassenverbleib. So sehr sich die Grafmann-Schützlinge auch bemühten, die Oberligagegner hatten immer eine Antwort und so war letztlich der Abstieg nicht zu vermeiden.
Mit 17:43-Punkten und 808:902-Toren wurde der 15. Tabellenplatz und damit ein Abstiegsplatz erreicht. Im Durchschnitt konnten nur knapp 27 Treffer pro Spiel erzielt werden, die geringste Quote aller Oberligisten. Die schwache Offensive und damit die Chancenverwertung waren somit die Hauptgründe für den schweren Gang in die Verbandsliga.
Aber wer Altwarmbüchen kennt, der wird wissen, dass sich die Mannschaft mit dem Abstieg nicht einfach abfindet, sondern in der nächsten Saison eine Klasse tiefer wieder angreifen wird. Mit Jens Zupke kommt ein neuer Trainer nach Altwarmbüchen, der viel Schwung bringen soll. Zupke ist in Altwarmbüchen beheimatet und bringt von seinem ehemaligen Verein MTV Großenheidorn gleich zwei Akteure mit. Torwart Philipp Hartmann, der zuletzt noch in der A-Jugend spielte und Torben Müller für die Außenposition ergänzen den Kader von Altwarmbüchen.
Verlassen werden den neuen Verbandsligisten die Brüder Jan und Hannes Mazur. Christopher Mund schließt sich der TS Großburgwedel an. Zupkes Ziel dürfte es sein, die Mannschaft wieder in Form zu bringen, in der neuen Spielklasse eine gute Rolle zu spielen und zunächst wieder Motivation und Spielfreude ins Team zu bringen. Trainer und Verantwortliche sind aber zuversichtlich, in den kommenden Jahren wieder eine tragende Rolle in der niedersächsischen Handballszene spielen zu können.