TSV testet gegen Wisla Plock in Burgdorf

Wo passt der Ball bei einem so großen Keeper noch ins Tor? Morten Olsen von der TSV Hannover-Burgdorf findet allerdings ein Schlupfloch und erzielt einen Treffer. (Foto: Holger Staab)

Hannover-Burgdorf spielt in der Gudrun-Pausewang-Schule

BURGDORF (hs). Die norwegische Mannschaft von Fyllingen-Bergen und der polnische Champions-League-Teilnehmer Wisla Plock sind die ersten Testspielgegner der TSV Hannover-Burgdorf auf dem Weg zum ersten Spiel der TOYOTA Handball-Bundesliga am 11. Februar in der AWD-Hall in Hannover gegen den Bergischen HC. Bis dahin wird Trainer Christopher Nordmeyer seine Mannschaft intensiv vorbereiten.
„Ich freue mich, dass die Saisonvorbereitung Nr. 2 startet. Wir haben in der Rückrunde noch einiges vor, das muss natürlich seriös vorbereitet werden“, meint Nordmeyer, „Einerseits müssen wir nach den vielen englischen Wochen und der Pause wieder eine Kraft- und
Ausdauergrundlage schaffen, um die Saison gut durchzustehen, andererseits gibt es viele technische und taktische Dinge der Hinrunde, die wir aufarbeiten wollen. Außerdem werden wir einige Neuheiten einspielen, um in den nächsten Wochen nicht ausrechenbar zu sein.
Ich wünsche mir, dass wir verletzungsfrei durch die Vorbereitung kommen und dass unsere Nationalspieler erfolgreich und fit von der EM zurückkehren." Vignir Svavarsson und Asgeir Hallgrimsson sind aus Serbien noch nicht wieder zurück und werden wohl erst in einer Woche wieder zur Mannschaft stoßen.
Bis dahin wird die TSV einige Neuheiten bereits getestet haben. Am heutigen Sonnabend wird um 17.30 Uhr das erste Spiel in Neustadt angepfiffen. Gegner ist das norwegische Team von Fyllingen-Bergen, eine junge und ehrgeizige Mannschaft, die der TSV einiges abverlangen wird. Allerdings ist für Nordmeyer das Ergebnis unwichtig, denn es gilt, die Fitness und das Zusammenspiel zu überprüfen und zu fördern.
Bereits am Dienstag, 24. Januar, ab 20.30 Uhr steht dann in der Burgdorfer Halle an der Grünewaldstraße das Spiel gegen Wisla Plock auf dem strammen Vorbereitungsprogramm des TSV-Coaches. Das wird ein ganz anderes Kaliber und die Burgdorfer Handballfans können sich auf ein Leckerbissen freuen und sollten aufgrund der geringen Zuschauerkapazität rechtzeitig in die Burgdorfer Halle kommen.
Der amtierende polnische Meister ORLEN Wisla Plock, wird von dem dänischen Trainer Lars Walther trainiert. Lars Walther war in Deutschland als Spieler bei der HSG Nordhorn aktiv. In der letzten Saison schaffte die Mannschaft das Kunststück, den Topfavoriten auf die Meisterschaft, VIVE Kielce, zu bezwingen und sich für die Champions-League zu qualifizieren. Hier hat Plock noch alle Chancen, in das Achtelfinale vorzurücken und damit den größten Erfolg der letzten 10 Jahre zu feiern.
Zu Saisonbeginn wechselten mit Nikola Eklemovic von MKB Vezprem, Michael Kubiztal von Füchse Berlin und Toromanovic Muhamed von KIF Kolding gleich drei Topspieler zu den TSV-Gästen.
In der polnischen Liga liegt Wisla zwar hinter Vive Kielce, die Meisterschaft in Polen wird aber in einem Play-Off Verfahren ausgespielt, so dass am Ende noch alle Möglichkeiten zur Titelverteidigung vorhanden sind. Aus dem aktuellen Kader vertreten vier Spieler die polnischen Farben bei der Europameisterschaft in Serbien: Marcin Wichary, Kamil Syprzak, Zbiginiew Kwiatkowski und Adam Wisniewski.
Für die TSV also ein harter Brocken und Hannes Jon Jonsson und seine Mitspieler werden es schwer haben, einen Sieg herauszuspielen. Allerdings will Trainer Nordmeyer auch in dieser Partie viel ausprobieren und sich auf den Testspielcharakter festlegen. Dennoch eine echter Leistungstest für die TSV, im Hinblick auf die wichtigen Punktspiele im Februar.