TSV könnte dritten Sieg in Folge schaffen

So wie hier gegen Bertrand Gille und Igor Vori im Spiel gegen den HSV Hamburg will Piotr Przybecki auch beim SC Magdeburg zu gefährlichen Rückraumwürfen ansetzen. (Foto: Holger Staab)

Christopher Nordmeyer will in Magdeburg die Chance suchen

BURGDORF (hs). Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber die TSV Hannover-Burgdorf will auch beim SC Magdeburg am kommenden Wochenende ihr neu gewonnenes Selbstvertrauen in die eigene Leistung auswärts, wie beim 36:31-Sieg bei MT Melsungen, zeigen und die Chance auf einen Erfolg nutzen. Ginge es nach Trainer Christopher Nordmeyer, soll eine ähnlich starke Leistung wie in Kassel oder gegen die HSG Wetzlar mit wenigen Fehlern und engagiertem Spiel auch in Magdeburg geboten werden.
Die TSV Hannover-Burgdorf kämpft am Sonnabend, 19. November, bereits ab 15 Uhr in der GETEC-Arena beim SC Magdeburg um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Das Ziel Klassenerhalt bleibt auch nach dem 30:24-Erfolg gegen die HSG Wetzlar das vorrangige Ziel für die Mannschaft um ihren Coach Nordmeyer. Auch wenn die Mannschaft in den bisherigen Saisonspielen gegen die Spitzenmannschaften der Liga gezeigt hat, dass sie viel dazugelernt hat und an guten Tagen auch dem HSV Hamburg oder den Rhein-Neckar Löwen gefährlich werden kann.
Auswärts war die Mannschaft, bis auf die Partie in Melsungen, nicht immer sattelfest, ist aber in guter Form. Asgeir Örn Hallgrimsson und seine Mitspieler wollen in Magdeburg gleich nachlegen und zwei weitere Punkte erobern. Zwar musste die TSV bei Mitkonkurrenten im Klassenkampf, wie beim Bergischen HC oder bei HBW Balingen-Weilstetten, Federn lassen. Aber jetzt ist das Team gefestigt, könnte sogar eine kleine Erfolgsserie hinlegen und sich in Richtung eines ausgeglichenen Punktekontos vorarbeiten.
Der 11. Spieltag ist schon ein echter Gradmesser für die TSV und könnte für einen weiteren Aufschwung vor den wichtigen Begegnungen gegen Mitkonkurrenten im Abstiegskampf sorgen. Gegen die stark in die Serie gestarteten Magdeburger wird der TSV das Siegen allerdings nicht leicht gemacht. Besonders SC-Trainer Frank Carstens wird etwas gegen eine Heimniederlage seiner Mannschaft einzuwenden haben und seine Akteure besonders gegen Hannover-Burgdorf motivieren. Die Magdeburger stehen noch in Reichweite der Europapokalplätze und das ist das erklärte Ziel für diese Spielzeit.
Die Gastgeber haben sich vor der Saison punktuell verstärkt, im Stamm sind die wichtigen Spieler allerdings zusammen geblieben, sodass Carstens auf eine eingespielte Mannschaft setzt, die in der vergangenen Spielzeit den ausgezeichneten 7. Platz erreichen konnte. Mit Torwart Gerrit Eijlers, den Rückraumspielern Fabian van Olphen, Jure Natak und Ales Pajovic, Rechtsaußen Robert Weber, Linksaußen Yves Grafenhorst und Kreisläufer Bartosz Jurecki stehen Carstens ausgezeichnete Spieler zur Verfügung. Aber auch der Ergänzungskader sucht immer wieder die Chance auf einen Torerfolg.
Für die TSV wird entscheidend sein, im Angriff möglichst wenig Fehler zu machen und nach einem Wurfversuch schnell auf Defensive umzuschalten. Das könnte die gefährlichen schnellen Gegenstöße des SCM verhindern. Somit käme der Gastgeber nicht zu leichten Toren, sondern müsste im gebundenen Spielaufbau gegen die starke TSV-Abwehr zum Erfolg kommen. Das wird schwer, denn immerhin stehen mit Nenad Puljezevic und Adam Weiner auch bei der TSV Klassekeeper im Gehäuse.
Wichtig wird auch die Offensive der TSV sein, die zuletzt gegen Wetzlar in der AWD-Hall, ihren Tordrang zeigen konnte. Auswärts soll Gefahr von allen Spielpositionen ausgehen. Sowohl von den Rückraumpositionen mit dem zuletzt sehr torgefährlichen Morten Olsen, wie auch von der Kreisposition von Mario Clößner und Vignir Svavarsson, könnten wichtige Impulse gesetzt werden, um den heimstarken SC Magdeburg in Verlegenheit zu bringen.