TSV III zurück in der Erfolgsspur

Petar Juric will mit der TSV Burgdorf III zum Start ins Jahr 2020 möglichst schnell den Klassenerhalt sichern. (Foto: Holger Staab)
 
Trainer Sven Gennburg will den positiven Trend mit seiner Mannschaft auch 2020 fortsetzen. (Foto: Holger Staab)

Nach 30:28-Erfolg gegen den VfL Hameln ist der neue Trainer Sven Gennburg mit seiner Mannschaft auf dem Weg ins Mittelfeld

ALTKREIS (st). In der Oberliga ist die TSV Burgdorf III mittlerweile ein fester Bestandteil und das Altkreisteam hat auch in der Saison 2019/2020 nach Anfangsschwierigkeiten bisher gezeigt, dass es weiter in der höchsten Spielklasse in Niedersachsen vertreten bleiben möchte. Die dritte Vertretung der Burgdorfer marschierte lange Zeit in Richtung Abstieg, aber in den letzten Wochen des Jahres hat sich das für die TSV etwas geändert und mittlerweile ist der 9. Platz erreicht.
Der Jahresabschluss mit dem wichtigen 30:28-Erfolg gegen den VfL Hameln war ganz nach dem Geschmack vom engagierten Trainer Sven Gennburg. Der Coach, der bei der Bundesliga-A-Jugend zudem als Co-Trainer neben Iker Romero aktiv ist, übernahm nach der Ära Andrius Stelmokas den Oberligisten und wieder stand in der dritten Vertretung der TSV Burgdorf ein Umbruch bevor: Junge Spieler aus der A-Jugend mussten integriert werden und die Zusammensetzung des Teams veränderte sich von Spiel zu Spiel.
Das war natürlich nicht förderlich und in den ersten sieben Begegnungen mussten die Punkte alle dem Gegner überlassen werden. Nur auswärts beim HV Barsinghausen hatten die Gennburg-Schützlinge beim knappen 27:28 eine Chance auf einen Punktgewinn. Allerdings spielten die Burgdorfer auch fast ausnahmslos gegen die Spitzenmannschaften der Liga. Nach sieben Spieltagen standen die TSVer mit 0:14-Punkten folgerichtig zusammen mit HSG Plesse-Hardenberg auf einem Abstiegsplatz.
Der Umschwung wurde am achten Spieltag eingeläutet. Mit 33:29-Toren bezwangen Kjell Maelecke und seine Mitspieler HF Helmstedt-Büddenstedt und sicherten sich die ersten Pluspunkte. Es folgte ein starker Heimauftritt gegen TV Stadtoldendorf (30:27) und der 30:27-Auswärtssieg bei der hoch eingeschätzten HSG Schaumburg-Nord. Beim 32:32-Remis bei HSG Plesse und dem 30:28-Erfolg gegen Hameln holten sich die Burgdorfer weitere Punktgewinne. Die Erfolgsserie sorgte für den Sprung auf Platz 9 und damit für eine zunächst sichere Platzierung mit Blick auf die Abstiegszone.
Darauf dürfen sich die Spieler um Henrik Kollmeier aber nicht ausruhen, denn die nächsten Partien stehen ab dem 11. Januar 2020 auf dem Programm und beim MTV Großenheidorn und beim MTV Braunschweig wird es eine große Herausforderung sein, auch nur einen Zähler zu gewinnen. Das Spiel gegen Großenheidorn ist das letzte Spiel der Hinrunde. Gegen Braunschweig startet die TSV III dann am 18. Januar in die Rückrunde.
Für Trainer Gennburg wird es wichtig sein, dass seine Mannschaft in den kommenden Aufgaben weniger technische Fehler macht, als zuletzt. Wenn das TSV-Team sicherer wird und auch die sich bietenden Chancen kompromissloser nutzt, dann wird Gennburg schnell weitere Erfolge seiner Mannschaft sehen und der Klassenerhalt früh gesichert sein.
Der 9. Platz und die 9:15 Punkte werden nicht das Ende der Burgdorfer Entwicklung sein. Kann die Mannschaft sich gleich zum Start der Rückrunde gut positionieren und ihre Schnelligkeit und Torgefährlichkeit ins Spiel bringen, dann wird das Ziel mit dem Erreichen der oberen Tabellenhälfte zum Saisonende realistisch bleiben. Zur Zwischenbilanz äußerte sich der Coach in einem Kurzinterview mit dem Marktspiegel.

Kasten: Das sagt der Trainer

Wie ist ihre Einschätzung zum bisherigen Verlauf der Saison?

Sven Gennburg: Der Start in die Saison für uns war schwierig, geprägt von starken Gegnern, wie Braunschweig, Lehrte und Vorsfelde und vor allem einer knappen Personalsituation, die zwar zu erwarten war, durch die langfristigen Ausfälle der Stammspieler Tobias Ratsch und Marc Ahrens, jedoch nochmal verschärft wurde. Sieben Niederlagen zum Auftakt in die Saison haben uns zunächst tief in den Tabellenkeller gespült. Seitdem haben wir uns allerdings gut gefangen, neun Punkte aus den vergangenen fünf Spielen sprechen für sich. 

Was erwarten Sie von ihrer Mannschaft zum Start 2020 am 11. Januar im Hinblick auf die restliche Spielzeit?

Gennburg: Ich hoffe, dass wir den positiven Trend 2020 fortsetzen können, auch wenn unser Auftakt mit den Begegnungen in Großenheidorn und Braunschweig sehr schwer ist. Überschneidungen mit Spielen der A-Jugend werden uns zudem personell weiter belasten. Die Serie von fünf ungeschlagenen Spielen in Folge gibt uns allerdings Selbstvertrauen und auch die nötige Ruhe für den Start ins neue Jahr.