TSV Hannover empfängt SG Flensburg-Handewitt

Einer der erfahrenen Spieler der TSV ist Jacek Bedzikowski, der in dieser Saison neben Coach Kristjansson auch Co-Trainer ist. (Foto: Holger Staab)

Nach 2:2-Punkten zum Saisonstart kommen jetzt die Spitzenteams nach Hannover

BURGDORF (hs). Die Saison der TOYOTA Handball-Bundesliga ist erst zwei Spieltage alt. Die TSV Hannover-Burgdorf hat in Melsungen beim 27:24-Sieg aber durchaus gezeigt, dass sie auch in der zweiten Spielzeit in der stärksten Liga der Welt mithalten kann. Am Sonnabend, 11. September, und gleich drei Tage später am Dienstag, 14. September, kommen jetzt allerdings Weltklasseteams in die AWD-Hall. Der erste Gegner ist die SG Flensburg-Handewitt und dann kommt der amtierende Super-Cup-Gewinner HSV Hamburg nach Hannover.
Die Anfangsphase der Saison wird hart. Das haben alle TSVer bereits vor der Spielzeit prognostiziert, in den nächsten Spieltagen kommt es für Hannover-Burgdorf allerdings knüppeldick. Nach den zwei Heimspielen gegen Flensburg und Hamburg reist die Mannschaft um Coach Aron Kristjánsson zu den Rhein-Neckar-Löwen und zum TV Großwallstadt. Dann kommt der VfL Gummersbach nach Hannover, ehe die nächste vermeintlich leichte Aufgabe bei der TSG Friesenheim bevorsteht.
Nach den ersten beiden Begegnungen hat die TSV 2:2-Punkte auf ihrem Konto. Schnell könnten daraus aber 2:12-Punkte werden. Morten Olsen und Co sind in den kommenden Partien krasse Außenseiter und nur eine überragende Leistung könnte zu einer Überraschung führen. Dazu müsste gegen die starken Teams aber alles gelingen und auf der Gegenseite wenig zusammenpassen.
„Wir treten an, um gute Vorstellungen abzuliefern und jederzeit unsere Chance zu suchen“, sagt Trainer Kristjánsson, der seine Mannschaft mit akribischer Arbeit auf die Spiele und die Gegner vorbereitet. Er kennt jeden Spieler der Bundesliga und ist immer wieder beim Videostudium dabei, Schwachstellen des nächsten Gegners herauszuarbeiten und sie dann seinem Team zu vermitteln. Ob das auch gegen die SG Flensburg-Handewitt gelingen wird, bleibt abzuwarten.
Die Gäste werden am Sonnabend ab 19 Uhr mit Erfolgsdruck in der AWD-Hall antreten. Mit Tomás Mocsai vom TBV Lemgo, Torwart Sören Rasmussen von Aab Handbold (Dänemark) und Viktor Szilágyi vom VfL Gummersbach verstärkten sie sich gezielt. Allerdings müssen sie ihren Star Lars Christiansen auf der Linksaußenposition ersetzen. Dennoch ist der Tabellendritte der letztjährigen Saison auch für die Serie perfekt aufgestellt und wird im Kampf um die Champions-League-Plätze wieder ein Wort mitsprechen. Besonders Oscar Carlén, der Sohn des Trainers Per Carlén, wird der TSV-Abwehr viel Arbeit bereiten. Er erzielte in der vergangenen Saison 180 Treffer und war damit einer der besten Torschützen der Liga. Mit Michael Knudsen am Kreis, Torwart Dan Beutler und Spielmacher Thomas Mogensen sind weitere Klassespieler im Kader der SG. Nicht zu vergessen die Neuzugänge Mocsai und Szilágyi, die aus dem Rückraum für Tore sorgen.
Es wartet viel Arbeit auf Gustav Rydergard und seine Mitspieler. Besonders die Defensive wird sich von ihrer kompaktesten Seite zeigen müssen, um die Angriffswucht der Flensburger zu unterbinden. Zudem müssen die Keeper Jendrik Meyer und Nenad Puljezevic einen guten Tag erwischen, um die TSV im Spiel zu halten. Torge Johannsen wird versuchen, gegen seine alten Kameraden zu guter Form aufzulaufen und die Tore von der Rechtsaußenposition zu erzielen. Und auch die anderen Akteure der TSV, wie Aivis Jurdzs aus dem Rückraum, hoffen auf einen guten Tag und nur wenig Fehlwürfe. Dann könnten die Kristjánsson-Schützlinge vielleicht ein besseres Ergebnis erzielen, als bei den 24:31- und 29:34-Niederlagen in der vergangenen Serie.
Die Zuschauer in Hannover freuen sich zumindest schon jetzt, Weltklassespieler in Hannover sehen zu können und die Belletage des Handballsports erleben zu dürfen.