TSV Hannover-Burgdorf will zweiten Heimsieg verbuchen

Asgeir Örn Hallgrimsson konnte im ersten Heimspiel gegen die Füchse Berlin Mitspieler Piotr Przybecki und den verblüfften Alexander Petersson hinter sich lassen. (Foto: Holger Staab)

Traditionsverein TV Großwallstadt konnte noch nicht bezwungen werden

BURGDORF (hs). Nach drei Pflichtspielen auswärts steht am kommenden Wochenende für die TSV Hannover-Burgdorf wieder ein Heimspiel auf dem Spielplan. Bereits am Freitag, 7. Oktober, ab 19.45 Uhr gastiert der TV Großwallstadt in der AWD-Hall und soll die Heimstärke der Spieler um Trainer Christopher Nordmeyer zu spüren bekommen. Nach dem sensationellen 33:32-Erfolg im letzten Spiel in eigener Halle gegen die Rhein-Neckar Löwen und den schwankenden Leistungen der letzten Partien hoffen die TSV-Verantwortlichen zudem auf besseren Zuschauerzuspruch, als zuletzt die 1706 Besucher gegen die Löwen.
Die Mannschaft der TSV Hannover-Burgdorf hat alles getan, um die Zuschauer in die Halle nach Hannover zu locken. Zwar steht zuletzt die 19:34-Niederlage beim Serienmeister THW Kiel zu Buche, aber in der Sparkassenarena in Kiel wäre ein Erfolg mehr als sensationell gewesen. Doch auch zuvor konnten die Nordmeyer-Schützlinge nicht ganz überzeugen. Nach der tollen Vorstellung gegen das Weltklasseteam der Löwen wurde im Pokal zwar der SC Empor Rostock (36:29) auswärts bezwungen, aber in der Punktrunde bei HBW Balingen-Weilstetten kassierte die TSV eine 29:32-Niederlage und schaffte so noch nicht den Anschluss an das gesicherte Mittelfeld.
Die Mannschaft hat Potenzial und das kann am Freitag abgerufen werden. Neben Csaba Szücs wird gegen den TVG auch der zweite Neuzugang Mario Clößner, nach überstandener Verletzung, wieder voll belastbar sein. Damit entstehen für den TSV-Coach Nordmeyer mehr Alternativen in Defensive und Offensive. Das soll Großwallstadt zu spüren bekommen und es schwer haben, in der AWD-Hall einen Punkt entführen zu können.
Der Gast hat keinen guten Start in die Saison geschafft. Erst im dritten Spiel konnten sich die Spieler um Trainer Peter David gegen HBW Balingen-Weilstetten mit 26:24-Toren den ersten Sieg sichern. Mittlerweile stehen der TVG mit 4:6-Punkten auf dem 10. Tabellenplatz. Die Mannschaft wurde vor der Saison allerdings umgekrempelt und verlor ihren wohl wichtigsten Stützpfeiler. Torwart Mattias Andersson rettete in den vergangenen Jahren so manchen Punkt, wechselte jetzt aber zur SG Flensburg-Handewitt. Mit ihm gingen Philipp Reuter (Pfadi Winterthur, Schweiz), Andreas Kunz (TV Kirchzell), Felix Kossler (TSG Freisenheim) und Gregor Schmeißer (Karriereende). Nicht zuletzt Csaba Szücs, der mittlerweile die Farben der TSV Hannover-Burgdorf trägt und sich am Freitag besonders freut, gegen sein altes Team antreten und seine Stärken zeigen zu können.
Bekannte Neuzugänge oder Stars wechselten nicht zur TVG. Aufgrund finanzieller Zwänge verpflichtete Uli Wolf, Manager in Großwallstadt, junge Spieler wie Cornelius Maas oder Patrick Schmidt. Für Andersson wurde Martin Galia ins Team geholt und soll der ruhende Rückhalt im Tor sein. Mit dem Rückraumspieler Moritz Schäpsmeier, Rechtsaußen Michael Spatz, den Kreisläufern Jens Tiedtke und Joakim Larsson stehen Trainer David aber noch einige torgefährliche Akteure zur Verfügung und deshalb ist er zuversichtlich, dass der Klassenerhalt trotz Konsolidierungskurs geschafft wird. „Wir haben es geschafft, eine vernünftige Mannschaft zusammenzubringen, die das Ziel, mit dem Abstiegskampf nichts zu tun zu haben, erreichen kann“, meinte David vor dem Saisonstart.
Das wollen auch die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf schaffen und zwar möglichst schnell. Den Grundstein dazu haben sie trotz eines hammerharten Programms zu Beginn der Serie gelegt, jetzt soll weiter intensiv gearbeitet werden. Christopher Nordmeyer hofft gerade in eigener Halle auf ein intensiv geführtes Spiel seines Teams. In der vergangenen Serie gab es beim 28:31 in Aschaffenburg und dem 25:27 in Hannover zwei Niederlagen gegen den TVG. Das soll in dieser Spielzeit nicht wieder passieren und am besten am Freitag schon ein weiterer Sieg eingespielt werden.
Durch die Rückkehr von Mario Clößner in die Abwehr, trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Gustav Rydergard, ist bei der TSV mehr Stabilität zu erwarten und auch der Angriff hat sich hoffentlich eingeworfen. Wenn jetzt die Chancen im Angriff ohne Schnörkel und Spielereien zu Torerfolgen führen können und Nenad Puljezevic wieder einen tollen Tag erwischt, dann könnten zwei Pluspunkte für einen Schritt in Richtung Mittelplatz sorgen.
Die TSV hofft auf große Unterstützung von ihren Fans, die dafür sorgen könnten, dass die Mannschaft mehr Sicherheit bekommt. Nach der gezeigten Leistung gegen die Löwen hätte die TSV eine gut besetzte AWD-Hall durchaus verdient.