TSV Hannover-Burgdorf will tolle Heimbilanz verbessern

Im Hinspiel in Lübbecke konnte die TSV mit einem gut aufgelegten Frank Habbe den ersten Auswärtspunkt der Saison erobern. (Foto: Holger Staab)

Am Sonntag kommt TuS-N-Lübbecke in die AWD-Hall

BURGDORF (hs). Die TSV Hannover-Burgdorf hat sich zum jetzigen Zeitpunkt eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen, um auch in der nächsten Spielzeit in der TOYOTA-Handballbundesliga am Ball zu bleiben. Der Aufsteiger hat sich sechs Spieltage vor Saisonschluss bereits ein gutes Polster zum Relegationsplatz erarbeitet und will am kommenden Wochenende noch eins drauflegen. Gegner in der AWD-Hall in Hannover wird TuS Nettelstedt-Lübbecke sein.
An Lübbecke haben Frank Habbe und seine Mitspieler noch gute Erinnerungen. Im Hinspiel konnte die TSV den einzigen Auswärtspunkt der Hinrunde erobern und hätte sogar gewinnen können. Zudem hat der TuS die schwächste Auswärtsmannschaft und bisher erst zwei Punkte in fremden Hallen erreicht. Diese Bilanz will die Mannschaft um die beiden ehemaligen Burgdorfer Heidmar Felixson und Tomasz Tluczynski aber verbessern und wird in Hannover mit viel Motivation antreten
Dementsprechend ist einige Brisanz im Spiel, das am Sonntag, 9. Mai, um 17 Uhr angepfiffen wird. Für Burgdorfer und Hannoveraner Zuschauer also wieder ein Schmankerl in der so erfolgreichen Handballsaison. Auch am Sonntag werden wieder über 3000 Besucher in der AWD-Hall erwartet, die ein weiteres Fest in der stärksten Handballliga der Welt feiern wollen. Die Unterstützung der Zuschauer ist der TSV also gewiss und die beiden ehemaligen TSVer in den Reihen des Auswärtsteams werden es nicht einfach haben, sich in dieser Partie zu entfalten.
Für eine tolle Atmosphäre dürfte auf den Rängen gesorgt sein, aber die Spieler um Trainer Frank Carstens müssen auch eine ansprechende Leistung bieten. Die Gäste haben mit Arne Niemeyer und Michal Jurecki einen überdurchschnittlich starken linken Rückraum, der auch immer wieder für Linksaußen Tluczynski Räume schafft. Im Hinspiel sorgte Niemeyer zusammen mit Rechtsaußen Thorir Olafsson mit jeweils sechs Treffern für Gefahr.
Die TSV lag in Lübbecke bereits mit 24:20 in der 55. Spielminute in Führung, musste dann aber der hohen Intensität im Spielaufbau Tribut zollen und in fünf schwachen Schussminuten kassierten sie vier Treffer, ohne ein eigenes Tor zu erzielen. Das 24:24-Unentschieden war für Lübbecke schmeichelhaft und für die TSV unglücklich, denn Jacek Bedzikowski und Co. hatten bis in die Schlussphase sehr diszipliniert und effektiv gespielt und den doppelten Punktgewinn verdient.
Beim Gast machten zuletzt auch Neuverpflichtung Roman Pungartnik, der kurzfristig aufgrund von Verletzungen von Alexandros Alvanos und Felixsson eingekauft wurde, und Frank Loke auf sich aufmerksam. Beide Akteure sollte die TSV-Defensive auf der Rechnung haben.
Lübbeckes Trainer Patrick Liljestrand hat mit seinem Team im Final-Four-Turnier um den DHB-Pokal in Hamburg tolle Leistungen abgerufen und im Platzierungsspiel den VfL Gummersbach bezwungen. In der Mannschaft steckt viel Potenzial und in den nächsten Jahren wollen sie sich, genau wie die TSV Hannover-Burgdorf, in der Bundesliga etablieren. Das kann nur gelingen, wenn auch auswärts entsprechende Vorstellungen geboten werden. Bisher war das nicht so und darauf hoffen die Carstens-Schützlinge auch am Sonntag. Die TSV will einen weiteren Heimsieg feiern und könnte dann die nächsten fünf Spiele als Zugabe und Schautour aus dem ersten Bundesligajahr angehen. Mit den Partien bei GWD Minden, gegen THW Kiel, bei TBV Lemgo und HSV Hamburg und gegen SG Flensburg-Handewitt am letzten Spieltag stände dann nach der Pflicht, die Kür für die TSV auf dem Spielplan.