TSV Hannover-Burgdorf will ersten Sieg sicherstellen

Kommt nach seiner Knieverletzung immer besser in Schwung – Hannes Jon Jonsson. (Foto: Holger Staab)

Auswärtsspiel beim Bergischen HC soll doppelten Punktgewinn bescheren

BURGDORF (hs). Im ersten Spiel der TOYOTA Handball-Bundesliga gegen die Füchse Berlin hat die TSV Hannover-Burgdorf ein gutes Spiel gezeigt und angedeutet, das das Saisonziel, früh den Klassenerhalt sicherzustellen, durchaus realisierbar ist. Letztlich musste die Mannschaft gegen den Champions-League-Teilnehmer aber eine knappe 28:31-Niederlage akzeptieren. Das soll sich am Sonntag, 11. September, ab 17.30 Uhr ändern. Beim Bergischen HC wollen Christopher Nordmeyer und seine Spieler den ersten doppelten Punktgewinn schaffen.
Die Punkte gegen den Abstieg können am besten bei direkten Konkurrenten eingespielt werden. Die könnten damit auf Abstand gehalten werden. So ist die nächste Partie für die TSV bereits ein Vierpunktespiel und wer die kommenden Begegnungen im Spielplan betrachtet, schon ein Wichtiges zugleich. Einfach werden die nächsten Spiele nicht, denn mit dem Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen (17. September) und den Auswärtsspielen bei HBW Balingen-Weilstetten (24. September) und beim THW Kiel (28. September) wird die Saison fortgesetzt.
Um dieses Programm nicht zu einem Albtraum werden zu lassen, ist ein doppelter Punktgewinn am Sonntag bereits ein wichtiger Schritt. Das die Mannschaft von Nordmeyer in der Vorbereitungsphase an sich gearbeitet hat, das ist gegen Berlin in einem begeisternden Spiel gut zu erkennen gewesen. Besonders im schnellen Gegenstoß und in der Abwehr sind Fortschritte und Neuerungen zu erkennen. Auch personell haben die Burgdorfer mehr Alternativen und können mit Csaba Szücs und Torwart Adam Weiner zwei Spieler bringen, die kein Leistungsgefälle schaffen. Aber auch Spieler, wie Lars Lehnhoff, Aivis Jurdsz und Asgeir Örn Hallgrimsson sind gut drauf und zeigen ihre Stärken.
Die müssen jetzt im Spiel beim Bergischen HC aber auch abgerufen werden. Der Aufsteiger wird es nach Expertenmeinung schwer haben, die Klasse zu halten. Trainer Hans-Dieter Schmitz hat einen ausgeglichenen Kader und die Euphorie nach dem Aufstieg ist groß. Im ersten Jahr ist aber jeder Aufsteiger ein potenzieller Abstiegskandidat. Dennoch hat der BHC, der sich aus den Vereinen HC Wuppertal und SG Solingen bildete, den Heimvorteil. Der Gastgeber hat sich mit Fabian Böhm von den Füchsen Berlin, Henrik Knudsen von KS Vive Kielce und Reinhard Wöss von TuSEM Essen gezielt verstärkt, hat mit Jan Stochl einen erfahrenen Keeper zwischen den Pfosten und auch der Norweger Kenneth Klev, Kristian Nippes und Runar Karason im Rückraum haben bereits Bundesligaerfahrung.
Handballexperte Stefan Kretzschmar beurteilt den Bergischen HC in der Sonderausgabe der SportBild nicht als Absteiger: „Das Spielermaterial ist anders als bei den Mitaufsteigern, die Infrastruktur stimmt. Die werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben.“ Eine Warnung an die TSV, die den Gegner in keinem Fall unterschätzen sollte. Aber gerade das wird Trainer Christopher Nordmeyer den Spielern um Kapitän Hannes Jon Jonsson auch mit ins Spiel geben. In ihrem ersten Heimspiel in der Uni Halle in Wuppertal, die 3200 Zuschauer fasst, wird die Halle wohl ausverkauft sein.