TSV Hannover-Burgdorf tritt gleich zweimal bei TBV Lemgo an

Tamas Mocsai, Neuzugang der TSV Hannover-Burgdorf, will mit leichten Treffern aus dem Rückraum dafür sorgen, dass beide Partien in Lemgo zugunsten der RECKEN ausfallen. (Foto: Holger Staab)

Pokalspiel und Punktspiel innerhalb von fünf Tagen in der Lipperlandhalle

BURGDORF (hs). Das hat sich die TSV Hannover-Burgdorf wahrlich nicht so ausgesucht. Innerhalb von nur fünf Tagen müssen die Spieler um Trainer Christopher Nordmeyer zweimal nach Westfalen zum TBV Lemgo reisen und sowohl im DHB-Pokal wie auch im Punktspiel bestehen. Eine unglückliche Auslosung für die 3.Runde im Pokal des deutschen Handballbundes brachte diese bescheidene Terminplanung mit sich
Bereits gegen die Rhein-Neckar Löwen, gegen den THW Kiel und auch schon gegen TBV Lemgo hatte die TSV Hannover-Burgdorf in den letzten Jahren das Pech, innerhalb weniger Tage auf den gleichen Gegner zu treffen. Das bedeutet weniger Zuschauereinnahmen, da das Interesse zweimal die gleiche Mannschaft zu sehen, doch eingeschränkter ist. Bisher traf es die TSV allerdings in Heimspielen, jetzt müssen Jan-Fiete Buschmann und Co zweimal auswärts in der Lipperlandhalle antreten. Die Spiele finden am heutigen Mittwoch ab 19 Uhr und am Sonntag, 28.Oktober, ab 17.30 Uhr statt.
Die Bedeutung beider Partien ist hoch, denn Hannover-Burgdorf hatte zuletzt auswärts bei der HSG Wetzlar (31:27) einen starken Auftritt und steht weiter im Mittelfeld der Tabelle. Nicht nur das soll so bleiben, sondern sie wollen auch im Pokalwettbewerb angreifen. Dabei treffen sie in beiden Spielen auf einen angeschlagenen Gegner. Der TBV hat nach neun Begegnungen in der DKB Handball-Bundesliga erst 4:14-Punkte gesammelt und sorgte aus dem Umfeld immer wieder mit Meldungen über Volker Zerbe und Co für schlechte Schlagzeilen. Das dürfte nicht ganz am Team vorbeigegangenen sein, obwohl Trainer Dirk Beuchler versuchte, seine Spieler aus den Aktivitäten hinter den Kulissen herauszuhalten.
Vom Kader her besitzt der Traditionsclub eine gute Mischung aus jungen und ehrgeizigen Talenten und erfahrenen Akteuren. Nachdem mit Avishay Smoler (zum israelischen Team Hapoel Rishon Le Zion), Christoph Theuerkauf (HBW Balingen-Weilstetten), Manuel Liniger und Sebastian Schneider (ASV Hamm-Westfalen) vier Spieler den Verein verließen, wurden mit Kreisläufer Hendrik Pekeler, Spielmacher Timm Schneider, Torwart Dennis Doden und Linksaußen Patrick Zieker auch vier Spieler verpflichtet. Allerdings handelt es sich hier um junge und frische Kräfte, die sich der Konkurrenz des TBV stellen sollen. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel verlangten von den Lipperländern einige Einschränkungen.
Wer aber glaubt, der TBV könnte im Vorbeigehen bezwungen werden, der wird enttäuscht sein, denn die Lemgoer haben immer noch einen guten Kader.
Im Tor Carsten Lichtlein, die Außenspieler Jens Bechtloff und Florian Kehrmann, Spielmacher Martin Strobel und die Rückraumspieler Gunnar Dietrich und Rolf Hermann sowie Kreisläufer Sebastian Preiß stehen immer noch für eine exzellente erste Angriffsreihe. Die TSV wird also in beiden Partien Volldampf gehen müssen, um Erfolge erzielen zu können.
Zudem ist in der Lipperlandhalle immer eine gute Stimmung und so wird den Schützlingen um Christopher Nordmeyer alles abverlangt. Viel wird von der Form beider Teams abhängen, denn wenn die TSV in den Begegnungen jeweils über 60 Minuten eine gute Leistung zeigen kann, dann wird der Gastgeber es schwer haben. In Angriff und Abwehr haben die RECKEN ihre Qualitäten bereits eindeutig gezeigt, aber die Konstanz fehlt noch. Auf der anderen Seite trifft die Mannschaft immerhin auf den Tabellensiebten der vergangenen Spielzeit und ist nicht in der Favoritenstellung. Aufgrund der zuletzt gezeigten Vorstellungen könnten sich zwei erstklassige und spannende Partien ergeben, in denen die Mannschaften auf Augenhöhe stehen und die Tagesform entscheiden könnte. Zwei Pluspunkte im Punktspiel und der Einzug in das Achtelfinale des DHB-Pokals könnte Hannover-Burgdorf vor einer 14-tägigen Bundesligapause wegen Nationalmannschaftsaktivitäten eine erholsame Ruhephase bescheren.
Am 10. November gegen die SG Flensburg/Handewitt und am 18. November gegen den VfL Gummersbach stehen dann zwei schwere Heimspiele auf dem Programm der Liga. Zu beiden Spielen gibt es bereits jetzt Karten im Vorverkauf beim MARKTSPIEGEL und in allen bekannten Vorverkaufsstellen.