TSV Hannover-Burgdorf testet beim Turnier in Kleinostheim

Vignir Svarvarsson, hier noch Gegenspieler von Jan-Fiete Buschmann, ist jetzt bei der TSV Hannover-Burgdorf und will sich am Turnierwochenende ins Team integrieren. (Foto: Holger Staab)

Drei Tage wollen sich Spieler und Trainer näher kennenlernen

BURGDORF (hs). Es wird nicht nur ein Turnier und ein Testspiel, die Spieler der TSV Hannover-Burgdorf wollen sich am kommenden Wochenende auch kennenlernen. Damit die Neuzugänge sich so richtig ins Team integrieren können, wird die Bundesligamannschaft am 30. Juli ab 18.30 Uhr zunächst ein Testspiel beim MTV Großenheidorn absolvieren und dann am 31. Juli und 1. August am internationalen Frankenstolz-Cup in der Maingauhalle in Kleinostheim teilnehmen. Dabei treffen die TSVer möglicherweise auf den Klassengefährten TV Grosswallstadt oder den Schweizer Erstligisten GC Amicitia Zürich.
Für Trainer Aron Kristjánsson ist die augenblickliche Zeit in der Vorbereitungsphase eine wichtige Station bis zum ersten Pflichtspiel. Dabei wird nicht nur Kondition gebolzt, Krafttraining durchgeführt und Kraftschnelligkeit erworben. Seine Spieler, und das gilt besonders für die „Neuen“, wie Asgeir Örn Hallgrimsson, Morten Olsen und Vignir Svarvarsson, müssen sich mit der Stammformation über Abläufe, Ballwege und Laufwege verständigen und schnell zu einer Einheit finden. Dabei gilt es, seine Positionsnachbarn bis in die Feinabstimmung kennen zu lernen, damit in den Pflichtspielen die Aktionen aufeinander abgestimmt sind.
Das ist in den Trainingseinheiten nur bedingt möglich. In Testspielen und in Kleingruppen sollen die Spieler sich aufeinander einstellen. Aber auch der persönliche Faktor gehört im Handball dazu. Eine Mannschaft, die nur auf dem Feld zusammenlebt, ist kein Team. Erst wenn sie sich auch beim täglichen Training versteht, einen respektablen Umgang miteinander hat und ein gemeinsames Ziel erreichen will, kann sie zu einer durchschlagkräftigen Truppe werden. Im Handball zählt weniger der Individualist, mehr das Mannschaftsgefüge mit guten Individualisten.
Das will Kristjánsson seinen Akteuren vermitteln und so kommt auf das Wochenende in Großenheidorn und Kleinostheim, in der Nähe von Aschaffenburg, eine hohe Bedeutung zu. Spielerisch wird die TSV, wie auch beim 36:25-Sieg beim Zweitligisten Eintracht Hildesheim zu erkennen war, noch nicht alles zeigen können, aber erste Ansätze und die Linie des neuen Trainers dürften erkennbar sein.
Der F.a.n.-Cup bei der HSG 94 Kahl-Kleinostheim wird bereits zum 7. Mal ausgerichtet, ist eine renommierte Veranstaltung in der Region Aschaffenburg und wird in der Maingauhalle in Kleinostheim ausgetragen. Neben den Bundesligisten und dem Gastgeber sind noch HSG Frankfurt/Main, TuSpo Obernburg, TV Groß-Umstadt und TV Kirchzell mit von der Partie. Am Freitag, 30. Juli, und Sonnabendmorgen, 31. Juli, werden zunächst in zwei Gruppen die Sieger unter den tieferklassigen Mannschaften und GC Amicitia Zürich ermittelt. Am Nachmittag kommen dann die deutschen Bundesligisten dazu und spielen gegen die Gruppengewinner. Am Sonntag, 1. August, stehen dann die Endspiele auf dem Programm.
Um das Wochenende abzurunden, konnte die TSV für Freitag noch ein Spiel beim ambitionierten Oberligisten MTV Großenheidorn abschließen. Ein Aufgalopp für das Turnier, denn beim MTV dürfte der Bundesligist nicht wirklich gefordert sein. Aber es ist ein guter Test, um Spielkonzeptionen und Laufwege einzustudieren. Am Sonnabendmorgen um 9.30 Uhr geht die Fahrt dann in Richtung Süddeutschland zur HSG Kahl/Kleinostheim, wo ein durchaus interessantes Turnier wartet. Für die TSV, nach dem Testspiel am vergangenen Wochenende bei Eintracht Hildesheim, eine gute Möglichkeit, sich weiter auf die 2. Saison in der TOYOTA-Handball-Bundesliga einzuspielen.