TSV Hannover-Burgdorf legte Grundstein für Klassenerhalt

Lars Friedrich im Mittelpunkt des Geschehens. Er konnte mit seinem Team bisher dafür sorgen, dass die TSV den Klassenerhalt schaffen kann. (Foto: Holger Staab)

Vor schwerem Saisonende soll Abstieg kein Thema mehr sein

BURGDORF (hs). Dass die TSV Hannover-Burgdorf in der TOYOTA-Handball-Bundesliga mittlerweile eine gute Rolle spielt und sich keineswegs als Punktelieferant abspeisen lässt, das haben die Spiele in diesem Jahr eindrucksvoll bewiesen. Dennoch ist die Mannschaft um Trainer Frank Carstens noch nicht gerettet und muss nach dem 32:28-Sieg bei TSV Dormagen vermutlich noch einen Erfolg ansteuern, um den Klassenerhalt zu sichern. Noch acht Partien müssen in dieser Saison gespielt werden - dabei haben die TSVer aber noch vier echte Spitzenteams als Gegner. Bisher läuft alles nach Plan, aber nach der Punktspielpause am 25. April wartet die nächste brisante Aufgabe auf den Aufsteiger.
Erfolge gegen Frisch-Auf Göppingen, SC Magdeburg, HSG Düsseldorf und beim TSV Dormagen, Handballherz was willst du mehr. Die Anhänger der TSV Hannover-Burgdorf können mit Recht auf ein weiteres tolles Handballjahr in Hannover hoffen. Eine der Stärken der TSV-Handballer sind die hannoverschen Zuschauer, die die AWD-Hall in den letzten Heimspielen zu einem Hexenkessel gemacht haben. Klar, dass die Gästeteams da ins Schwanken geraten und die TSV-Stars mit aller Macht ihrem Publikum einen Sieg bieten möchte.
Die Heimbilanz für das Team um Aufstiegsheld Jacek Bedzikowski sieht deshalb sehr gut aus. Vor der Handballpause, die bis zum 25. April, dem Heimspiel gegen die HSG Wetzlar, anhält, konnte die TSV sieben Erfolge in eigener Halle feiern. Und das nicht nur gegen direkte Konkurrenten, wie die oben genannten Siege und der Erfolg gegen TBV Lemgo kurz vor Weihnachten letzten Jahres gezeigt haben. Jetzt blicken die Hannoverschen Handballer zum nächsten Spiel, in dem bereits eine Vorentscheidung fallen könnte, denn ein doppelter Punktgewinn gegen Wetzlar, würde den vorzeitigen Klassenerhalt sichern. Bisher sind für dieses wichtige Spiel mehr als 2500 Karten abgesetzt.
Insgesamt können sich die Besucherzahlen sehen lassen. Hatten die TSV-Verantwortlichen vor der Saison mit 1500 bis 2000 Zuschauern gerechnet, pilgerten bisher durchschnittlich 3400 Zuschauer in die AWD-Hall. Eine tolle Bilanz, die für ein weiteres Jahr in der stärksten Handballliga der Welt spricht und alle Handballfans hoffen lässt. Denn die Stimmung in der Halle ist immer wieder beeindruckend und lockt auch vorher nicht Handballinteressierte mittlerweile an.
Die Pause seit vergangenem Donnerstag, als die TSV in Dormagen mit einer disziplinierten Leistung den ersten Auswärtssieg schaffte, hat sich die Mannschaft redlich verdient. Nach den Osterfeiertagen und ein paar Tagen Urlaub beginnt das Training aber am 12. April wieder. Die Chance, die gute Platzierung zu verteidigen, ist groß: Dafür will die Mannschaft arbeiten und sich intensiv auf das Spiel gegen Wetzlar vorbereiten.
Nach dem nächsten Heimspiel stehen gleich weitere interessante Duelle auf dem Spielplan. Zunächst reisen die TSVer am 5. Mai zum VfL Gummersbach. Dann steht am 9. Mai das Heimspiel gegen TuS-N-Lübbecke auf dem Programm. Am 12. Mai könnte bei GWD Minden der Klassenerhalt bereits perfekt gemacht werden. Das wäre auch sehr wichtig, denn danach müssen die Carstens-Schützlinge bei den Begegnungen gegen THW Kiel (14. Mai), bei TBV Lemgo (19. Mai), beim HSV Hamburg (2. Juni) und gegen die SG Flensburg-Handewitt (5. Juni) durchweg gegen Spitzenteams antreten.
„Man muss kein Prophet sein, dass wir nach dem Minden-Spiel die notwendigen Punkte gegen den Abstieg gesammelt haben müssen. In den letzten vier Spielen können wir von 0:8-Punkten ausgehen“, prophezeite Trainer Carstens bereits mehrfach in diesem Jahr.
So sind die nächsten Partien ganz wichtig für die Mannschaft und die engagierten Verantwortlichen im Hintergrund.
Das Grundgerüst der Mannschaft für die nächste Spielzeit in der Bundesliga steht bereits. Mit Aron Kristjannsson wurde, für den nach Magdeburg abwandernden Trainer Frank Carstens, bereits ein neuer Coach verpflichtet. Lars Lehnhoff, Piotr Przybecki, Aivis Jurdsz, Jendrik Meyer, Daniel Brack, Jan Fiete Buschmann und Gustav Rydergaard haben noch Verträge bis 2011 und mit weiteren Spielern wird verhandelt.
Es bewegt sich was bei der TSV Hannover-Burgdorf. Der tolle Zuschauerschnitt wird, so hoffen die Verantwortlichen, auch einige neue Sponsoren auf die hannoverschen Handballer aufmerksam machen, denn der Hannoversche Handball ist publikumswirksam und hat für die Stadt Hannover mittlerweile einen echten Stellenwert.