TSV Hannover-Burgdorf in Berlin und in der TUI-Arena

Mario Clößner ist seinen Bewachern entwischt und wirft ein Tor zum Erfolg gegen HSG Wetzlar. (Foto: Holger Staab)

Zwei Spiele bei den Füchsen Berlin und im Derby gegen Eintracht Hildesheim innerhalb von drei Tagen

BURGDORF (hs). Zum zweiten Mal in dieser Saison bestreitet die TSV Hannover-Burgdorf innerhalb von drei Tagen zwei Punktspiele in der TOYOTA Handball-Bundesliga. Mitte Oktober standen an einem Sonntag das Auswärtsspiel beim TBV Lemgo (34:37) und am darauf folgenden Dienstag die Partie gegen HSV Hamburg (34:37) auf dem Spielplan. Heute und am Freitag, 9. Dezember, stehen nicht minder schwere Aufgaben auf dem Programm. Bei den Füchsen Berlin und im Heimspiel und Derby in der TUI-Arena gegen Eintracht Hildesheim werden die Spieler um Trainer Christopher Nordmeyer so richtig gefordert.
Für den TSV-Coach keine Ausnahmesituation, denn die Profis freuen sich auf die beiden Partien. „Es ist besser ein Spiel zu bestreiten, als Training zu machen“, meint Nordmeyer, der dabei an seine aktive Zeit im TSV-Trikot denkt. Es wird dennoch eine Belastung sein und die Frage wird sein, ob Asgeir Örn Hallgrimsson und seine Mitspieler beide Partien mit Volldampf angehen können. Im Spiel in Berlin werden sie als krasser Außenseiter gehandelt, in der Begegnung gegen Hildesheim ist ein Sieg eine Art Pflichtaufgabe und extrem wichtig für das Ziel Klassenerhalt. Zwei ganz unterschiedliche Partien, die von Trainer und Spielern viel Engagement und Fingerspitzengefühl abverlangen werden.
Am heutigen Tag geht die Reise für die TSV aber zunächst in die Bundeshauptstadt Berlin und gegen den Champions-League-Teilnehmer Füchse Berlin. Die Partie ist bereits das erste Rückrundenspiel in der TOYOTA Handball-Bundesliga. Um zwischen Weihnachten und Neujahr den Spielplan etwas zu entzerren und den Nationalmannschaften mehr Zeit für die Vorbereitung auf die Europameisterschaften zu lassen, wurde der 18. Spieltag vorgezogen und findet jetzt am heutigen Tag statt.
Im ersten Saisonspiel in der AWD-Hall in Hannover präsentierte sich die TSV gegen die Füchse Berlin von einer guten Seite. Zur Pause führten die Spieler um TSV-Trainer Christopher Nordmeyer mit 15:14-Toren und spielten gut mit. Bis zum 19:19-Zwischenstand hielten der mit fünf Treffern an diesem Tag beste Torschütze Aivis Jurdsz und seine Mitspieler noch mit. Dann folgte ein kleiner Einbruch und der Spitzenclub aus Berlin nutzte diese Phase, um den entscheidenden Vorsprung zum 25:20 herauszuwerfen. Die TSV konnte bis zum Ende zwar noch etwas verkürzen, aber letztlich stand eine 28:31-Niederlage fest.
Heute ab 20:15 Uhr wollen die TSVer es besser machen, auch wenn in der Max-Schmeling-Halle in Berlin eine ganz schwere Aufgabe auf die Mannschaft wartet.
Die herausragenden Spieler Sven-Sören Christophersen, Ivan Nincevic, Torsten Laen, Johannes Sellin und Bartlomiej Jaszka sowie Alexander Petersson müssen früh in ihrem Wirkungskreis eingeengt werden und damit die Defensive gut eingestellt sein. Aber auch im Angriff wird es nicht leicht sein, die Berliner Deckung zu durchbrechen. Gelingt das, dann steht da immer noch der deutsche Nationaltorwart Silvio Heinevetter mit seinen wenig handballtypischen Bewegungen im Tor und kann die Angreifer zur Verzweifelung bringen.
Ganz anders ist die Situation am Freitag, 9. Dezember, ab 19.45 Uhr in der TUI-Arena in Hannover. Im Niedersachsenderby gegen Eintracht Hildesheim ist die TSV Hannover-Burgdorf klarer Favorit. Der Aufsteiger aus Hildesheim hat zu Saisonbeginn ansprechende Leistungen abgeliefert und einige Spiele gegen etablierte Bundesligateams nur knapp verloren. Bisher stehen aber nur wenige Punkte auf dem Konto. Ein Erfolg beim 30:26-Sieg gegen Frisch Auf Göppingen sicherte zwei Punkte auf dem Konto.
Für die TSV kann die Eintracht zur Gefahr werden, denn der Gegner darf nicht unterschätzt werden. Spieler wie Rechtsaußen Dimitrios Tzimourtos, Linksaußen Michael Hoffmann, Spielmacher Vladica Stofanovic oder Kreisläufer Nicolas Ivakno dürfen von der TSV-Abwehr nicht aus den Augen gelassen werden, damit ein doppelter Punktgewinn erzielt werden kann. Mit Michael Jahns haben die Hildesheimer weiterhin einen sicheren Siebenmetervollstrecker im Team und Torwart Dennis Klockmann hat schon starke Spiele und tolle Paraden gezeigt. Eintracht-Trainer Volker Mudrow kennt die TSV gut und hat viele Begegnungen live in Hannover miterlebt. Er wird versuchen, die TSV-Angriffswelle in eigener Halle zu stoppen und seiner Mannschaft die richtigen taktischen Mittel an die Hand zu geben, um der TSV gefährlich zu werden.
Für TSV-Coach Christopher Nordmeyer sollte aber auch das kein Grund sein, um nicht optimistisch in das Spiel zu gehen. Sein Team hat mehrfach in dieser Serie bewiesen, zu welchen Leistungen es fähig ist. Und auch wenn die heimische Atmosphäre in der AWD-Hall gegen die große TUI-Arena getauscht wurde, sollte doch die Heimkulisse einen weiteren Vorteil bieten. Wenn die Nordmeyer-Schützlinge ihre Stärken in der Defensive und der Offensive erreichen können, dann sollte ein Sieg gegen Hildesheim gelingen.
Der Umzug in die TUI-Arena scheint sich für die TSV zu lohnen, denn der Vorverkauf lief bisher sehr gut. Für die Begegnung sind bereits 7500 Karten abgesetzt worden. Für alle handballinteressierten Besucher stehen in der 10500 Zuschauer fassenden Arena aber noch genug freie Plätze zur Verfügung. Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter kartenservice@tsv-hannover-burgdorf.de. Das Derby verspricht Spannung pur und die TSV hofft deshalb auf viele Zuschauer, die sich kurzfristig noch Karten sichern möchten, zumal es vor dem Spiel, in der Halbzeit und auch nach der Partie ein buntes Rahmenprogramm rund um den Handball zu sehen und zu erleben gibt.