TSV Hannover-Burgdorf Bundesliga-Handballer beim Champions-League-Kandidaten

Im Hinspiel konnte sich Mait Patrail gegen den HSV Hamburg kaum durchsetzen. Hier blocken Matthias Flohr und Davor Dominikovic seinen Wurfansatz ab. (Foto: st)

Ein Beitrag von Holger Staab - HSV Hamburg will sich von den "Recken" nicht überraschen lassen

BURGDORF (st). Für die TSV Hannover-Burgdorf geht es drei Spieltage vor dem Ende der Saison 2013/2014 zu einem renommierten Club der DKB Handball-Bundesliga. Der HSV Hamburg erwartet die Schützlinge von Trainer Christopher Nordmeyer am Sonnabend, 10. Mai, ab 19.00 Uhr in der O2-World. Für alle Burgdorfer ein echtes Abenteuer, denn die Arena fasst bis zu 13.000 Zuschauer und dort aufzulaufen ist schon ein Erlebnis, auch wenn die TSV klar in der Außenseiterrolle ist.
Der HSV Hamburg um Trainer Martin Schwalb konnte in dieser Saison nicht immer überzeugen und hat den Kampf um die Meisterschaft drei Spieltage vor dem Saisonende schon zu den Akten gelegt. Aber die Qualifikation zum Champions-League-Wettbewerb ist noch möglich.
Als Tabellenvierter wollen sie die SG Flensburg/Handewitt auf dem 3. Platz noch abfangen und sich damit qualifizieren. Dazu ist aber unbedingt ein Sieg gegen die Recken notwendig.
Der HSV hat eine Mannschaft mit Weltklasseformat. Angefangen mit den beiden Keepern Johannes Bitter und Marcus Cleverly, über die beiden besten Torschützen beim 34:26-Sieg des HSV im Hinspiel, Hans Lindberg auf der Linksaußenposition mit acht Treffern und Rückraumspieler Domagoj Duvnjak (7), bis hin zu Pascal Hens, Petar Djordjic, Andreas Nilsson oder Joan Canellas.
Auch Kreisläufer Henrik Toft Hansen, Shooter Blazenko Lackovis und die deutschen Nationalspieler Matthias Flohr und Stefan Schröder werden der TSV-Defensive viel Arbeit bereiten.
Insgesamt ein Klasseteam des Gastgebers, das auf allen Positionen doppelt gut besetzt ist und so Trainer Schwalb immer Alternativen zur Verfügung hat. Das ist bei der TSV nicht so, denn durch die Verletztenliste, in jedem Fall werden Runar Karason, Gustav Rydergard und Frederic Repke ausfallen, stellt sich der Kader von Nordmeyer selbst auf.
Den Druck eines unbedingten Erfolges verspüren die Nordmeyer-Schützlinge somit aber nicht. Nach dem 25:24-Heimsieg am vergangenen Sonnabend gegen die HSG Wetzlar ist die Mannschaft um Kapitän Lars Lehnhoff auf einem guten Weg, den angestrebten einstelligen Tabellenplatz erreichen zu können.
In Hamburg muss dazu kein doppelter Punktgewinn erobert werden, es wäre allerdings hilfreich. So können die TSVer in der O2-World entspannt auflaufen und die Atmosphäre genießen.