TSV Hannover-Burgdorf braucht gegen TBV Lemgo einen Heimsieg

Die Lücke zwischen zwei Abwehrspielern könnte sich für Jan-Fiete Buschmann schnell schließen. (Foto: Holger Staab)

Mit einem Sieg in der AWD-Hall will die TSV wichtige Punkte sammeln

BURGDORF (hs). Ein doppelter Punktgewinn am heutigen Sonnabend ab 19 Uhr in der AWD-Hall in Hannover gegen den Traditionsclub TBV Lemgo und die Handballwelt in der TOYOTA Handball-Bundesliga sähe für die TSV Hannover-Burgdorf wieder freundlich aus. Eine Niederlage würde aber bedeuten, dass die Mannschaft um Trainer Christopher Nordmeyer weiterhin in Abstiegsgefahr schwebt - und die nächsten Aufgaben werden nicht einfacher. Deshalb hat das Spiel gegen Lemgo schon einen richtungsweisenden Charakter.
Die Mannschaft der TSV hat sich in den vergangenen Wochen wieder einmal sehr schwankend in ihren Leistungen gezeigt. Schwache Partien, wie gegen den Bergischen HC (31:35), wurden von besseren Begegnungen, wie gegen HBW Balingen-Weilstetten (30:24), abgelöst. Und auch gegen Spitzenmannschaften, wie gegen die Rhein-Neckar Löwen (27:35) oder die beiden Pflichtspiele im Pokal (29:34) und in der Punktrunde (24:43) gegen den THW Kiel, spielten Licht und Schatten eine Rolle.
Mit dem tollen 31:26-Auswärtserfolg bei TV Großwallstadt am vergangenen Mittwoch kamen bisher in diesem Jahr vier Pluspunkte heraus. Unter dem Strich das, was die TSV erwarten und erhoffen konnte. Das Ziel, einen besseren Platz zu erreichen wie in der Saison 2010/2011 ist noch nicht in Gefahr, aber der Klassenerhalt dennoch, denn der Bergische HC und auch VfL Gummersbach haben bisher fleißig Punkte sammeln können und so beträgt der Vorsprung auf den Abstiegsplatz 16 vier Punkte. Der wird augenblicklich vom Bergischen HC eingenommen.
Ein weiterer Erfolg gegen Lemgo, nach dem Auswärtssieg beim TVG, könnte wieder etwas Ruhe in die Mannschaft bringen. Dazu gehört gegen den TBV aber eine Leistung, die den unbedingten Willen des Teams erkennen lässt.
Im Hinspiel musste Hannover-Burgdorf eine 34:37-Niederlage einstecken, war nicht chancenlos, konnte in der Lipperlandhalle in Lemgo aber letztlich nicht überzeugen. Durch viele vergebene Möglichkeiten mussten die Minuspunkte mit auf die Heimfahrt genommen werden. Mit den eigenen Fans im Rücken soll das Ergebnis umgekehrt und Lemgo mit einer Niederlage nach Hause geschickt werden.
Dazu müssen die TSVer aber eine solide Abwehrleistung zeigen und einige starke TBV-Akteure in den Griff bekommen. Im Hinspiel konnte sich Florian Kehrmann für den Gastgeber auszeichnen und erzielte acht Treffer. Ihm wurde einfach zuviel Raum gelassen und so war er der Matchwinner. Auch Avishay Smoler, der ebenfalls acht Treffer erzielte, konnte von der Abwehr um Vignir Svavarsson kaum gestoppt werden. Zudem traf Sebastian Schneider sieben Mal aus dem Rückraum. Auch Mait Patrail und Martin Strobel trugen sich jeweils dreimal in die Torschützenliste ein.
Dabei konnte die TSV bis zum 17:17-Pausenstand noch mithalten. Aber mit Beginn des zweiten Spielabschnittes zog der TBV auf 25:19 davon und brachte dann das Spiel sicher über die Zeit. Das darf dem Nordmeyer-Team heute nicht passieren. Wenn ein doppelter Punktgewinn gelingen soll, dann nur mit einer konstante Leistung über 60 Spielminuten. Neben den Torschützen aus dem Hinspiel muss die TSV-Defensive auch auf die beiden Kreisläufer Christoph Theuerkauf und Sebastian Preiß aufpassen. Auch die beiden Linksaußen Manuel Liniger, der zudem als Siebenmeterschütze für Treffer sorgt, und Jens Bechtloff sorgen für Gefahr für das von Nenad Puljezevic gehütete Tor.
Beim TBV stehen mit dem jungen Nils Desrüsse und Carsten Lichtlein zwei Keeper im Gehäuse, die von den TSV-Angreifern nicht warm geworfen werden dürfen. Dann könnten sie eine Klassepartie abliefern.
Der TBV Lemgo hat nach dem 9. Platz aus der Saison 2010/2011 seine Hausaufgaben gemacht. Dirk Beuchler macht einen guten Job in Lemgo und hat seine Mannschaft an den Rand der Europapokalplätze geführt. Die TSV wird deshalb keine leichte Aufgabe erwarten, sie sind Außenseiter, aber vielleicht ist gerade das positiv und kann Mario Clößner und Co zu einer guten Leistung führen. Ein Erfolg würde zum Abschluss von 16 Tagen mit fünf Begegnungen seit dem 24. Februar für eine gute Ausgangsposition für die nächsten Partien in der TOYOTA Handball-Bundesliga beim HSV Hamburg (21.März) und dann gegen MT Melsungen (25. März) sorgen.