TSV-Frauen schafften souverän den Klassenerhalt

Wiebke Sauer von der TSV Burgdorf sorgte aus dem Rückraum für wichtige Treffer und Erfolge als Aufsteiger in die Oberliga. (Foto: Holger Staab)

Starke Leistungen als Aufsteiger reichten für ein positives Punkteverhältnis

BURGDORF (hs). Für die Premierensaison in der Frauen-Oberliga Niedersachsen hat sich die TSV Burgdorf beachtlich präsentiert. Am Ende der Saison sprang mit 28:24-Punkten sogar ein positives Punktekonto heraus und das ist aller Ehren Wert. Auch Erfolgstrainer Thomas Löw zeigte sich durchaus zufrieden mit der Spielzeit als Aufsteiger, denn die junge Mannschaft konnte viel dazulernen und wird sicher in den kommenden Jahren für manche Überraschung sorgen. Zumal in der weiblichen B- und A-Jugend einige Talente heranwachsen, die die Frauenmannschaft in den nächsten Jahren verstärken werden.
„Wir können in den nächsten Serien aus unserem starken Jugendbereich Talente einbauen. Mit Torfrau Liza Klanz und Nele Biester wird unser Durchschnittsalter nur um die 22 Jahre liegen. Unser Fernziel ist in den kommenden Jahren die 3. Liga, bis dahin wollen wir uns handballerisch weiterentwickeln“, meinte Löw zur Zukunft des Frauenteams.
Die TSV-Frauen erwischten trotz eines 29:29-Remis bei TuS Hollenstedt und dem 33:28-Erfolg bei der Heimpremiere gegen MTV Ashausen einen insgesamt schlechten Saisonstart, denn es folgten acht Spiele ohne Erfolg mit 1:15-Punkten. Die Mannschaft schien überfordert, wirkte verunsichert und hatte einfach zu wenig Zeit gehabt, sich in der Oberliga einzugewöhnen. „Die Mannschaft und ich als Trainer haben Lehrgeld gezahlt und uns zunächst überschätzt“, urteilte Löw nach Saisonende. Die jungen Spielerinnen mussten sich auch erst mit der harten Gangart im Defensivbereich auseinandersetzen und einfach Erfahrung sammeln. Das die TSV sich trotz Platz 13 und damit einem Abstiegsplatz nicht aufgab und zu ihrem Spiel finden würde, war ein Frage der Zeit. Am 11. Spieltag sollte der Durchbruch erfolgen und Carola Rostock und ihre Mitspielerinnen schafften mit dem 31:26-Sieg gegen HSG Heidmark den entscheidenden Schritt, um besser auftreten zu können. Bis zum Jahresende 2009 konnte mit drei weiteren Siegen der Mittelfeldanschluss hergestellt werden.
Die Rückrunde begann mit einem 32:24-Erfolg gegen den klaren Favoriten TuS Hollenstedt und auch im anschließenden Spiel gegen MTV Ashausen konnte mit 27:21-Toren ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt geschafft werden. Trotz einiger Rückschläge, wie bei der unglücklichen 26:27-Niederlage gegen MTV Garßen II, blieben die Löw-Schützlinge auf Kurs und konnten am 22. Spieltag durch einen 34:26-Sieg gegen die SG Zweidorf-Bortfeld ihr Punktekonto erstmals ausgleichen und damit den Klassenerhalt endgültig sicherstellen.
Auch in den letzten vier Partien zeigten die Spielerinnen um die erfahrene Torfrau Astrid Borchert ihren Aufwärtstrend und konnten noch drei Erfolge schaffen. Am Ende standen 28:24-Punkte und 756:712-Tore in der Bilanz und der 8. Platz ist für einen Aufsteiger in die höchste Spielklasse in Niedersachsen mehr als positiv. Der drittbeste Angriff zeigt die Ausrichtung auf eine starke Offensive. Die TSV setzte mit schnellem Spiel ihre Gegner immer wieder unter Druck. Die Abwehrleistung ist noch verbesserungswürdig, aber neben Borchert stand mit Jana Dubberke eine junge reaktionsschnelle Torfrau zwischen den Pfosten.
Die TSV-Frauen lebten nach der Eingewöhnungsphase von ihrer gesunden Mischung aus erfahrenen Spielerinnen wie Lucienne Schwarz, die aber auch mit Verletzungen zu kämpfen hatte, Kreisläuferin Sabine Pahnke, sowie Wiebke Sauer und den jungen Talenten. Hier zeichneten sich besonders Svenja Kewitz, Julia Spitzer, Roxana Löw und Natasha Ahrens als hoffnungsvolle Nachwuchsspielerinnen aus. Eine gelungene erste Saison, die in der Spielzeit 2010/2011 eine Fortsetzung erleben wird, denn wenn gleich zu Saisonbeginn eine gute Phase erreicht wird, dann könnte die TSV in der Oberliga sicher im vorderen Tabellendrittel mitspielen.
Mit Carola Rostock, Sabine Pahnke und Julia Spitzer werden drei Stammspielerinnen die TSV verlassen. Dafür wird Coach Löw aber gleichwertigen Ersatz aus der Jugend in das Oberligateam integrieren. Die eine oder andere Neuverpflichtung ist auch noch im Gespräch, aber noch nicht spruchreif. Für die zweite Serie in der Oberliga ist dem Trainer aber nicht bange, er will einen guten Mittelfeldplatz erreichen, den Klassenerhalt möglichst schnell sicher stellen und dann mal sehen, was machbar ist.