TSV Burgdorf zieht sich aus dem Aufstiegskampf zurück

Burgdorfer beantragen aus wirtschaftlichen Gründen keine Lizenz

BURGDORF (de). Damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Ab sofort gehört die TSV Burgdorf nicht mehr zum Bewerberkreis für die Fußball-Oberliga. Dabei stehen für den Tabellenzweiten der Fußball-Landesliga die Spitzenbegegnungen am heutigen Sonnabend (16 Uhr) beim Tabellenvierten 1.FC Wunstorf und am Ostermontag (15 Uhr) zu Hause gegen den Dritten SV Bavenstedt erst auf dem Programm. Doch haben diese Spiele für die TSV Burgdorf im Kampf um das Erreichen der Aufstiegsrunde jetzt nur noch statistischen Wert. Und das aus einem Grund: Zur großen Überraschung hat der Vorstand der TSV Burgdorf die Entscheidung getroffen, nicht die Lizenz für die Oberliga zu beantragen.
Da die erforderlichen Unterlagen nicht bis zum 31. März beim Niedersächsischen Fußballverband eingereicht wurden, kann den TSVern auch keine Spielberechtigung erteilt werden, sofern die Mannschaft von Trainer Volker Herfort die Qualifikation auf sportlichem Wege erreicht hätte. „Der Entscheidung ging ein Vorstandsbeschluss voraus“, erklärte Ligaobmann Ulrich Pigulla auf Anfrage des MARKTSPIEGEL.
Als Begründung für die Nichtbeantragung der Lizenz nannte Ulrich Pigulla den Umstand, dass bedingt durch die umfangreichen Baumaßnahmen auf der Anlage der TSV Burgdorf, die dem Verlust des Klubheims der TSV im Veranstaltungszentrum geschuldet sind, erhebliche Finanzmittel sowie Manpower nötig sind. „Durch den Umbau werden zudem erst die Voraussetzungen geschaffen, um den hohen Ansprüchen der Oberliga Niedersachsen gerecht zu werden und die veränderten Anforderungen logistisch und wirtschaftlich bewältigen zu können“, betonte noch einmal Ulrich Pigulla.
Trotzdem hofft Burgdorfs Manager darauf, dass sich die Mannschaft weiterhin so engagiert wie zuletzt zeigt. „Dass die 1. Mannschaft der TSV Burgdorf eine sehr gute Saison spielt und die sportlichen Voraussetzungen am Ende der Saison für die Oberliga vorliegen könnten, ist in die Überlegungen des Vorstandes in vollem Umfang eingeflossen“, bestätigte noch einmal Burgdorfs sportlicher Leiter, dass sich die TSV-Verantwortlichen durchaus der Problematik bewusst sind, die durch die Entscheidung der Nichtbeantragung der Lizenz entstanden ist.