TSV Burgdorf muss gegen Spitzenreiter VfL Bückeburg gewinnen

Richard Becker wird der TSV Burgdorf mit seiner Schusstechnik, Torgefährlichkeit und Übersicht fehlen. (Foto: Kamm)

Richard Becker absolvierte letztes Spiel für die TSV Burgdorf

BURGDORF (mj). Zündet die TSV Burgdorf nun die Rakete für einen erfolgreichen Endspurt in der Hinserie der Fußball-Landesliga? Gerade rechtzeitig vor dem Duell am Sonntag im Heimspiel gegen den noch verlustpunktfreien Tabellenführer VfL Bückeburg meldeten sich die Burgdorfer mit einem 4:1 (1:1)-Sieg beim TuS Wettbergen eindrucksvoll zurück.
Um sich überhaupt noch Chancen auf die Meisterschaft ausrechnen zu können, dürfen die Burgdorfer am Sonntag auf keinen Fall verlieren. Während die TSVer nach sieben Spielen mit neun Punkten Tabellenneunter sind, weisen die Bückeburger als Spitzenreiter nach erst fünf Partien bereits 15 Punkte auf.
„Der VfL Bückeburg ist das Maß aller Dinge“, gab dann auch TSV-Coach Ulrich Pigulla zu, der den Gegner mit seinem Torjäger Alexander Bremer (6 Treffer) bereits vor der Saison zu den Topfavoriten auf die Meisterschaft zählte. Während die Elf von VfL-Trainer Timo Nottebrock bisher den Ansprüchen gerecht wurde, enttäuschten die Burgdorfer. Erst beim 4:1-Sieg in Wettbergen zeigte die Mannschaft über weite Strecken, was in ihr steckt. Zwar mussten die Burgdorfer nach dem Führungstreffer von Franklin Nnane (25.) nur drei Minuten später durch Fatih Tatoglu den 1:1-Ausgleich hinnehmen, doch wurde die 2. Halbzeit zu einer eindeutigen Angelegenheit für die Gäste. Matheusz Duraj (69.) mit einem Kopfball, Michel Rodriguez (78.) und Michael Duraj (87.) sorgten mit ihren Toren noch für einen zahlenmäßig klaren Erfolg.
Allerdings fiel in die Freude über den Sieg auch ein Wermutstropfen. So zieht es Richard Becker nach vierjähriger Zugehörigkeit zur TSV Burgdorf wieder in seine Heimat nach Brasilien zurück. Bleibt abzuwarten, wie die TSV Burgdorf den Verlust ihres Spielgestalters und erfolgreichsten Torschützen (bereits drei Treffer) verkraften kann. Den Beweis, dass es auch ohne den 27-jährigen Filigrantechniker geht, müssen die TSVer, die wieder auf Fabian Hoheisel und Sergej Ginger zurückgreifen können, bereits am Sonntag gegen den Spitzenreiter aus Bückeburg antreten.