TSV Burgdorf ist heute großer Favorit beim MARKTSPIEGEL-Cup

Mit allen Mitteln versucht Ramlingens Patrick Richter (links) an den Ball zu kommen. (Foto: Jens Kamm)

TSV Kleinburgwedel verpasste gegen RSE II ein Elfmeterschießen

BURGDORF (de). Exakt 36 Spiele waren nötig, ehe bei dem mit insgesamt 2.500 Euro dotierten MARKTSPIEGEL-Cup mit der TSV Burgdorf und dem Bezirksligaufsteiger SV Ramlingen/Ehlershausen II die Finalteilnehmer feststanden. Während die Reserve aus Ramlingen den TSV Kleinburgwedel mit 1:0 bezwang, wurde die TSV Burgdorf ihrer Favoritenrolle durch einen 5:0 (2:0)-Sieg gegen den FC Lehrte gerecht. Durch das Fehlen des Pokalverteidigers Heesseler SV, der sich über das Wochenende im Ammerland im Trainingslager befindet, wird es in diesem Jahr einen neuen Pokalsieger geben, wobei der mehrfache Pokalgewinner TSV Burgdorf als haushoher Favorit in die Partie geht.
Der diesjährige MARKTSPIEGEL-Cup wird das letzte Turnier sein, das nach dem alten Modus stattfindet. „Im kommenden Jahr werden wir den MARKTSPIEGEL-Cup nur mit Mannschaften auf Bezirksebene austragen und für die Vereine der Kreisliga und Kreisklasse einen eigenen Sieger für den MARKTSPIEGEL-Pokal ausspielen“, kündigte nach den Halbfinalspielen bereits MARKTSPIEGEL-Geschäftsführer Klaus Hoffmann an, der sich zufrieden über den bisherigen Verlauf des Turniers zeigte, in dem es vornehmlich in den Gruppen- und Viertelfinalspielen einige überraschende Ergebnisse zu verzeichnen gab.
In den Halbfinalspielen blieben allerdings die Überraschungen aus. So kommt es am heutigen Sonnabend von 18 Uhr an zu dem erwarteten Duell zwischen dem Landesligisten TSV Burgdorf und dem Bezirksligsten SV Ramlingen/Ehlershausen II. Nach den bisher gezeigten Leistungen ist kaum davon auszugehen, dass sich die TSV Burgdorf den Gewinn der Siegprämie von 800 Euro entgehen lassen wird, obwohl sie sich für drei Tage im Trainingslager in Wesendorf befindet und für den Auftritt im Finale extra aus dem Kreis Gifhorn anreist. Das Endspiel wird am heutigen Sonnabend um 18 Uhr im TSV-Stadion an der Sorgenser Straße angepfiffen. Aber auch für den Verlierer des Endspiels bleiben noch 500 Euro übrig.
Zuvor stehen sich im kleinen Finale um Platz 3 an gleicher Stelle von 16 Uhr an der Kreisligist TSV Kleinburgwedel und der FC Lehrte gegenüber. Auch der Drittplatzierte kassiert noch 300 Euro, während der Vierte mit 100 Euro nach Hause fährt. Zu den Gewinnern gehört trotz des Ausscheidens nach der Vorrunde auch der FSC Bolzum/Wehmingen. Der Kreisklassenverein siegte bei dem Wettbewerb „Fair geht vor“. Die Schiedsrichter entschieden sich nach den Spielen der Vorrunde für den Kresiklassenverein als das fairste Team der Vorrunde. Als Sieger erhält der FSC Bolzum/Wehmingen einen kompletten Trikotsatz vom Sponsor, dem real,-Markt in Altwarmbüchen, überreicht.
Tor nach einer Ecke
In den Halbfinalspielen, die ebenfalls im Burgdorfer Stadion ausgetragen wurde, und zu dem 200 Zuschauer erschienen waren, kam es im Eröffnungsspiel zu der Partie zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen II und dem TSV Kleinburgwedel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, so dass in der 1. Halbzeit nur wenige Torchancen zu verzeichnen waren.
Der Kreisligist aus Kleinburgwedel unterstrich einmal mehr, dass die bisherigen Erfolge beim MARKTSPIEGEL-Cup keine Zufallsprodukte waren. Immer wieder versuchte der Außenseiter, mit Konterangriffen zum Erfolg zu kommen. Zu Beginn der 2. Halbzeit waren die Kleinburgwedeler bei einer Ecke von Florian Koch, die Tim-Niklas Becker verlängerte, einmal nicht im Bilde und schon hieß es 1:0 für die Ramlinger. Benjamin Schubert hatte mit einem Schuss, der vom Innenpfosten ins Tor prallte, Erfolg gehabt, Wohl keiner der Zuschauer ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass dies bereits die Entscheidung war. Die größte Möglichkeit, noch den Ausgleichstreffer zu erzielen, um damit wenigstens noch ein Elfmeterschießen zu erzwingen, vergab in der Schlussminute Kleinburgwedels Neuzugang Carlo Ullrich, als er einen Freistoß aus 18 Metern knapp neben das Tor setzte. „Wir sind heute nicht so recht ins Spiel gekommen, so dass wir nur wenige Chancen herausspielen konnten. Unser Sieg ist aber verdient“, fand Ramlingens Trainer Alf Miener. Dem mochte auch Kleinburgwedels Coach Matthias Löw nicht zu widersprechen. „In der 1. Halbzeit waren wir gleichwertig, nach dem Seitenwechsel waren die Ramlinger besser. Schade nur, dass wir in der Schlussminute nicht den Freistoß zum 1:1 nutzen konnten. Dann hätten wir wenigstens eine Elfmeterschießen erreicht.“
FC Lehrte war chancenlos
Im kleinen Finale trifft der TSV Kleinburgwedel heute von 16 Uhr an auf den FC Lehrte, der in der zweiten Halbfinalbegegnung gegen die TSV Burgdorf bei der 0:5 (0:2)-Niederlage auf verlorenem Posten stand, obwohl die Mannschaft von Trainer Willi Gramann nie aufgab. Allerdings machte sich das Fehlen von vielen Stammspielern, wie Florian Augsten oder Michael Fitzner, um nur zwei zu nennen, mit zunehmender Spielzeit immer nachteiliger bemerkbar. Zumal es sich bei der Lehrter Mannschaft eher um eine A-Juniorenauswahl handelte. So standen in der Anfangsformation gleich sieben Spieler, die nicht einmal das 19. Lebensjahr vollendet hatten.
Dennoch dauerte es bis zur 22. Minute, ehe Dennis Yeboah nach einer Ecke von Richard Becker, der kurz darauf mit einer Zerrung ausschied, das 1:0 erzielte. Noch vor der Pause erhöhte Michael Duraj in der 30. Minute auf 2:0. Zu Beginn der 2. Halbzeit, die jeweils nur über eine Spielzeit von 2x 35 Minuten lief, erhöhte Hüseyin Yüksel in der 42. Minute auf 3:0, dem der für Richard Becker eingewechselte Christopher Reinecke in der 50. Minute mit einem Kopfball nach Ecke von Patrick Heldt das 4:0 folgen ließ. Ein Foul an Christopher Reinecke nutzte zwei Minuten vor dem Abpfiff Daniel Trochymiuk mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 68. Minute zum 5:0 -Endstand für die TSV Burgdorf, was Trainer Ulrich Pigulla mit den Worten kommentierte. „Was wir heute gezeigt haben, war in Ordnung.“ Auch sein Trainerkollege Willi Gramann war trotz der hohen Niederlage nicht unzufrieden. „Wenn nahezu ein Dutzend Spieler fehlen, muss man zufrieden sein, wenn unsere Nachwuchsspieler sich so gut zu wehren wissen, wie sie es heute getan haben."