TSV Burgdorf II sollte Auswärtsaufgabe lösen können

Hoffentlich ist Johannes Marx nicht auch nach dem Spiel bei der SG Flensburg-Handewitt II am Boden zerstört. (Foto: st)

TSV II ist bei der SG Flensburg-Handewitt II in der Favoritenrolle

ALTKREIS (st). Der Drittligavertretung der TSV Burgdorf steht am Sonnabend, 10. Oktober, eine weite Anreise bevor. Das Team um Trainer Heidmar reist in den hohen Norden zur SG Flensburg-Handewitt II. Wie die TSV hat sich in Flensburg ebenfalls eine Ausbildungsmannschaft gebildet, die jungen Talenten aus der Region die Möglichkeit gibt, in der 3.Liga Erfahrungen zu sammeln und sich zu zeigen, um möglicherweise den Sprung in die Erstligamannschaft zu schaffen. Der Lehrter SV ist am Sonnabend, 10. Oktober bei der HSG Schaumburg-Nord gefordert und hofft auf ein gutes Abschneiden.
Die SG Flensburg-Handewitt II sicherte sich in der vergangenen Saison hinter dem Spitzentrio Wilhelmshavener HV, HF Springe und TSV Altenholz einen ausgezeichneten 4. Platz. In der laufenden Serie ist das Team um Trainer Till Wiechers nicht so gut gestartet. Den eigentlichen Leistungsstand bereits jetzt zu ermitteln, ist aber nicht ratsam. Die jungen Spieler müssen sich in der starken Nordstaffel der 3.Liga erst einmal zurechtfinden und ein mit so vielen Talenten besetzter Kader ist auch Leistungsschwankungen unterworfen. Das ist bei der TSV Burgdorf II nicht anders. Der Gastgeber der Burgdorfer musste vor der Saison drei Abgänge verkraften. Mit Janos Steidtmann, Peer Woyczechowski und Philipp Asmussen kamen drei Spieler aus der eigenen Jugend in das SG-Aufgebot. Dazu wurde Jan-Torben Ehlers von Schwarz-Gelb Stäfa aus der Schweiz verpflichtet. Die Wiechers-Schützlinge sind für ihre Schnelligkeit und starken Gegenstöße bekannt und in eigener Halle extrem gefährlich, obwohl der HSV Hannover bereits zwei Punkte aus Flensburg entführen konnte.
Nach den bisherigen Vorstellungen ist die TSV II in der Wikinghalle in Handewitt aber durchaus ein Sieg zuzutrauen. Maurice Dräger und Co werden sich aber von Beginn an kampfbereit und engagiert zeigen müssen. Nicht nur in der Abwehr, sondern auch in der Offensive müssen sie die Taktik von Coach Felixson umsetzen. Gelingt dann auch noch eine gute Torquote, dann könnte ein Auswärtserfolg wichtige Punkte bringen und die Fahrt in Richtung Burgdorf mit einer kleinen Feier vergnüglicher werden. Die Partie wird am Sonnabend um 19.30 Uhr angepfiffen.
Mit ein bisschen Wut im Bauch fährt der Lehrter SV-Express am Sonnabend in Richtung HSG Schaumburg-Nord. Ab 18 Uhr wollen sich Trainer Lutz Ewert und seine Spieler für die 24:25-Niederlage aus dem März diesen Jahres revanchieren. Das wird allerdings nur mit viel Einsatz möglich sein. Der Gastgeber konnte in eigener Halle schon für gute Stimmung sorgen und Favorit HG Rosdorf-Grone mit einer 25:26-Niederlage nach Hause schicken. Die Lehrter werden nicht nur deshalb vor dem Gegner gewarnt sein. Ewert wird seine Akteure vor zu viel Optimismus bewahren und ihnen die Stärken der HSG vor Augen führen. Ist aber eine gelungene Anfangsphase mit einer Führung realisierbar und haben Till Dreißigacker und Co das Durchhaltevermögen für 60 Minuten, dann ist ein Auswärtssieg machbar. Ein doppelter Punktgewinn wäre zudem eine gute Ausgangsposition für die anstehenden drei Heimspiele in Folge gegen den Northeimer HC, MTV Vorsfelde und MTV Großenheidorn. Alles Mannschaften die im Vorderfeld der Oberligatabelle erwartet werden und der LSV könnte da durchaus mitmischen.