TSV Burgdorf hat die Tabellenspitze in Sichtweite

Nach 4:1-Sieg über Arminia liegen die TSVer gut im Rennen

BURGDORF (de). Nicht wenige der insgesamt 150 Zuschauer hatten am Sonnabend nicht einmal die Stadionkasse beim Spiel der Fußball-Landesliga zwischen der TSV Burgdorf und Arminia Hannover passiert, da wurden sie angesichts des aufbrandenden Torjubels an den Spruch von Franz Beckenbauer erinnnert: „Ja mei, ist denn heut schon Weihnachten?". Bereits der erste Angriff der TSV Burgdorf hatte nach wenigen Sekunden zur 1:0-Führung durch Michael Duraj geführt, der zuvor von Richard Becker gekonnt in Szene gesetzt wurde.
Spätestens in der 10. Minute durch das Freistoßtor von „Richie“ Becker zum 2:0 wurden Erinnerungen an das 7:6-Torfestival vom Hinspiel wach. Zumal die Arminen ab diesem Zeitpunkt in Unterzahl auskommen mussten, da ihr Torhüter Sebastian Knust nach einem Handspiel außerhalb des Strafraums, als er eine klare Torchance von Norman Pütsch verhinderte, die Rote Karte gesehen hatte. Wer nun geglaubt hatte, die TSV Burgdorf würde alles daran setzen, den dezimierten Gegner mit einem weiteren Treffer den endgültigen K.o. zu verpassen, wurde schon bald eines Besseren belehrt. Die Hausherren verfielen mit zunehmender Spielzeit in eine nicht nachvollziehbare Lethargie, die prompt bestraft wurde. In der 41. Minute ließ Torhüter Jan Hendrik Kaffeya einen harmlosen Freistoß von Maik Herisch zum 1:2- Anschlusstreffer durch die Hände gleiten, was für das Nervenkostüm der gesamten TSV-Mannschaft nicht unbedingt förderlich war. Nur wenig später machte der TSV-Keeper seinen Fehler aber wieder wett, als er mit einem tollen Reflex den möglichen Ausgleich verhinderte.
Eine Vorentscheidung bedeutete das 3:1 durch Patrick Hiber, der nach einer guten Einzelleistung nach Vorarbeit von Norman Pütsch in der 68. Minute die Zitterpartie ein wenig entspannter gestaltete. Für die endgültige Entscheidung des Tabellendritten aus Burgdorf sollte in der 84. Minute Norman Pütsch sorgen, der von einem katastrophalen Fehlpass von Pascal Preuß profitierte und keine Mühe hatte, für den 4:1-Endstand zu Gunsten der TSV Burgdorf zu sorgen, die ihre anschließenden Weihnachtsfeier zum Anlass nahmen, Abschied vom alten Clubheim im Veranstaltungszentrum zu nehmen.
„Ich bin froh, dass es uns mit diesem Sieg gelungen ist, nicht nur in der Tabelle an den Arminen vorbeizuziehen, sondern auch für die Rückrunde unsere theoretischen Aufstiegschancen zu wahren“, sagte nach dem Spiel ein sichtlich zufriedener Burgdorfer Trainer Volker Herfort.