TSV Burgdorf gewinnt Torfestival bei Arminia

Burgdorfer treffen nun auf Spitzenreiter Wunstorf

BURGDORF (de). Trainer Ulrich Pigulla sprach nach der Partie seiner TSV Burgdorf bei Arminia Hannover von einem „Jahrhundertspiel“. Auf 13 Tore konnten sich die 250 Zuschauer freuen. Dass sich die Freude bei den Arminen-Anhängern nach dem Abpfiff in Grenzen hielt, war bei dem Spielausgang verständlich. Mit 7:6 (3:3) hatte die TSV Burgdorf am Bischofshol in einer Begegnung gewonnen, die zwar die Zuschauer erfreute, doch Zweifel aufkommen lässt, was die Abwehrreihen beider Mannschaften beim „Tag des offenen Tores“ unter Deckungsarbeit verstehen.
Zum Spieler des Tages avancierte TSV-Angreifer Norman Pütsch, der mit fünf Toren die Arminen nahezu im Alleingang erledigte. Die weiteren TSV-Treffer gingen auf das Konto von Dennis Yeboah und Franklin Nnane.
Hin und her wog das Spielgeschehen, bei dem die Arminen zweimal in Führung lagen. „Nach dem 5:4 durch Tugay Tasdelen in der 64. Minute hätten wir den Sack zumachen müssen“, bemängelte Arminen-Trainer Bernd Krajewski. Doch setzten seine Spieler weiter auf Offensive und fingen sich danach noch drei Tore ein, ehe seiner Mannschaft eine Minute vor dem Abpfiff durch Sotirios Panagiotidis noch eine Ergebniskosmetik mit dem Tor zum 6:7-Endstand aus Sicht der Arminen gelang.
Am Sonntag steht für die TSV Burgdorf von 15 Uhr an ein weiteres richtungsweisendes Spiel auf dem Programm. Zu Gast ist dann mit dem 1. FC Wunstorf der Topfavorit auf die Meisterschaft, der mit zwei Siegen bereits die Tabelle anführt. Wie stark die Wunstorfer sind, beweist allein der Wunstorfer Kader mit so erfahrenen Spielern wie den ehemaligen SCLern Maximilian Braasch und Abit Jusufi oder Regionalligaspielern wie Dave Otto (Hannover 96), Christoph Rischker und Christian Werner (beide TSV Havelse) oder der torgefährliche Kirill Weber (Arminia Hannover). Da wäre es angebracht, dass sich die TSV Burgdorf am Sonntag trotz des Husarenstreichs bei Arminia Hannover erst einmal um das Tore verhindern kümmern sollte, statt womöglich blindlings ins Verderben zu rennen.