TSV Burgdorf gerät in die Abstiegszone

Kampfbetont ging es beim 1:0-Sieg des Tabellenführers SV Ramlingen/Ehlershausen gegen den SC Hemmingen/Westerfeld zu, wie die Sprungeinlage von Ramlingens Hüseyin Yüksel (Nr. 4 rechts) beweist, die Timo Gieseking (RSE, von links), Aron Gebreslasie (Hemmingen), Yannick Kranz (Nr. 23 Hemmingen) und Hannes Müller (RSE) beobachten. (Foto: Klaus Depenau)
 
Auf Anhieb konnte sich Neuzugang Hannes Müller beim SV Ramlingen/Ehlershausen einen Stammplatz erkämpfen. (Foto: Klaus Depenau)

In der Fußball-Landesliga will der Tabellenführer SV Ramlingen/Ehlershausen seine Führung weiter ausbauen

ALTKREIS (kd). Drei Spielausfälle gab es am 11. Spieltag in der Fußball-Landesliga. Von den Ausfällen war auch die TSV Burgdorf und der Heeßeler SV betroffen, der nun schon zwei Spiele nachholen muss. Im Einsatz war hingegen der SV Ramlingen/Ehlershausen, der durch einen 1:0-Sieg über den Tabellenvierten SC Hemmingen/Westerfeld nicht nur seine Führung festigen konnte, sondern auch noch von den Punktverlusten der Verfolger SV Bavenstedt und dem STK Eilvese profitierte.
Am Sonntag gilt es für den RSE (27 Punkte) die Tabellenführung beim Tabellenzehnten TSV Godshorn (14 Zähler) zu verteidigen. Zeitgleich hofft das noch punktlose Schlusslicht Heeßeler SV beim Tabellenelften TSV Krähenwinkel/Kaltenweide (12 Punkte) auf das erste Erfolgserlebnis in Form eines Punktgewinns. Bereits am Sonnabend will der Tabellendreizehnte TSV Burgdorf (10 Zähler) von 16 Uhr an beim Tabellenfünften FC Eldagsen (18 Zähler) versuchen, mit einem Sieg die Abstiegsplätze zu verlassen.

FC Eldagsen - TSV Burgdorf

Nun ist das eingetreten, was die TSV Burgdorf unter allen Umständen verhindern wollte. Obwohl die Mannschaft von Trainer Holger Kaiser am vergangenen Wochenende durch den Spielausfall gegen den VfL Bückeburg zum Zuschauen verurteilt war, rutschte sie als derzeitiger Tabellendreizehnter mit nur 10 Punkten auf einen der vier Abstiegsplätze ab. Das lag daran, weil die SpVgg Bad Pyrmont sich durch den 8:1-Kantersieg beim OSV Hannover die Abstiegsplätze verlassen konnte und als derzeitiger Zwölfter mit 11 Punkten den Abstiegsplatz mit den Burgdorfern tauschen konnte, die nur 10 Zähler aufweisen.
"Spätestens jetzt gilt es, den Bock umzustoßen. Unsere Mannschaft hat das spielerische Potenzial, in der Tabelle weiter oben zu stehen", ist Burgdorfs Kotrainer Halit Özden überzeugt, der selber bei dem Spiel in Eldagsen nicht anwesend sein kann, da er sich zu diesem Zeitpunkt noch im Kurzurlaub befindet. Mit Louis Mau, der vier Wochen in den USA weilte und Nico Eccarius. der zwei Wochen lang erkrankt fehlte, kehren zwei spielstarke Akteure wieder in den Kader zurück.
Das wird auch von Nöten sein, da der FC Eldagsen nach einem durchwachsenen Start mit nur fünf Punkten aus fünf Spielen sich zuletzt in guter Form präsentierte, wie 13 Punkte aus den letzten sechs Spielen belegen, wobei die Mannschaft von Trainer Holger Gehrmann unter anderem beim SV Ramlingen/Ehlershausen mit 1:0 gewann und am vergangenen Sonnabend mit einem 2:2-Remis beim SV Bavenstedt zu überzeugen wusste. Nur gut, dass Cheftrainer Holger Kaiser am Sonntag beim Tabellenfünften FC Eldagsen, der mit 16 Zählern sechs Punkte mehr auf dem Konto als die TSV-Mannschaft hat, die Qual der Wahl hat, wen er von Beginn an aufstellen soll.

TSV Godshorn - SV Ramlingen/Ehlershausen

Der erst 21-Jährige Schiedsrichter Leo Heckmann aus Asendorf hatte im Spiel des Tabellenführers SV Ramlingen/Ehlershausen gegen den Verfolger SC Hemmingen/Westerfeld beim Stande von 0:0 seinem Schiedsrichterassistenten Ole Scharf gerade die Nachspielzeit von drei Minuten signalisiert, als das Unheil für den engagierten Vizemeister aus Hemmingen seinen Lauf nahm. Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit holte der erst eine halbe Stunde zuvor für Joel Wauker eingewechselte Daniel Stojanof (89.) Ramlingens Georgios Firiaridis regelwidrig von den Beinen, so dass dem umsichtig leitenden Unparteiischen keine andere Wahl blieb, als auf Strafstoß zu entscheiden, den Johannes Lübow sicher zum 1:0-Sieg des Tabellenführers verwandelte.
Sehr zum Verdruss von Hemmingens Trainer Semir Zan, der angesichts des greifbaren Punktgewinns enttäuscht meinte. "Eine mehr als unglückliche Niederlage. Wir hätten heute mit unserer ersatzgeschwächten Mannschaft einen Punktgewinn verdient gehabt." Dagegen sah Ramlingens Coach Philipp Gasde sein Team als verdienten Sieger. "Unser vom Zeitpunkt her sicher glückliche Sieg geht in Ordnung, weil wir in der 2. Halbzeit mehr investiert haben", wobei Ramlingens Coach sicher Recht hatte, da seine Mannschaft gegenüber dem Gegner in der zweiten Spielhälfte ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen hatte.
Angesichts eines Punktevorsprungs von jetzt vier Punkten gegenüber dem SV Bavenstedt (23 Zähler), und dem punktgleichen Dritten STK Eilvese (23 Punkte) und bereits acht Punkten gegenüber dem SC Hemmingen/Westerfeld (19 Zähler) sind die Weichen für den RSE in Richtung Oberliga gestellt. Bleibt zu hoffen, dass die Ramlinger weiterhin die Konstanz an den Tag legen, mit der sie in ihren bisherigen elf Spielen mit erst fünf Gegentoren zu überzeugen wussten.
Das Spiel am Sonntag beim TSV Godshorn, der durch das 1:1-Unentschieden beim STK Eilvese mit jetzt 14 Punkten Tabellenzehnter ist, wird einen weiteren Aufschluss über die Titelaussichten des RSE geben. Zu dem aufmerksamen Beobachtern des Spiels gegen den SC Hemmingen/Westerfeld zählte auch Godshorns Trainer Niklas Mohs, der seine Mannschaft im Spiel gegen den Primus trotz des Fehlens des gelb-rot gesperrten Gian Luca Kasumovic als keineswegs chancenlos einstuft, ohne allerdings zu verraten, wie das erhoffte Godshorner Erfolgserlebnis am Sonntag bewerkstelligt werden soll.

TSV Krähenwinkel/Kaltenweide - Heeßeler SV


Bereits neun Spiele wartet der Tabellenletzte Heeßeler SV nun schon auf den ersten Punktgewinn. Mit null Punkten und 5:33 Toren deutet einiges darauf hin, dass sich der Heeßeler SV in der kommenden Saison in der Bezirksliga wieder finden wird. Nach dem Spielausfall gegen den 1. FC Wunstorf muss die Mannschaft von Interimstrainer Marcel Pawlow am Sonntag ab 15 Uhr beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide antreten, der von Pawlows bestem Freund und Trainerkollegen Pascal Preuß trainiert wird.
Jenem "Kalle" Preuß, der noch bis zum Ende der vergangenen Saison die Landesligamannschaft des Heeßeler SV trainiert hat und bei dem jetzt gleich fünf Spieler stehen, die noch in der abgelaufenen Saison den Dress des kleinen HSV trugen: Kevin Malarowski, Marlon Pickert, Lorenzo Pombo Abondano, der beim 6:1-Pokalsieg über den SV Ramlingen/Ehlershausen gleich vier Treffer in Folge erzielte, sowie Steven Calo und Halil Aydemir. "Wir werden versuchen, mit unserer stark ersatzgeschwächten Mannschaft alles zu geben", versprach Marcel Pawlow, der zu allem Überfluss am Sonntag auch noch mit Niklas Rohden auf seinen Kapitän und erfahrensten Spieler verzichten muss, der sich am vergangenen Wochenende einer Augenoperation unterziehen musste, sodass sich die Mannschaft des Tabellenletzten beim Gastspiel am Waldsee nahezu von allein aufstellen wird.