TSV Burgdorf geht als Favorit ins Derby mit dem Heesseler SV

Burgdorfs Patrick Ehlert zieht mustergültig zum 2:0 für die TSV Burgdorf ab. (Foto: Kamm)

Burgdorfer siegten 4:0 gegen Alfeld - Heeßel unterlag Arminen

HEESSEL (de). Am Sonntag ist es von 15 Uhr an wieder so weit. Bereits am 7.Spieltag der Fußball-Landesliga kommt es zu dem mit großer Spannung erwarteten Stadtderby zwischen dem Heesseler SV und der TSV Burgdorf.
Die Tabelle verrät, wer am Sonntag als Favorit in die Partie geht. Während sich die TSV Burgdorf mit 12 Punkten, bei drei Zählern Rückstand, als Tabellenzweiter auf Tuchfühlung mit dem Spitzenreiter OSV Hannover befindet, trennt den Heesseler SV mit sieben Zählern nur das bessere Torverhältnis gegenüber dem Tabellendreizehnten vom SV Damla Genc Hannover von einem der Abstiegsplätze.
So entspricht es den Tatsachen, wenn Heeßels Coach Niklas Mohs sagt: „Die TSV Burgdorf benötigt jeden Punkt, um in die Oberliga aufzusteigen. Wir hingegen müssen um jeden Punkt kämpfen, um nicht in die Bezirksliga abzusteigen.“
Am vergangenen Sonntag gehörten die Heeßeler bei ihrer 1:2 (0:0)-Niederlage bei Arminia Hannover zu den Verlierern, während die Burgdorfer im Spitzenspiel gegen den SV Alfeld als strahlender 4:0 (2:0)-Sieger den Platz verließen.
Dabei enttäuschten die Heeßeler bei ihrer knappen 1:2 (0:0)-Niederlage gegen Arminia Hannover keineswegs. „Wir haben den Arminen Paroli geboten, obwohl wir bereits ab der 3. Minute ohne unseren Abwehrspieler Fabian Hellberg auskommen mussten. Wie mir der Schiedsrichter später verriet, wurde Fabian vom Platz gestellt, weil er als letzter Mann im Laufduell den Arminen Dyhonne do Amaral zu Fall gebracht haben soll. Doch stimmt das nicht, weil beide zu Fall gekommen sind, als sich ihre Wege kreuzten.“ In der Schlussminute sah auch noch der A-Junior Philip Hellberg die gelb-rote Karte, wiederum nach einem Zweikampf mit Dyhonne do Amaral.
Während Philip Hellberg gegen die TSV Burgdorf wieder mitwirken kann, ist Fabian Hellberg nach seiner Roten Karte gesperrt. „Ärgerlich ist nur, dass mir mit Fabio Rauschning, Moritz Peithmann, Benjamin Fette und Jan David noch weitere Spieler wegen Verletzung ausfallen, so dass unsere personellen Möglichkeiten arg eingeschränkt sind“, gab Heeßels Trainer zu, dessen Mannschaft trotz Unterzahl am hannoverschen Bischofshol ein Auftakt nach Maß glückte.
So gelang Jannis Iwan in der 57. Minute nach einem Freistoß von Nick Poelmeyer die 1:0-Führung, die aber nur fünf Minuten Bestand haben sollte. Mit einem Kopfball gelang dem kurz zuvor eingewechselten Christian Brüntjen in der 62. Minute der 1:1-Ausgleich, ehe den Arminen dann noch nach einer Unaufmerksamkeit in Heeßels Abwehr durch Michael Zydek (70.) der 2:1-Siegtreffer gelang. „Nun wollen wir am Sonntag alles daran setzen, um uns gegen die favorisierten Burgdorfer wirkungsvoll in Szene zu setzen“, kündigte Niklas Mohs an, der um die Stärken des Gegners weiß.
„Nahezu alle Spieler verfügen über eine individuelle Klasse.“ Aber auch Burgdorfs Trainer Volker Herfort ist sich darüber bewusst, dass der Ausflug nach Heeßel am Sonntag kein Spaziergang wird. „Heeßels Mannschaft verfügt über eine enorme Laufbereitschaft. Das konnten sie jetzt erst wieder trotz Unterzahl bei den Arminen unter Beweis stellen“, stellte der TSV-Coach anerkennend fest. Für viele seiner Spieler ist das Spiel eine Reise in die Vergangenheit, da Spieler wie Patrick Heldt, Florian Jackowski, Michael Duraj, Matheusz Duraj, Dennis Yeboah oder Nico Eccarius, um nur einige zu nennen, früher für den kleinen HSV aufliefen.
Für das Derby in Heeßel machte die TSV Burgdorf am Sonntag die beste Werbung in eigener Sache. So besiegten sie den bisherigen Tabellenzweiten SV Alfeld deutlich mit 4:0 (2:0)-Toren. Von einem Spitzenspiel konnte keine Rede sein, da sich die Partie zu einer eindeutigen Angelegenheit für die TSVer herausstellte. So gerieten die Burgdorfer zu keinem Zeitpunkt in Bedrängnis, wobei ihnen die 2:0-Halbzeitführung durch die Tore von Patrick Ehlert (16. und 37. Min.) nicht ungelegen kam. In der 2. Halbzeit erhöhten Patrick Heldt (51.) und Nico Eccarius (89.) noch auf 4:0. Alfelds einzige reelle Torchance resultierte aus einem umstrittenen Handelfmeter, den Fabian Hoheisel verursacht haben soll. Doch konnte TSV-Torhüter Alexander Homann den Strafstoß von Alfelds Florian Schütte (67.) parieren, so dass die Null für die TSVer bis zum Abpfiff Bestand hatte.