TSV Burgdorf feierte Derbysieg beim SV Ramlingen/Ehlershausen

Nico Eccarius setzte im Spiel gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen zum Höhenflug an. (Foto: Kamm)

TSV Burgdorf will mit Heimsieg das neue Vereinsheim einweihen

RAMLINGEN/BURGDORF (de). Es war nicht der Tag des SV Ramlingen/Ehlershausen, um am Sonnabend einen Derbysieg über die TSV Burgdorf feiern zu können. 200 Zuschauer, soweit sie dem Ramlinger Lager zuzuordnen waren, zeigte sich enttäuscht darüber, wie wenig dem RSE vor allem in der 1. Halbzeit einfiel, um trotz des Heimrechts der TSV Burgdorf ihr Spiel aufzuzwingen. Vornehmlich mit hohen Bällen, bei denen zumeist Mark Wielitzka der Adressat war, sollte die Burgdorfer Abwehr in Verlegenheit gebracht werden. Doch zeigte sich der Tabellenzweite der Fußball-Landesliga von dem „Kick and Rush“-Spiel des Gastgebers wenig beeindruckt und setzte sich am Ende völlig verdient mit 3:1 (2:0)- Toren durch.
Während den Ramlingern in der 1. Halbzeit wenig einfiel, setzten die TSVer immer wieder Akzente, wobei sich besonders Michael Duraj und Patrik Ehlert als ehemalige Ramlinger hervortaten. Die RSEer hatten den gelungenen Kombinationen mit dem Kurzpassspiel der Gäste wenig entgegenzusetzen. So war es nur eine Frage der Zeit, wann der Führungstreffer für die TSVer fallen würde. In der 17. Minute war es dann so weit, als Patrik Ehlert nach Zuspiel von Michael Duraj zur 1:0-Führung für die TSV Burgdorf traf, die Patrick Heldt in der 35. Minute mit einem Foulelfmeter, den RSE-Keeper Marcel Maluck an Patrik Ehlert verursacht hatte, zur 2:0-Führung ausbauen konnte.
Offensichtlich Wirkung zeigte die Kabinenpredigt, die Ramlingens Trainer Kurt Becker in der Halbzeit seinen Spielern hielt. Mit weitaus mehr Leidenschaft gingen die Ramlinger in der 2. Halbzeit zu Werke. In der 58. Minute führte ein Foulspiel von Mateusz Duraj an Marc-Robin Becker zu einem Strafstoß, den der ehemalige TSVer Sebstian Ernst zum 1:2-Anschlusstreffer verwandeln konnte. Die gelb-rote Karte für Ramlingens Nasmi Karak in der 65. Minute machte dann alle Bemühungen der Hausherren zu Nichte, noch in Unterzahl zum Ausgleich zu gelangen, obwohl sich noch einige Möglichkeiten für die Hausherren ergaben. Ein Konter des in der 2. Halbzeit überragenden Patrick Heldt führte in der 85. Minute zum 3:1.
RSE steht unter Zugzwang
„Wir müssen ab sofort viel mehr für unser Punktekonto tun“, erkannte bereits Kurt Becker. Mit nur zwölf Punkten trennt seine Mannschaft trotz des 11. Tabellenplatzes in der Fußball-Landesliga nur noch ein Punkt von den vier Abstiegsplätzen. Einen der Ränge nimmt der Tabellenvierzehnter SV Damla Genc Hannover ein, bei dem der SV Ramlingen/Ehlershausen am Sonntag bereits um 14 Uhr antreten muss. „Dieses Spiel hat für uns bereits Abstiegscharakter“, erkannte zu Recht Kurt Becker die Brisanz der Partie. Daher ist für den RSE ein Sieg unbedingt Pflicht, um sich in der Abstiegszone ein wenig Luft zu verschaffen.
Einweihung des neuen Klubheims
Dem Spitzenreiter OSV Hannover auf den Fersen bleiben, ist das Hauptanliegen der TSV Burgdorf, die am Sonntag bereits von 14 Uhr an mit dem TSV Pattensen den Tabellenzwölften zu Gast hat. „Das Spiel müssen wir gewinnen, wenngleich ich die Gäste stärker einschätze, als es ihr Tabellenplatz aussagt“, forderte bereits TSV-Coach Volker Herfort, der vor dem Ramlinger Spiel in der Tagespresse mit Abwanderungsabsichten seines Kapitäns Dennis Yeboah konfrontiert wurde, mit dem sich laut Aussage von Trainer Karsten Poerz der Bezirksligist TV Badenstedt einig sein soll. „Dennis Yeboah ist durch einen bis zum 30. Juni 2014 laufenden Vertrag als Vertragsamateur an uns gebunden. Wozu gibt es denn Verträge, wenn die Spieler plötzlich anders ticken, obwohl der Verein aus Badenstedt sogar tieferklassig spielt“, stellt sich Manager Ulrich Pigulla die berechtigte Frage. Zumal Dennis Yeboah Kapitän der Burgdorfer Landesligamannschaft ist und nun wohl auf Grund seines Verhaltens um sein Amt als Kapitän bangen muss.
Vor dem Spiel feiert die TSV Burgdorf am Sonntag von 12.30 Uhr an nach sechsmonatiger Bauzeit die Einweihung des neuen Fußball-Vereinsheimes „Die Tribüne“ im Rahmen eines Tages der Familie, zu der kein Eintritt erhoben wird. Überflüssig zu sagen, dass ein Sieg der TSV-Mannschaft für die Eröffnung des Vereinsheims im Stadion an der Sorgenser Straße der richtige Rahmen für diesen besonderen Tag wäre.