TSV Burgdorf darf sich nicht mehr viele Fehltritte erlauben

Kraftvoll setzt sich Daniel Trochymiuk von der TSV Burgdorf gegen Benjamin Fette (links) durch. (Foto: Kamm)
 
Mit über 400 Zuschauern verfolgt auch NFV-Direktor Bastian Hellberg (mittlere Reihe 4.v.r.) das Spiel zwischen der TSV Burgdorf und dem Heesseler SV. (Foto: Kamm)

Heesseler SV will gegen Preußen Hameln weiter punkten

BURGDORF (mj). Die TSV Burgdorf ist zwar auf dem Wege der Genesung. Doch nun bereits von einem der Titelkandidaten in der Fußball-Landesliga zu sprechen, wäre verfrüht. Auch beim 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen den Heesseler SV ließen die Burgdorfer vor knapp 400 Zuschauern ihr Können nur sporadisch aufblitzen. Am Ende hatten sie es sogar ihrem Torhüter Jan-Hendrik Kaffeya zu verdanken, der mit zwei Paraden eine mögliche Niederlage verhinderte.
TSV-Coach Ulrich Pigulla bezeichnete das Unentschieden zwar insgesamt als gerecht, doch stieß seine Aussage im gegnerischen Lager auf Widerspruch. „Heute war mehr drin als nur ein Remis. Wir haben hier zwei Punkte liegengelassen“, ärgerte sich Niklas Mohs, der von einem deutlichen Chancenplus seiner Mannschaft sprach. Immerhin räumte Ulrich Pigulla ein, dass die Punkteteilung nicht der Erwartungshaltung seines Klubs entspricht, der höhere Ziele anpeilt, als es bei den Gästen aus Heeßel der Fall ist, für die es nach einer Neuformierung nur um den Klassenerhalt geht.
Bei den Burgdorfern, die bei erst fünf Punkten aus vier Spielen aufpassen müssen, nicht den Anschluss nach oben frühzeitig zu verlieren, lief einiges nicht zusammen. Bereits ab der 20. Minute mussten sie nach einem Heeßeler Konter, den Jannis Iwan zur 1:0-Führung abschloss, einem Rückstand hinterher laufen. Trotz allen Bemühens mussten die TSVer bis zur 73. Minute warten, ehe Cetin Özgen nach einem Freistoß von Richard Becker mit einem Kopfball noch der 1:1-Ausgleichstreffer gelang.
Mit gewissem Zeitabstand war Heeßels Trainer Niklas Mohs aber nicht unzufrieden, dass seine junge, unerfahrene Mannschaft nun schon sieben Punkte aus den bisherigen vier Spielen holte und sich bereits auf den 3. Tabellenrang verbessern konnte. „Alles, was wir jetzt an Punkten holen können, ist gut für den Kampf um den Klassenerhalt“, sagte Niklas Mohs, der sich eine weitere Steigerung seiner Youngster in den kommenden Spielen erhofft. „Wir setzen im Gegensatz zu unserem Lokalrivalen auf die eigene Jugend. So etwas zahlt sich immer aus.“
Am Sonnabend wollen die Heeßeler im Heimspiel von 17 Uhr an gegen den Oberligaabsteiger Preußen Hameln 07 mit einem Heimsieg ihren Beitrag zu einer erfolgreichen Sportwoche des Heesseler SV leisten. Die Chancen stehen nicht schlecht. So konnten die Hamelner in ihren bisherigen vier Spielen erst einen Sieg holen. Mit bereits zwölf Gegentoren weisen die Hamelner die mit Abstand schlechteste Abwehr auf. „Die Hamelner sind aber nur schwer einzuschätzen, wie die Ergebnisse beweisen. Wer hätte es ihnen schon zugetraut, dass sie ausgerechnet beim heimstarken TSV Stelingen gewinnen“, fragt sich Niklas Mohs.
Ebenfalls am Sonnabend haben die TSVer die Gelegenheit, von 16 Uhr an beim 1. FC Wunstorf endlich den zweiten Saisonsieg zu erzielen. Auch die Wunstorfer, deren Spiel bei der SG Diepholz den Witterungsverhältnissen zum Opfer fiel, gehören bisher trotz namhafter Zugänge zu den Enttäuschungen der bisherigen Saison, wie nur ein Sieg aus drei Spielen beweist. So darf man gespannt sein, ob bei einem der Kontrahenten am Sonnabend der berühmte Knoten endlich platzt. Auf ein Wiedersehen mit Burgdorfs langjährigem Torjäger Elvedin Sabotic müssen die TSV-Fans verzichten, da „Beli“ Sabotic längerfristig wegen einer Verletzung ausfällt. Bei der TSV Burgdorf müssen verletzungsbedingt Tobias Redemann, Sergej Ginger und Huso Colic ersetzt werden. „Bei Michel Rodriguez hoffe ich, dass er nach seiner Ellenbogenverletzung am Sonnabend wieder mitwirken kann“, wünscht sich Ulrich Pigulla.