TSG hat den Titelgewinn in der Oberliga vor Augen

Spielmacher Paul Schirmer will mit der TS Großburgwedel auch gegen MTV Großenheidorn einen Sieg erzielen. (Foto: Holger Staab)

Wann kann die TS Großburgwedel die Meisterschaft feiern?

BURGWEDEL (hs). Das Ziel ist nicht mehr fern, aber noch muss die Turnerschaft Großburgwedel in der Handball-Oberliga einige Punkte einspielen, um es zu erreichen. Das Ziel heißt „Niedersachsenmeisterschaft“ und stand von Saisonbeginn an auf dem Wunschzettel der Mannschaft um Handballchef Dr. Karsten Hoppenstedt. Das haben schon die Neuzugänge angedeutet und das wurde auch schon vor der Serie bekanntgegeben. Noch sind sieben Spieltage zu überstehen, aber die Chance auf den Aufstieg in die 3. Liga wird immer konkreter.
Auch der MTV Großenheidorn wird die TSG am Sonnabend, 2. April, ab 19 Uhr kaum aufhalten können, die TSG-Mannschaft könnte sich nur selbst schlagen. TSG-Coach Heidmar Felixson ist allerdings realistisch genug, um zu wissen, dass ein weiterer Erfolg nicht ohne Einsatzbereitschaft gelingen kann. Dazu ist der Gast aus der Nähe des Steinhuder Meeres zu stark und kann frei aufspielen.
Für Großenheidorn ist die Saison so gut wie erledigt. Weder in Richtung Tabellenspitze, noch in Richtung Abstiegszone, kann sich etwas bewegen. Der gesicherte Mittelfeldplatz wird vermutlich auch am Ende der Spielzeit Bestand haben. Aber genau so eine Position könnte der TSG gefährlich werden. Die MTVer haben nichts zu verlieren und werden gerade gegen die Übermannschaft aus Burgwedel alles geben wollen, um eine Überraschung zu schaffen.
Der Tabellenführer sollte deshalb konzentriert ins Spiel gehen und sich keine Blöße geben. Immerhin hat die Mannschaft um Robertas Pauzuolis und Jan Krüger in eigener Halle noch keinen Punkt abgegeben, das soll auch so bleiben.
Dazu muss der starke Rechtsaußen der Gäste, Thorben Buhre, gut bewacht werden. Er erzielte bisher die meisten Treffer für seine Mannschaft und hat mit Bertrand Salzwedel einen ähnlich starken Spieler im Hintergrund. Auch Timm Franzke aus dem rechten Rückraum ist nicht ungefährlich und sollte von der TSG-Defensive früh gestört werden. Hinzu kommen Jonathan Semisch und die beiden Spielmacher Christian Reese und Sven Seegers. Kreisläufer Björn Teßmann ist auch nicht zu verachten und könnte im TSG-Mittelblock für Verwirrung sorgen.
Mit dem MTV kommt ein homogen auftretendes Team nach Burgwedel, dass keinesfalls unterschätzt werden sollte.
Schon im Hinspiel hatten die Großenheidorner den Favorit Burgwedel am Rand einer Niederlage und mussten sich erst nach großem Kampf mit 37:38-Toren geschlagen geben. Das Ergebnis sollte die TSG wachrütteln und zu besonderer Vorsicht anleiten. Nur eine, von der ersten Minute an, engagierte Leistung kann den doppelten Punktgewinn und den bisher geschaffenen Vorsprung von fünf Punkten vor HSG Northeim in der Tabelle erhalten.
Sollte ein erneuter Sieg mit der Ausnahmemannschaft der Oberliga gelingen, wird sich Großburgwedel langsam mit dem Gedanken vom Aufstieg beschäftigen und die Verantwortlichen im Verein die Planung für die 3. Liga intensivieren müssen. Vermutlich wird dann die Frage im Raum stehen, wann und nicht ob der Aufstieg gefeiert werden kann.