TS Großburgwedel will Im Heimspiel den Favoriten fordern

Steffen Dunekacke kommt von der Außenposition frei zum Wurf. (Foto: st)

TSG erwartet das Spitzen- und Nachwuchsteam des SC Magdeburg

BURGWEDEL (st). Der Trainer der Turnerschaft Großburgwedel, Jürgen Bätjer, könnte entspannt auf das Spiel am kommenden Wochenende schauen. Mit dem SC Magdeburg II kommt eine Spitzenmannschaft der 3.Liga in die Sporthalle am Schulzentrum „Auf der Ramhorst“, die TSG ist Außenseiter und wird ohne Druck aufspielen können. Aber wer den Coach der Burgwedeler kennt, der weiß, dass er, wie das für Trainer so üblich ist, viel Ehrgeiz hat und auch den Favoriten bezwingen möchte. Gerade im Heimspiel könnte das den Akteuren um Kreisläufer Lennart Carstens auch durchaus gelingen.
Die Turnerschaft wusste in den bisherigen zehn Begegnungen in der 3.Liga Nord durchaus zu gefallen. Zwar waren die Spiele nicht immer überzeugend, es gab auch vermeidbare Niederlagen, aber im Großen und Ganzen herrscht in Burgwedel Zufriedenheit. Bei 13:7-Punkten und dem 4. Platz ist das auch angebracht. Zuletzt wurde auch bei der SG Flensburg-Handewitt II ein weiterer Erfolg mit 35:28-Toren verbucht und die Mannschaft konnte sich Selbstvertrauen für die nächsten Partien erspielen.
Jetzt ist das Vertrauen in die eigene Stärke gefragt, denn gegen den Spitzenreiter SCM II am Sonnabend, 14. November, ab 19 Uhr, wird das Team schon eine Topleistung abliefern müssen, um einen weiteren Sieg verbuchen zu können. Auch danach wird die Aufgabe beim Topteam Dessau-Roßlauer HV am 21. November nicht einfacher werden. Zunächst gilt die volle Konzentration aber der Aufgabe Magdeburg.
Die Gäste haben eine sehr junge Mannschaft, die mit vielen Talenten aus dem Magdeburger Handballinternat bestückt ist. Sie spielen modernen Handball mit überfallartigen Gegenstößen und sind trotz ihrer jungen Altersstruktur sehr aggressiv in der Defensive, greifen die Aufbauspieler früh an und sind außerordentlich beweglich. Dadurch ist es schwer ein geordnetes Angriffsspiel aufzubauen und sich Lücken zu erarbeiten. Trainer Bätjer wird sich in der Abwehr, wie auch in der Offensive für das Spiel am Sonnabend schon etwas Besonderes einfallen lassen müssen, damit das Spiel ausgeglichen bleibt.
Die Magdeburger werden von Bennet Wiegert trainiert und konnten vor der Saison sechs Neuzugänge begrüßen. Alle neuen Akteure stammen aus der eigenen Jugend und wollen über die Drittligamannschaft in den Bundesligakader kommen. Marcel Popa, Sven Mevissen, Julian Schulze, Leon Ratzner, Andrej Filippov und Clemens Wetzel stehen für die Entwicklung im ostdeutschen Team und zeigen, wie mit guter Jugendarbeit ein guter Unterbau für ein Bundesligateam geschaffen werden kann. Ob die jungen Spieler den Sprung in die Eliteliga des Handballs schaffen, ist ungewiss, sie werden aber in jedem Spiel und auch in Burgwedel zeigen wollen, welche Qualität in ihnen steckt.
Gelingt es der TSG den Vorwärtsdrang der Gäste ein wenig zu unterbinden und die Partie bis weit in die zweite Spielhälfte offen zu gestalten, dann haben sie auch eine Chance auf einen Punktgewinn oder sogar eine Überraschung in Form eines Erfolges.