TS Großburgwedel muss Heimspiel gegen SG Flensburg/Handewitt gewinnen

Thomas Bergmann sollte vom Siebenmeterpunkt Treffsicherheit zeigen, damit der Erfolg gegen die SG Flensburg/Handewitt gesichert werden kann. (Foto: Holger Staab)

Mit engagiertem Spiel und Stimmung von den Rängen sollten zwei Punkte in Burgwedel bleiben

BURGWEDEL (hs). Gegen eine Ausbildungsmannschaft anzutreten, fällt immer schwer, denn man weiß nie so genau, mit welchem Kader der Gegner aufläuft. Die Turnerschaft Großburgwedel wird am Sonnabend, 27. Oktober, ab 17.30 Uhr versuchen, gegen die Bundesligareserve der SG Flensburg/Handewitt bestehen zu können. In eigener Halle sollte das gelingen, zumal der Saisonstart mit 5:9-Punkten nicht nach dem Geschmack von Trainer Jürgen Bätjer war und der Weg ins gesicherte Mittelfeld noch nicht abgeschlossen ist.
Den Start für eine Aufholjagd konnte die TSG am vergangenen Wochenende mit dem beeindruckenden 32:26-Auswärtssieg beim Favoriten HF Springe machen. Gegen Flensburg sollen auch zwei Pluspunkte eingespielt werden, das ist die klare Vorgabe von Bätjer. Diese Punkte wären äußerst wichtig, damit die Abstiegszone nicht wieder in bedrohliche Nähe kommt. Vor eigenem Publikum in der Halle des Schulzentrums „Auf der Ramhorst“ ist dies durchaus realisierbar, denn auch die Gäste starteten nur mäßig mit 3:9-Punkten in die ersten sechs Spiele. Kein Ruhekissen für die Spieler um Thomas Bergmann, am Sonnabend muss mit viel Einsatz und Engagement aufgelaufen werden. Sonst droht eine weitere Niederlage.
Die SG Flensburg/Handewitt hat mit Kai Nielsen einen neuen Trainer und Motivator und besteht aus Spielern im Alter zwischen 18 und 23 Jahren. Die meisten Akteure kommen aus der eigenen Jugend oder aus den Jugendabteilungen benachbarter Vereine. Sie wollen in der 3. Liga den Beweis antreten, für höhere Aufgaben qualifiziert zu sein und versuchen deshalb, in jeder Partie eine hundertprozentige Leistung zu geben. Dadurch droht Gefahr für die TSG, denn diesen Vorwärtsdrang muss der Gastgeber stoppen.
Mit Tjark Drexler von der HSG Tarp/Wanderup, Tim Witte, Aleksandar Djordjic, Christopher Rudeck, Tobias Wickert-Grossmann und Michael Williams aus der eigenen Jugend, Ove Jensen von HFF Munkbrarup und Jonas Ottensen aus der A-Jugend des THW Kiel wurden acht Spieler bei der SG neu verpflichtet. Allerdings wechselten auch sieben Spieler den Verein. Nielsen musste also eine neue Mannschaft aufbauen und die ist noch nicht eingespielt.
Das könnte ein Vorteil sein, aber auch die TSG ließ bisher einige Punkte liegen, weil das Team noch nicht gefestigt und eingespielt erscheint. Auch das Doppelspielrecht von Maurice Herbold und Kay Behnke bei Zweitligist Eintracht Hildesheim verbessert die Situation nicht. Dafür müssen jetzt die anderen Mannschaftsmitglieder in die Bresche springen und versuchen, am Sonnabend etwas Zählbares zu schaffen.
Wichtig wird das Rückzugsverhalten sein, denn die Flensburger werden jeden technischen Fehler oder Fehlwurf der TSG mit schnellen Gegenstößen bestrafen, wenn die Abwehr sich nicht rechtzeitig formiert hat. Die schnelle Außenspieler Brijan Schmidt und Simon Henning sind dazu jederzeit laufbereit. Zudem wird die Defensive der TSG auf Jonas Ottsen, Thies-Jakob Volquardsen und Morten Dibbert achten müssen. Die Rückraumspieler können überraschende und platzierte Würfe ansetzen und sind damit eine Gefahr für das von Jörg-Uwe Lütt gehütete Gehäuse.
Es wird demnach also nicht einfach, einen doppelten Punktgewinn zu erzielen, aber Burgwedel kann immer noch den Heimvorteil ausspielen und der dürfte nicht unerheblich sein, denn die Zuschauer werden ihre Mannschaft unterstützen. Gelingt es, die jungen Akteure der SG in Schach zu halten und im Angriff die Chancen sicher zu verwerten, dann sollten zwei Pluspunkte die Tabellensituation weiter verbessern. Für die nächsten schweren Aufgaben bei GWD Minden II und im Derby gegen TSV Burgdorf II würde das viel Selbstvertrauen bringen.