TS Großburgwedel landete am Ende auf Platz 6

Bastian Harendt von der Turnerschaft Großburgwedel konnte sich als bester Torschütze der Oberliga feiern lassen. (Foto: Holger Staab)

In der Oberligasaison 2010/2011 konnte die TSG durchaus überzeugen

BURGWEDEL (hs). Dr. Karsten Hoppenstedt schrieb im Laufe der Saison in der Hallenzeitung der Turnerschaft Großburgwedel: „Die Konzeption der Leitung der Handballabteilung, eine spielstarke Oberligamannschaft und einen gut organisierten Unterbau zu formen, geht auf.“ Er sollte auch bis zum Saisonschluss der höchsten niedersächsischen Spielklasse Recht behalten. Das TSG-Team um Trainer Mirco Hollstein erreichte in einer soliden Saison im Endklassement den 6. Tabellenplatz.
Nach dem Aufstieg aus der Verbandsliga wollte sich die TSG in der Oberliga etablieren, konnte mit dem 9. Platz in der Saison 2007/2008 und in der Spielzeit 2008/2009 den 11. Platz eine Mannschaft formen, die aus jungen Talenten und erfahrenen Akteuren bestand.
Auffälligster Neuzugang war sicher Torwart Jörg-Uwe Lütt. Er sollte der Defensive den nötigen Rückhalt geben und stellte dies auch bereits in den ersten Begegnungen unter Beweis.
Der Saisonstart mit 7:3-Punkten, nur einer Niederlage gegen die SG Hohnhorst/Haste (26:38) und einem bemerkenswerten 37:34-Erfolg bei der TSV Burgdorf II, konnte als gelungen bezeichnet werden. Das Team hatte sich gefunden und mit Bastian Harendt kristallisierte sich ein echter Torjäger heraus, der letztlich am Ende der Serie vor Christian Brand von der HG Rosdorf/Grone mit 259 Treffern den 1. Platz in der Oberligatorschützenliste einnehmen konnte.
In den folgenden Spielen zum Ende des Jahres 2009 waren die Ergebnisse nicht mehr so konstant, es gab kleine Querelen im Team, die laut Trainer Hollstein zwar nicht auf dem Spielfeld ausgetragen wurden, aber die Leistung sicher auch nicht förderten. Nach der 24:29-Niederlage gegen das Spitzenteam des VfL Hameln und der 32:34-Pleite beim SV Aue Liebenau fiel die Turnerschaft auf den 7. Platz zurück. Das letzte Spiel der Hinrunde und ein 34:30 Erfolg gegen den Nachbarn TuS Altwarmbüchen brachten in der Zwischenbilanz 18:12-Punkte ein. Der Anschluss an das Verfolgerfeld des Spitzenduos Lehrter SV und VfL Hameln konnte gehalten werden. Die beiden Teams hatten aber bereits einen komfortablen Vorsprung und der Aufstieg in die Regionalliga konnte nur noch zwischen diesen Mannschaften ausgespielt werden.
Mit vier Siegen in Folge starteten Mirko Thieme und Co exzellent in die Rückrunde und mussten erst beim 35:38 im Heimspiel gegen Burgdorf II wieder die negative Erfahrung einer Niederlage machen. Mit einem beachtlichen 33:33-Remis gegen den Lehrter SV meldeten sie sich aber postwendend zurück und sicherten den bis dahin erreichten 4. Tabellenplatz. Im März und April wurden die Leistungen allerdings schwankend, die Hollstein-Schützlinge kassierten einfach zu viele Gegentore und waren nicht mehr so souverän, wie in der Anfangsphase der Rückrunde.
Durch eine überraschend deutliche 25:34-Niederlage beim MTV Vorsfelde und einem 35:35-Unentschieden gegen Liebenau rutschte die TSG in der Tabelle etwas ab. Zudem warteten zum Saisonende auch noch schwere Gegner, wie VL Hameln und MTV Post/Eintracht Celle. Die Mannschaft kämpfte, aber gegen beide Teams mussten Niederlagen eingesteckt werden. Bei den Spielen gegen HSG Northeim (36:29), beim TV Eiche Dingelbe (32:30) und gegen SG Zweidorf/Bortfeld (30:30) konnten dagegen wichtige Punkte erzielt werden.
Das brachte in der Endabrechnung den guten 6. Platz mit 35:25-Punkten und 957:953-Toren ein. Das Saisonziel von Trainer Hollstein, der zu den „Top 5“ der Liga aufschließen wollte, wurde nicht ganz erreicht. Die Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern hat sich als wirkungsvoll erwiesen und der Mannschaft gehört sicher die Zukunft, auch wenn es noch viel Arbeit zu leisten gibt. Akteure wie Niklas Hinrichsen, Michael Edelburg oder Mirko Thieme können sich weiter entwickeln und mit den erfahrenen Spielern wie Jan Krüger oder Torwart Jörg-Uwe Lütt gemeinsame Interessen verwirklichen.
Die Verantwortlichen um Dr. Hoppenstedt wollen das Team langsam zu einem Spitzenteam aufbauen, müssen aber einige Spieler aus dem jetzigen Kader ersetzen. Florian Kunze kehrt zu seinem Heimatverein TSV Burgdorf zurück, Felix Richter wird bei HSV Hannover auflaufen, Arne Bischoff schließt sich HF Springe an, Hamoudi Salam, Naoufel Fathallah und Jan Knöchel verlassen die TSG mit unbekanntem Ziel. Als Neuverpflichtungen stehen mit Yannick Rabe (vom TV Eiche Dingelbe) und Christopher Mund (TuS Altwarmbüchen) erst zwei Spieler fest. Weitere Gespräche mit neuen Spielern werden geführt und die TSG ist zuversichtlich, noch Neuverpflichtungen vermelden zu können.