TS Großburgwedel ist auf dem Weg in die 3. Liga

Spielertrainer Heidmar Felixson führt sein Team auch mit verbissenem Gesicht an und hat Erfolg, der angestrebte Aufstieg in die 3. Liga ist zum Greifen nah. (Foto: Holger Staab)

Erster Aufstiegskandidat in die 3. Liga mit fünf Punkten Vorsprung

BURGWEDEL (hs). Das Ziel fest im Blick, einen Vorsprung von fünf Minuspunkten im Gepäck und eine Mannschaft, die durchaus tauglich für die 3. Liga ist – die Turnerschaft Großburgwedel ist in der Oberliga auf Kurs Niedersachsenmeisterschaft. Der damit verbundene Aufstieg in die 3.Liga ist den Verantwortlichen um Handballchef Dr. Karsten Hoppenstedt aber wohl noch wichtiger als der Meistertitel. Die TSG will sich in der Region Hannover einen Namen machen und sich hinter Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf als Handballhochburg etablieren.
Die Situation war schon vor der Saison klar. Nach den spektakulären Neuverpflichtungen von Spielertrainer Heidmar Felixson, Rückraumshooter Robertas Pauzuolis und Spielmacher Paul Schirmer wurde Großburgwedel als Topfavorit auserkoren. Mit der Unterstützung der Burgwedeler Wirtschaft, unter anderen mit Martin Kind, 96-Boss und Unternehmenschef von Hörgeräte Kind, sorgte Hoppenstedt auch für die finanziellen Mittel zur Verstärkung des TSG-Teams. In der Oberliga wurde schnell klar, dass die Mannschaft schwer zu schlagen sein wird.
Schon nach den ersten vier Begegnungen der Saison 2010/2011 und deutlichen Erfolgen gegen SG Zweidorf/Bortfeld (35:23), bei TV Stadtoldendorf (29:33), gegen MTV Vorsfelde (38:29) und bei HSG Nienburg (44:30) war der Weg an die Tabellenspitze geebnet. Auch ohne den Langzeitverletzten Regisseur Paul Schirmer und kleineren Verletzungen von Pauzuolis und Felixson konnte die TSG nicht gestoppt werden. Das schaffte erst VfL Hameln am 5. Spieltag. Mit einer 29:35-Niederlage kehrte die TSG aus der Rattenfängerstadt zurück.
Eine Pleite zur rechten Zeit und kein Beinbruch, denn in diesem Spiel war das Team nicht fit und konnte nicht die Leistung bringen, die eigentlich in ihr steckt.
Die folgende Erfolgsserie bewies dies überdeutlich - bis zum jetzigen Zeitpunkt folgten ausschließlich Siege und der beeindruckende Weg zurück an die Tabellenspitze. Eine solche Serie konnten die Hauptkonkurrenten Hameln, HSG Northeim, SV Alfeld und SV Aue Liebenau nicht mithalten. Sie mussten wichtige Punkte abgeben und verloren nicht nur durch die Partien gegeneinander an Boden. Die TSG dagegen zeigte nun gegen die direkten Mitbewerber um den Titel gute Form. Der SV Aue Liebenau (33:29) und der SV Alfeld (31:28) wurden erfolgreich auf Abstand gehalten und der Vorsprung an der Tabellenspitze wuchs bisher, aufgrund Punktverlusten der Verfolger, auf fünf Minuspunkten gegenüber HSG Northeim und sechs Pluspunkten gegenüber Liebenau an.
Neben den beiden Stars Felixson und Pauzuolis konnte sich besonders Lars Eichelmann auf der rechten Außenposition in den Vordergrund spielen und mit Jörg-Uwe Lütt hat die TSG einen bekannt sicheren Keeper zwischen den Pfosten. Das Punktekonto ist mittlerweile auf 26:2-Zähler angewachsen. Am 16. Januar können Mirko Thieme und seine Mitspieler die Hinrunde mit einem Erfolg bei HSG Northeim beenden. Eine Woche später startet die Rückserie mit der Partie bei der SG Zweidorf/Bortfeld. Es könnte ein Triumphzug der Turnerschaft werden, der mit Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga endet.
Von der Personaldecke der Mannschaft ist, nach der Rückkehr von Paul Schirmer, wohl kaum ein Einbruch zu erwarten, denn auch angeschlagene Akteure konnten bisher gut verkraftet werden. Dennoch ist für den isländischen Coach Felixson wichtig, sein Team fit zu halten und für jedes Spiel neu zu motivieren. Nachlässigkeiten darf sich die Mannschaft nicht erlauben. Auch wenn der Vorsprung komfortabel ist, sollten alle Gegner in der Liga ernst genommen werden. Gelingt es, die nötige Einstellung und in den Spielen Konzentration und Durchsetzungsvermögen zu erhalten, dann wird die TSG frühzeitig den Aufstieg feiern.