Traumfinale beim MARKTSPIEGEL-Pokal zwischen TuS Altwarmbüchen und SV 06 Lehrte

In einem hochklassigen Spiel zwischen TuS Altwarmbüchen und TSV Haimar/Dolgen bekamen die Zuschauer in Haimar viele fesselnde Torraumszenen geboten. (Foto: Kamm)
 
Im Derby zwischen dem SV 06 Lehrte und dem SuS Sehnde wurde mit hoher Intensität um jeden Ball gekämpft. (Foto: Kamm)

Hochklassiger Fußball auf Kreisebene in den Halbfinal-Begegnungen

HAIMAR/BURGDORF (de). SV 06 Lehrte gegen den TuS Altwarmbüchen lautet das Traumfinale des mit 1.600 Euro dotierten Marktspiegel-Pokals, an dem vom 23. Juli an insgesamt 20 Mannschaften teilnahmen. Als Gruppensieger qualifizierten sich beide Kreisligisten über das Viertel- und Halbfinale für das Endspiel, das nun am heutigen Sonnabend, 3. August, von 16 Uhr an auf der Anlage der TSV Burgdorf stattfindet. Während der Sieger neben dem Pokal noch eine Siegprämie von 700 Euro in Empfang nehmen kann, darf sich die unterlegene Mannschaft noch über einen Betrag von 400 Euro freuen. Im Halbfinale, das in Haimar stattfand, wurden beide Meisterschaftsaspiranten vor der Kulisse von 300 begeisterten Zuschauern ihrer Favoritenrolle gerecht.
Nachdem zunächst der SV 06 Lehrte den Klassengefährten SuS Sehnde mit 2:0 (1:0) besiegte, setzte sich auch der TuS Altwarmbüchen gegen den klassentieferen Aufsteiger TSV Haimar/Dolgen mit 3:0 (1:0) durch. Als richtige Entscheidung erwies sich die kurzfristige Maßnahme des Organisationsteams vom Marktspiegel, die Halbfinalbegegnungen in Haimar, anstatt wie vorgesehen in Hänigsen, auszutragen. Da sich die „Friesen“ nicht für das Halbfinale qualifizieren konnten und drei Teilnehmer des Semifinales, darunter auch der TSV Haimar/Dolgen, aus dem Raum Sehnde und Lehrte kamen, wurde der Austragungungsort kurzerhand mit dem Einverständnis des TSV Friesen Hänigsen nach Haimar verlegt, was bei allen Beteiligten auf große Zustimmung stieß.
SV 06 Lehrte –
SuS Sehnde 2:0
Vor der stimmungsvollen Kulisse hatte es der SV 06 Lehrte im Eröffnungsspiel des Halbfinales zunächst mit dem SuS Sehnde zu tun, den er mit 2:0 (1:0) besiegen konnte. 06-Coach Lars Bischoff sah trotz des Erreichen des Endspiels keinen Grund, in Jubelstürme auszubrechen. „Dafür habe ich bei meiner Mannschaft noch zu viele Schwächen gesehen. Wie schon beim 2:0-Viertelfinalsieg über Hertha Otze sind wir zu selbstgefällig aufgetreten. Wir waren einfach nicht zwingend und heiß genug, um den Gegner in die Knie zu zwingen“, ärgerte sich Lars Bischoff. So dauerte es, bei einer verkürzten Spielzeit von zweimal 35 Minuten, bis kurz vor dem Halbzeitpfiff, ehe Mithat Tavan (28.) sich den bereits verloren gegangenen Ball zurück erkämpfte und zur viel umjubelten 1:0-Führung einschoss. Wer gedacht hatte, dass der SuS Sehnde in der 2. Halbzeit zu einem Sturmlauf ansetzen würde, um für eine Wende zu sorgen, wurde enttäuscht. „Ich hätte mir von meiner Mannschaft mehr Biss und Laufbereitschaft gewünscht“, sagte Sehndes Trainer Mirko Feuerhahn, der nur mit den Anfangsminuten seiner Mannschaft zufrieden war. „Da besaßen wir durch Cem Aksoy und Philip Redmann zweimal die Möglichkeit, ein Tor zu machen“, ärgerte sich Sehndes neuer Trainer, der den verdienten Sieg der 06er aber nicht in Frage stellen wollte. „Für das Erreichen des Endspiels haben wir vor allem in der 2. Halbzeit viel zu wenig gezeigt.“ Für die endgültige Entscheidung im Spiel sorgte Benjamin Wente (63.), als er einen von Ugur Tomen an Brahin Khalki verursachten Foulelfmeter zum 2:0-Endstand verwandelte.
TuS Altwarmbüchen –
TSV Haimar/Dolgen 3:0
Als „Hecht im Karpfenteich" hat sich in den bisherigen Spielen des Marktspiegel-Pokals der TSV Haimar/Dolgen erwiesen. Vier Siege, darunter zwei Erfolge über Kreisligisten, hatten den Aufsteiger zur 1. Kreisklasse bis ins Halbfinale katapultiert. Wer nun allerdings gedacht hatte, dass der Mannschaft von Trainer Jörg Kretzschmar gegen den ambitionierten TuS Altwarmbüchen ein weiterer Husarenstreich gelingen würde, sah sich getäuscht. Gerade mal sechs Minuten waren gespielt, als Tibor Strutzke (6.) mit einem Schlenzer die 1:0-Führung für den TuS Altwarmbüchen gelang. Zuvor hatte bereits Mayeul Laudien seine Gefährlichkeit angedeutet, als er in aussichtsreicher Position vergab. In der 1. Halbzeit war es vor allem Stefan Doering, der mit torgefährlichen Aktionen glänzte. So in der 2. und 25. Minute, als er nur die Latte traf. Auch in der 2. Halbzeit ergaben sich etliche Möglichkeiten für den TuS Altwarmbüchen. Doch wehrte sich der Außenseiter aus Haimar nach besten Kräften und glänzte vor allem im Abwehrverbund mit disziplinierter Spielweise, sodass es die Altwarmbüchener schwer hatten, sich trotz weiterer klarer Chancen von Christian Daniel, Philip Rietzke und Sascha Daniel durchzusetzen. Es fehlte nicht viel und der TSV Haimar/Dolgen wäre in der 59. Minute bei einem Freistoß fast zum Ausgleich gekommen. Es bedurfte schon eines energischen Einsatzes von Altwarmbüchens Tibor Strutzke, um den freistehenden Stephan Vollmer im letzten Moment am Einschuss zu hindern, dem ein Freistoß von Max Albrecht vorausging. Die Hoffnung des TSV Haimar/Dolgen, sich nach der verpassten, einzigen klaren Gelegenheit doch noch mit einem Ausgleichstor zum 1:1 in ein dann folgendes Elfmeterschießen zu retten, endete bereits im Gegenzug.
So erreichte in der 60. Minute die Flanke von Alexander Bartsch den freistehenden Philipp Garbotz, der zum 2:0 einschoss. Als der TSV Haimar/Dolgen nach dem Rückstand die Abwehr ein wenig lockerte, um doch noch zu einem Treffer zu kommen, nutzte Alexander Bartsch seine Rolle als erfolgreicher Joker und sorgte in der 65. Minute nach einem Zuspiel von Sascha Daniel mit seinem Tor für den 3:0-Endstand zu Gunsten des TuS Altwarmbüchen. „Wir haben gegen einen gut organisierten Gegner geduldig gespielt, um dann unsere Torchancen zu nutzen“, freute sich TuS-Trainer Darijan Vlaski, während sein Haimarer Trainerkollege Jörg Kretzschmar „von einem verdienten Sieg des TuS Altwarmbüchen“ sprach, gegen den seine Mannschaft aber „mit taktisch kluger Spielweise lange Zeit erbitterten Widerstand leisten konnte“.