Talentschmiede der TSV Burgdorf spielte solide

Hatte in der abgelaufenen Saison mit Verletzungen zu kämpfen – Frederic Repke. (Foto: Holger Staab)

Oberligasaison der TSV Burgdorf II war von Höhen und Tiefen geprägt

BURGDORF (hs). In der Oberligasaison 2010/2011 konnte sich die Bundesligareserve der TSV Burgdorf nach anfänglichen Schwierigkeiten einen guten Mittelfeldplatz erarbeiten und hat damit die Erwartungen durchaus erfüllt. Auch in der abgelaufenen Spielzeit war die Mannschaft als Ausbildungsteam angetreten, die jungen Talente und Spieler aus der A-Jugend sollten Erfahrungen im Herrenbereich sammeln, Härte gewinnen und sich für höhere Aufgaben qualifizieren. In einigen Spielen haben die jungen Spieler zudem durchaus bewiesen, dass die höchste Spielklasse in Niedersachsen der richtige Einstieg in den Herrenbereich ist und mit guten Leistungen überzeugt.
Besonders in den ersten Begegnungen der Saison fehlten bei der TSV II noch der Zusammenhalt und das Zusammenspiel. Die neuformierte Mannschaft um Thomas Engler kassierte gleich am 2. Spieltag mit 27:32-Toren die erste Niederlage bei der SG Zweidorf/Bortfeld und landete nach fünf Partien mit 4:6-Punkten nur auf dem 11. Platz des Zwischenklassements. Besonders in Auswärtsspielen war die junge Truppe anfällig und kassierte einige vermeidbare Niederlagen.
Aber es gab auch starke Vorstellungen, wie der für den VfL Hameln deklassierende 41:29-Erfolg zum Abschluss der Hinrunde. Zu diesem Zeitpunkt lag die Mannschaft im gesicherten Mittelfeld und hatte mit 15:15-Punkten einen ausgeglichenen Punktestand. Die Mannschaft musste aber auch einen Trainerwechsel verkraften. Thomas Engler stellte sein Amt zur Verfügung und Carsten Schröter übernahm die Mannschaft um Robin Kothe.
Nach einer 33:38-Niederlage zum Rückrundenstart beim MTV Großenheidorn machte sich die Handschrift von Schröter immer stärker bemerkbar und die „Zweite“ startete eine kleine Erfolgsserie. Nach vier Siegen in Folge gelang der Sprung auf den 6. Tabellenplatz. Die Mannschaft hatte sich gefunden, spielte aggressiv und gleichzeitig ihre Schnelligkeit aus. Die jungen Spieler kamen mit der Doppelbelastung A-Jugend und 2. Herrenmannschaft immer besser klar und so ließ auch der Erfolg nicht lange auf sich warten. Auch die Topmannschaft HSG Northeim wurde nach einer tadellosen Vorstellung in eigener Halle mit 32:17-Toren deklassiert.
Es gab allerdings auch Formschwankungen. Bei der HSG Nienburg unterlagen die Schröter-Schützlinge mit 23:31-Toren oder später gegen MTV Post/Eintracht Celle mit 35:37-Treffern. Dazwischen wurde aber auch Auswärts gepunktet und der 33:30-Erfolg beim SV Alfeld war ein Zeichen, das die Mannschaft immer besser harmonierte. Bis auf den 4. Platz konnte sich die TSV II vorarbeiten. In den letzten Partien der Serie wurden die A-Jugendlichen aufgrund der bevorstehenden Viertelfinals um die Deutsche Meisterschaft allerdings geschont und so musste das Team einige Niederlagen verkraften.
Mit dem letztlich guten 7. Tabellenplatz mit 33:27-Punkten und 995:970-Toren waren Mannschaft und Trainer zufrieden. Nach der Saison ist vor der Saison und so hat die TSV schon jetzt die Planungen für die Bundesligareserve in Angriff genommen und mit Sven Lakenmacher einen neuen Coach verpflichtet. Er löst den nunmehr für die A-Jugend- Bundesligamannschaft und die B-Jugend-Oberligamannschaft zuständigen Carsten Schröter ab.
Klar ist, dass die Oberligamannschaft weiterhin ein Ausbildungsteam sein wird, in Zukunft möchte Burgdorf mit der Mannschaft aber noch eine Klasse höher angesiedelt sein. Der Aufstieg in die 3.Liga soll nicht mit aller Macht erzwungen werden, aber das Ziel wird in den nächsten Jahren in Betracht gezogen.
Zunächst haben die Spieler erst einmal ihre verdiente Handballpause angetreten und werden erst Mitte Juli wieder zur ersten Vorbereitungsphase zusammentreffen. Bis dahin muss jeder Akteur sich körperlich mit Kondition erhaltendem Training fit halten, damit er im Juli nicht von null beginnen muss.