Tagesform wird über Sieg und Niederlage entscheiden

Auf TTK-Spielerin Kadrina Junker warten schwere Aufgaben am Wochenende. (Foto: TTK Großburgwedel)

2. Tischtennis-Bundesliga Nord der Damen

BURGWEDEL (r/jk). Nach einer vierwöchigen Pause meldet sich der Tabellenachte TTK Großburgwedel in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Damen Nord mit zwei Auswärtspartien zurück. Am Sonnabend (14 Uhr) ist der Tabellenvierte TTK Anröchte Gastgeber und am Sonntag (14 Uhr) Verfolger TV Kupferdreh.
In Anröchte warten auf Spitzenspielerin Laura Matzke zwei schwere Aufgaben, denn die 44-jährige, dreifache niederländische Mannschafts-Europameisterin Elena Timina ist mit allen Wassern gewaschen und Abwehrspezialistin. Marta Golota besticht mit ihrer Rückhand. Die beiden Spielerinnen kennen sich aus der 1. Bundesliga, als beide das Trikot von Hannover 96 trugen. „Ich kann meine Chancen eigentlich gar nicht so recht einschätzen. Bisher war es gegen Marta immer sehr ausgeglichen. Da ich im Moment wirklich viel Stress an der Uni habe, werde ich wohl nicht in Topform sein, aber auf jeden Fall werde ich mein Bestes geben“, sagt die 25-jährige Matzke. Im Landkreis Essen in Nordrhein-Westfalen wartet beim Tabellenneunten noch einmal eine wichtige Partie mit positiven Möglichkeiten für den Aufsteiger, denn die Gastgeberinnen bilanzierten bislang zwei Siege, der TTK einen Erfolg und zwei Unentschieden. Kupferdreh lebt in erster Linie von seiner Führungsspielerin Guo Pengpeng, die bei 3B Berlin Tischtennis bereits Erfahrungen in der 1. Liga sammelte, aber auch schon zwei Jahre für den TTK Großburgwedel aktiv war. „Guo kam gerade nach Deutschland und wohnte in Bielefeld. Sie war seinerzeit sehr schüchtern und sagte, dass sie eigentlich kein Tischtennis spielen könne. Doch sie wurde nicht nur 1998 und 99 Vereinsmeisterin bei uns, sondern nahm an zahlreichen, nationalen Turnieren mit guten Ergebnissen teil“, erinnert sich Teambetreuer Michael Junker. „Gegen Guo habe ich schon öfter gespielt, es wird auf die Tagesform ankommen. Aber ich hoffe, dass wir uns vor Weihnachten noch ein paar Pünktchen schenken“, gibt sich Matzke optimistisch.
Einen Sprung nach vorn machte die erst 16-jährige Amelie Rochteteau im Dress des TTK. „Amelie hat sich die letzten Wochen sehr positiv entwickelt. Nun darf man nicht erwarten, dass sie alles gewinnt, aber sie erreichte das Stadium, dass sie gut Paroli bietet. Das freut uns natürlich sehr. Anröchte wird wohl nicht unser Maßstab sein, aber aus Kupferdreh wollen wir etwas Zählbares mitnehmen“, erklärt Junker.