SV Ramlingen/Ehlershausen ist so gut wie abgestiegen

Nach 0:2-Niederlage gegen SC Langenhagen keine Chance auf den Klassenerhalt

RAMLINGEN (de). Fußballfreunde, die den Oberligafußball schätzen gelernt haben und zu den ständigen Besuchern der Spiele des SV Ramlingen/Ehlershausen gehören, sollten sich die Termine notieren, in denen sie den RSE noch in einem Punktspiel der höchsten Spielklasse Niedersachsens sehen können. Den Auswärtsspielen beim FC Eintracht Northeim (18. Mai), VfL Osnabrück II (29. Mai) und Eintracht Nordhorn (11. Juni) stehen noch drei Heimspiele gegenüber.
Die erste Heimpartie findet bereits am Sonntag von 15 Uhr an gegen den SV Drochtersen/Assel statt, gegen den die Ramlinger im Hinspiel mit 1:6 den Kürzeren zogen. Am 22. Mai ist Teutonia Uelzen in Ramlingen zu Gast. Die Abschiedsvorstellung vor heimischen Publikum aus der Oberliga wird dann der Heimauftritt am 5. Juni gegen den FC Eintracht Northeim sein.
Wer es bisher noch nicht glauben wollte, wurde spätestens am Mittwochabend im Nachholspiel des RSE gegen den SC Langenhagen eines Besseren belehrt. Die Mannschaft von Trainer Kurt Becker wird nach der 0:2 (0:0)-Niederlage eine der sechs Mannschaften sein, die zu den Absteigern zählt und in der kommenden Saison in der Landesliga spielen muss. Zwar bestehen noch theoretische Chancen, in der Oberliga zu bleiben, doch beträgt der Abstand der Ramlinger mit nur 24 Punkten bereits zwölf Zähler auf einen Nichtabstiegsplatz. Wer mag da bei nur noch sechs Spielen noch an den Klassenerhalt zu glauben, zumal die noch für den Abstieg in Frage kommenden Mannschaften des SV Drochtersen/Assel und FC Hansa Lüneburg noch punkten werden.
Am Sonntag möchte das Kurt Becker im Spiel seiner Mannschaft gegen den SV Drochtersen/Assel (15 Uhr) verhindern. Mit dem Engagement, mit dem die Ramlinger Mannschaft im Heimspiel vor über 400 Zuschauern gegen den SC Langenhagen aufgetreten ist, sollte dies allemal machbar sein. „Wenn wir immer so gespielt hätten, wie heute gegen den SCL, ständen wir nicht da unten“, war dann auch nach dem Schlusspfiff aus Kreisen der Ramlinger Spieler zu hören.
Tatsächlich lieferten sich beide Mannschaften in einem gutklassigen Spiel mit hohem kämpferischen Einsatz einen offenen Schlagabtausch, wobei sich besonders beide Torhüter Alexander Dlugaiczyk (SCL) und Benjamin Brosche (RSE) auszeichnen konnten. Zwar sprach Kurt Becker nach dem Spiel von einem Chancenplus für seine Mannschaft, doch waren die Langenhagener stets gefährlich und besaßen durch Torben Deppe (Nr. 4) auch einige Hochkaräter, von denen der SCler nur eine in der 55. Minute zur 1:0- Führung nutzen konnten. Pech für die Ramlinger, bei denen der frühere Bundesligahandballer Heidmar Felixson ab der 61. Minute ein gelungenes Debüt mit einer Riesenchance zu verzeichnen hatte, dass in der Endphase der Partie Robert Hauk die gelb-rote Karte sah. In der Schlussminute machte Florian Bertalan mit einem Volleyschuss aus spitzem Winkel mit dem 2:0 dann endgültig alles klar.