SV Ramlingen//Ehlershausen II sichert sich souverän den Turniersieg beim MARKTSPIEGEL-Pokal

(Foto: Kamm)
 

Heeßels Reserve zwang im kleinen Finale Hertha Otze in die Knie

BURGDORF (de). Das Endspiel um den MARKTSPIEGEL-Pokal zwischen dem SV Ramlingen/Ehlershausen II und Friesen Hänigsen war eine eher einseitige Angelegenheit. Vor rund 300 Zuschauern auf der Anlage des 1. FC Burgdorf ließ die Ramlinger Reserve beim 2:0 (2:0)-Sieg über die gesamte Spieldistanz keinen Zweifel daran, dass sie am Finalspieltag die bessere Mannschaft war und den MARKTSPIEGEL-Pokal gewinnen wollte.
Für den Turniersieg nahm Mannschaftskapitän Florian Koch von MARKTSPIEGEL-Geschäftsführer Klaus Hoffmann nicht nur 500 Euro, sondern auch einen Pokal in Empfang, der nun in den Vitrinen des RSE-Klubhauses einen dauerhaften Platz finden wird. Für die „Friesen“, die im Endspiel nicht ganz die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen konnten, kassierte Nils Bork als Trostpflaster für den entgangenen Pokalsieg noch 300 Euro.
Dramatisch ging es im kleinen Endspiel um Platz 3 zu, das der Heesseler SV II trotz eines 0:2-Halbzeitrückstandes mit 3:2 zu seinen Gunsten entschied und dafür mit 200 Euro belohnt wurde, während die Otzer noch 100 Euro kassierten.

Friesen Hänigsen -
SV Ramlingen/E. II 0:2 (0:2)

Mit der Reserve des SV Ramlingen/Ehlershausen wurde zweifelsohne die beste Mannschaft des Turniers verdienter Pokalsieger. Der Bezirksligaabsteiger, der bereits die Vorrunde ohne Verlustpunkt überstand und sich auch im Viertelfinale und im Halbfinale deutlich zu behaupten wusste, dominierte im Endspiel gegen den TSV Friesen Hänigsen recht eindeutig. Den „Friesen“ war ein Bemühen nicht abzusprechen, doch wirkte die Mannschaft recht gehemmt und wusste sich nur wenige Torchancen herauszuarbeiten. Eine davon allerdings in der 17. Minute, als ein Schuss von Manuel Winkelmann von Ramlingens Torhüter Tim Schulze mit einer Glanzparade abgewehrt wurde.
„Vielleicht hätte das Spiel dann einen anderen Verlauf genommen, wenn Ramlingens Torhüter nicht so glänzend gehalten hätte und wir dann zum 1:1 ausgeglichen hätten“, spekulierte Hänigsens Trainer Jürgen Jung. Quasi im Gegenzug erhöhte Delil Savucu (19.) mit einem platzierten Volleyschuss ins Dreieck auf 2:0, nachdem die RSEer durch einen Freistoß von Mirko Blech bereits in der 11. Minute mit 1:0 in Führung gegangen waren, bei dem die Mauer allerdings alles andere als gut postiert war.
Danach boten sich beiden Mannschaften noch zahlreiche Gelegenheiten zu einer Resultatsverbesserung. Allerdings blieb es bis zum Abpfiff beim 2:0 für die Ramlinger, nachdem Malte Bork Mitte der 2. Halbzeit die letzte Gelegenheit für die „Friesen“ zum Anschlusstreffer vergab. „Am verdienten Sieg der Ramlinger gibt es nichts zu deuteln“, gab dann auch Hänigsens Trainer Jürgen Jung zu, während RSE-Kotrainer Peter Müller, der den privat verhinderten Ramlinger Chefcoach Alf Miener vertrat, sich über den Pokalerfolg zu Recht freuen durfte. „Ich finde, unsere Spieler haben das richtig gut gemacht und sind zu recht Pokalsieger geworden.“

TSV Friesen Hänigsen: Tim Schreiber - Mau, Galeszka (46. Klingberg/87. Özden), Sven Heinemann, Liebenau - Benjamin Otte, Simon Schreiber (56. Gluch) - Winkelmann, Hassen, Nils Bork - Malte Bork.
SV Ramlingen/Ehlershausen II: Schulze (46. von Moltke) - Weindl, Lübow, Tepper (46. Junghannß), Köhne (46. Bawardi/58. Meier) -Delil Savucu, Blech (84. Cömlek) - Schubert (66. Steppuhn), Blaschke (88. Marczynski), Koch - Richter (88. Hennies).

Heesseler SV II -
Hertha Otze 3:2 (0:2)

Als es nach einer guten halben Stunde im Spiel um den dritten Platz zwischen der Reserve des Heesseler SV und dem SV Hertha Otze nach Toren von Marcel Kubicki (12.) und Jan Henties (35.) bereits 2:0 für die Otzer stand, da setzte kaum einer noch einen Pfifferling auf den klassentieferen Gegner aus Heeßel. Zumal der kleine HSV aufgrund von Personalproblemen zunächst nur mit zehn Spieler auskommen musste und sich erst in der Halbzeit durch Christopher Oelkers komplettieren konnte.
Doch kam es anders. Als den Heeßelern bereits in der 48. Minute nach einem Foul von Sascha Janazewski an Thorben Fritsch ein Strafstoß zugesprochen wurde, verwandelte der etatmäßige Torhüter den Strafstoß zum 1:2-Anschlusstreffer. Mit zunehmender Spielzeit steigerten sich die Heeßeler immer mehr und kamen in der 74. Minute durch ein Kopfballtor von Steven Kriesten zum 2:2-Ausgleich. Die nun völlig konfusen Herthaner erlaubten sich fünf Minuten vor dem Abpfiff ein weiteres Foul im Strafraum, als Salvatore Castronovo den HSVer Tim Niedner zu Fall brachte. Julian Schmidtmann ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den fälligen Elfmeter (85.) zum 3:2 für den Heesseler SV II. „Beide Elfmeter waren berechtigt, weil wir zu dumm waren, uns regelkonform im Zweikampf zu verhalten“, fand Otzes Trainer Dirk Bierkamp. Des Lobes voll war hingegen Heeßels Coach Olaf Herzog. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, was sie erreicht hat. Sie hat sich nie aufgegeben und wurde dafür zu Recht noch belohnt.“
Heesseler SV II: Tews - Knabenschuh, Ehrenberg, Kriesten, Niedner - Harmeling - Bielmann, Daug Schmidtmann, Oelkers (ab 46. Min.) - Fritsch.
Hertha Otze: Nion-Suarez - Janaszewski, Bohnsack, Klyscz, Kubicki (46. Castronovo) - Doran Savucu, Schaf, Okine, Toprak (46. Nevat Savucu), Henties (70. Meyer) - Priess.