SuS Sehnde sorgt für Überraschung

Den Schussversuch von Adler Hämelerwalds Julian Kahnt (rechts) beobachten Burgdorfs Nico Eccarius (Bildmitte) und Adrian Wagner (dahinter). (Foto: Klaus Depenau)
 
Die Glückwünsche zur 1:0-Führung nach bereits drei Minuten nimmt Burgdorfs Neuzugang Hendrik Göhr (Nr. 10) von seinem Mannschaftskameraden Nico Eccarius (links Nr. 8) entgegen, während sein Mannschaftskamerad Leonardo Berisha (rechts Nr. 30) das Ereignis freudestrahlend zur Kenntnis nimmt. (Foto: Klaus Depenau)

Bezirksligaaufsteiger besiegt den Landesligisten SV Ramlingen/Ehlershausen im Halbfinale des Klaus-Hoffmann-Cups mit 3:1 / Finalgegner ist die TSV Burgdorf

ALTKREIS (kd). Mit der TSV Burgdorf und der Überraschungsmannschaft vom SuS Sehnde haben sich beim Klaus-Hoffmann-Cup die beiden besten Teams des Turniers durchgesetzt. Am heutigen Samstag, 27. Juli, werden sie ab 18 Uhr das Finale in der Marktspiegel-Arena an der Sorgenser Straße bestreiten.
Während der SuS Sehnde sich im Halbfinale vor 150 Zuschauern gegen den Landesligisten SV Ramlingen/Ehlershausen mit 3:1 zu behaupten wusste, hatte die TSV Burgdorf zuvor wenig Mühe, um den SV Adler Hämelerwald mit 5:0 zu besiegen. Die Verlierer der beiden Halbfinalspiele müssen werden heute ab 14 Uhr, ebenfalls in der Marktspiegel-Arena, um Platz 3 spielen. Zwischen dem Finale des Klaus-Hoffmann-Cups und dem Spiel um Platz drei wird ab 16 Uhr das Endspiel des Marktspiegel-Pokals ausgetragen (siehe separater Artikel).

SV Adler Hämelerwald - TSV Burgdorf 0:5

Einen spannenden Verlauf hatten sich die Zuschauer für das Duell des Außenseiters vom SV Adler Hämelerwald gegen den Landesligisten TSV Burgdorf gewünscht. Doch wurden alle Spekulationen bereits nach fünf Minuten über Bord geworfen. Bereits zu diesem Zeitpunkt führte die TSV Burgdorf durch Tore von Neuzugang Hendrik Göhr (3.) und nach einem Alleingang von Nico Eccarius (5.) mit 2:0 Toren. Als dann auch noch Leonardo Berisha (15.) bei brütenden Temperaturen nach einer Viertelstunde auf 3:0 erhöhte, war bei einer Spielzeit von zwei mal 35 Minuten im Grunde genommen die Entscheidung zu Gunsten der TSV Burgdorf gefallen.
Zumal die Burgdorfer noch vor der Pause nach einem gelungenen Angriff durch Julian Poth (30.) auf 4:0 erhöhen konnten. "Meiner Mannschaft hat heute die Körpersprache gefehlt. Ich habe noch in der Halbzeitpause an sie appelliert, sich nicht abschlachten zu lassen", sagte Hämelerwalds Trainer Peter Wedemeyer, dessen Mannschaft sich nach dem Seitenwechsel trotz der verletzungsbedingten Auswechslung ihres Torjägers Florian Pröve zu steigern wusste, was auch daran lag, dass Alexander Klingberg nach hinten beordert wurde und das Abwehrzentrum mit großer Umsicht dirigierte.
So ließen die "Adler" dann nur noch einen Treffer durch Nico Eccarius in der 59. Minute zum 5:0-Endstand für die TSV Burgdorf zu, was TSV-Trainer Holger Kaiser dann auch freudestrahlend zur Kenntnis nahm: "Die erste Etappe zum Pokalsieg haben wir mit einer passablen Leistung bestanden." Hämelerwalds Trainer Peter Wedemeyer meinte hingegen: "Man hat heute doch den Klassenunterschied gesehen.
SV Adler Hämelerwald setzte folgende Spieler ein: Jan Pröve - Arwed Gronsky, Moritz Wagner, Jonas Winkler, Julian Kahnt, Alexander Klingberg, Serhed Deniz, Kevin Peter, Lukasz Stefko, Marco Klingberg, Marvin Pröve, Wanja Woltersdorf.
TSV Burgdorf setzte folgende Spieler ein: Norman Volber, Karim Jelalli, Adrian Wagner, Julius Moraitis, Nico Eccarius, Hendrik Göhr, Tom Selzam, Jonas Künne, Johannes Kaminski, Mathis Peters, Marc Bodenburg, Jason Mau, Julian Poth, Leonardo Berisha, Dimitrij Gottfried.


SuS Sehnde - SV Ramlingen/Ehlershausen 3:1

Für die bisher größte Überraschung des Turniers sorgte Bezirksligaaufsteiger SuS Sehnde mit dem 3:1(1:0)-Erfolg über den SV Ramlingen/Ehlershausen, der auch in dieser Höhe verdient war. Dabei hätten die Ramlinger nach dem 4:0-Sieg des SuS Sehnde im Viertelfinale über den FC Lehrte eigentlich gewarnt sein müssen. "Doch haben wir uns viel zu viele Fehler erlaubt und leider das nicht umgesetzt, was ich versucht habe, ihnen näher zu bringen", zeigte sich dann auch Ramlingens Trainer Philipp Gasde maßlos enttäuscht vom Auftritt seiner Mannschaft, die viel zu ideenlos gegen eine vom Siegeswilllen beseelte Sehnder Mannschaft agierte, um erfolgreich zu sein.
Es passt zum Spiel, dass ausgerechnet Kesip Caran, der noch bis zur Sommerpause für den RSE auflief, seiner ehemaligen Mannschaft mit gleich zwei Toren den K.o verpasste. Für die Führung des SuS Sehnde zeichnete aber in der 24. Minute Daniel Rohne verantwortlich, der bereits beim 4:0-Sieg über den FC Lehrte mit einem Hattrick von sich reden machte. Kesip Caran war es, der in der 33. Minute seine Torgefährlichkeit mit dem 2:0 unterstrich.
Zwar schöpfte der SV Ramlingen/Ehlershausen nach der Pause noch einmal Hoffnung, als ihnen durch ihren vom TSV Havelse gekommenen Neuzugang Can Gökdemir in der 49. Minute der 1:2-Anschlusstreffer glückte. Doch währte die Hoffnung auf eine Wende nicht lange: Bereits in der 52. Minute stellte Kesip Caran mit dem 3:1 wieder den alten Zwei-Tore-Abstand her. Fortan berannten die Ramlinger zwar das Tor des SuS Sehnde, doch war vieles nur Stückwerk, sodass die Sehnder Hintermannschaft zumeist Sieger blieb und nur wenige Chancen des höherklassigen Gegners zuließ.
SuS Sehnde begann mit: Tim Mattus, Jörn Bettges, Kesio Caran, Sahin Caran, Marius Steinke, Daniel Rohne, Dennis Tessmann, Patrick Politze, David Bruns, Jasper Bartke, Daniel nbeitzke.
SV Ramlingen/Ehlershausen setzte folgende Spieler ein: Marcel Maluck, Hüseyin Yüksel, Timo Gieseking,Marvin Strohschänk, Johannes Lübow, Can Gökdemir. Mitchelll Jordan, Paul Dietrich, Philip Wagner, Bülent Durduran, Maximilian König, Melvin Meyer, Georgios Firiaridis, Jan Spies, Christopher Weindl, Jan Reuter,, Hannes Müller, Louis Engelbrecht.