Schweres Relegationsspiel für Friesen Hänigsen beim TSV Groß Munzel

Im Abstiegskampf müssen die „Friesen“ mindestens einen Punkt holen

HÄNIGSEN (kd). Es war schon verrückt, was sich nach Saisonschluss noch in der Fußball-Kreisliga, Staffel 1, ereignete. Da hatten sich die „Friesen“ aus Hänigsen nach dem 8:0-Sieg über den FC Lehrte II gefreut, dass sie noch am letzten Spieltag als Tabellenvierzehnter bei Punktgleichheit mit dem TSV Germania Arpke aufgrund der um 26 Treffer besseren Tordifferenz einem direkten Abstiegsplatz entgangen waren. Doch wurde die Mannschaft von Trainer Uwe Springfeld danach von einer Hiobsbotschaft überrascht.
Schuld daran war mit Michael Opitz indirekt ausgerechnet ein ehemaliger Friesen- Spieler, der als Trainer des SV Arnum in den Relegationsspielen der Bezirksligen mit seiner Mannschaft durch ein 3:3-Remis gegen den SV 06 Lehrte und durch eine 3:5-Niederlage beim TSV Bemerode scheiterte und damit den Klassenerhalt verpasste. Durch den Abstieg des SV Arnum muss somit ein weiteres Team aus den drei Kreisligen den Weg in die 1. Kreisklasse antreten.
Der Abstieg der Arnumer erforderte es, dass die Tabellenvierzehnten TSV Friesen Hänigsen (Staffel 1), Sparta Langenhagen (Staffel 2), und TSV Groß Munzel (Staffel 3) in einer weiteren Relegationsrunde einen zusätzlichen Absteiger ermitteln mussten.

Sieg wurde verschenkt

Das erste Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Kreisliga fand am Sonntag in Hänigsen zwischen dem TSV Friesen Hänigsen und Sparta Langenhagen statt, das vor über 300 Zuschauern mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden endete. Dabei versäumten es die „Friesen“ in der 1. Halbzeit nach dem frühen Führungstor von Marco Klingberg in der 14. Minute, bei Chancen von Christian Jäger, Jan Rumohr und Alexander Klinberg, nachzulegen. Die 2. Halbzeit stand dann, bei vielen Fehlpässen auf beiden Seiten, im Zeichen der Spartaner, die folgedem durch einen berechtigten Strafstoß, den Sven Neumann (75. Min.) zum 1:1-Endstand verwandelte, zum verdienten Unentschieden kamen.
Schwacher Trost für die Hänigser, dass sie das anschließende Elfmeterschießen durch die Tore von Marco Klingberg, Jan Rumohr, Kevin Ketz, Jason Mau und Sven Heinemann mit 5:3 für sich entscheiden konnten. Bei den Langenhagenern erwiesen sich Sven Hoffmann, Bilel Khlifi und Tim Heinrich als treffsichere Torschützen, während Andre Meyer an Torhüter Tim Schreiber scheiterte. Die Extrawertung wird herangezogen, um eine mögliche Losentscheidung zu vermeiden, falls alle drei Mannschaften Punkt-, Tor- und in der Tordifferenz gleich in der Wertung liegen, so dass ein Losentscheid erforderlich wäre. Da aber nur eine Mannschaft absteigen muss, ist dies kaum anzunehmen. Daher ist die Enttäuschung von Uwe Springfeld nachzuvollziehen, als er nach dem verpassten Sieg zugeben musste: „Ich hatte fest mit einem Sieg meiner Mannschaft gerechnet. Doch hat sie trotz einer 1:0-Halbzeitführung in der zweiten Spielhälfte viel zu wenig gezeigt und plötzlich Angst vor der eigenen Courage bekommen. Da war die Kraft und die Konzentration nicht mehr da."
Remis muss heute her
Durch das Unentschieden müssen die Hänigser bereits am heutigen Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr beim TSV Groß Munzel antreten, der am ersten Spieltag der Dreiergruppe spielfrei war. „Wir dürfen auf keinen Fall verlieren“, weiß Trainer Uwe Springfeld. Die Entscheidung, ob eine Punkteteilung zum Klassenerhalt ausreicht, wird spätestens nach dem abschließenden Gruppenspiel zwischen Sparta Langenhagen und dem TSV Groß Munzel am kommenden Sonntag, 21. Juni, fallen.
„In Groß Munzel kann ich am Mittwoch wieder auf Benjamin Otte, Stefan Hauke und hoffentlich auch auf Malte Bork zurückgreifen. Ich hoffe nur, dass keiner meiner anderen Spieler arbeitsbedingt fehlt“, wünscht sich Uwe Springfeld für den heutigen Auftritt bei dem als heimstark bekanntenTSV Groß Munzel, der nicht nur durch eine überragenden Rückrunde mit 20 Punkten glänzte, sondern auch in den Punktspielen 18 seiner insgesamt 25 Zähler auf eigenem Platz holte. Zudem verfügt der Barsinghausener Vorortverein mit dem Trainersohn Pascal Kuhn (15 Tore) und Eginet Paloj (9 Treffer) über zwei gefährliche Torjäger, die besonderer Aufmerksamkeit der Hänigser bedürfen.