Schwere Auswärtshürde bei HBW Balingen-Weilstetten

Durchbruch durch die Deckung: Jan-Fiete Buschmann kann drei Gummersbacher Spieler stehen lassen und findet den freien Weg zum Tor. (Foto: Holger Staab)

TSV Hannover-Burgdorf setzt auf Erfahrung und solide Abwehrleistung

BURGDORF (hs). Der Spielplan der Hinserie lässt für die TSV Hannover-Burgdorf keine vermeintlich leichte Aufgabe zu. Auch die Partie am kommenden Wochenende wird wieder kein Zuckerschlecken. Der Gegner heißt HBW Balingen-Weilstetten und ist in eigener Halle als Favorit anzusehen. Die Reise der TSV in die Nähe von Stuttgart kann also nur mit einer überdurchschnittlichen Leistung erfolgreich gestaltet werden.
Bisher enttäuschten Piotr Przybecki und seine Mitspieler keineswegs. Aber nach tollen Begegnungen, wie dem Erfolg gegen den Traditionsverein VfL Gummersbach, versäumten sie es, nachzulegen und sich durch eine kleine Siegesserie vielleicht ins gesicherte Mittefeld abzusetzen. Der 13. Tabellenplatz bereitet noch keinen Grund zur Sorge, da andere Teams noch erheblich schlechter dastehen. Aber es ist Vorsicht geboten. Gerade gegen Mannschaften wie HBW Balingen wäre ein Auswärtssieg ein wichtiger Schritt zu besseren Zeiten.
Die Partie am Sonntag, 7. November, ab 17 Uhr könnte der TSV für die nächsten Spieltage einen Motivationsschub geben. Mit den Heimspielen gegen Frisch Auf Göppingen und HSG Wetzlar, sowie dem Auswärtsspiel bei der HSG Ahlen-Hamm, kommen dann Spiele auf Hannover-Burgdorf zu, die durchaus Punktgewinne versprechen. In Balingen wird allerdings ein harter Kampf erwartet, denn auch der Gastgeber um Trainer Dr. Rolf Brack will früh den Verbleib in der Bundesliga sichern.
HBW Balingen-Weilstetten ist ein unbequemer Gegner und ein Team ohne echte Stars. Die Balinger halten sich seit der Saison 2006/2007 in der TOYOTA Handball-Bundesliga und erreichten in der vergangenen Serie den 15. Tabellenplatz. Gegen die TSV gab es jeweils einen Erfolg und eine Niederlage. In Hannover gewann die TSV am ersten Spieltag mit 28:27-Toren. Dagegen musste in der SparkassenArena in Balingen eine 23:29-Pleite eingesteckt werden.
Die Balinger Sporthalle ist meist mit 2350 Zuschauern ausverkauft und es herrscht eine aufgeladene Atmosphäre. Der Gastgeber wird ähnlich frenetisch angefeuert wie das auch in der AWD-Hall in Hannover der Fall ist. Die TSV wird also nicht nur gegen das Team aus Balingen antreten, sondern auch gegen das Publikum.
Die Spieler um ihren Trainerfuchs Dr. Rolf Brack haben bisher durchaus gute Ergebnisse abgeliefert. Mit zwei Siegen und zwei Unentschieden wurden sechs Pluspunkte gesammelt. Die TSV-Defensive muss sich auf aggressive Angriffsspieler einstellen, die einen unbändigen Drang zum Tor entwickeln können. Einer der Haupttorschützen des HBW ist Felix Lobedank. Er kann von der rechten Rückraumseite wichtige Treffer für sein Team erzielen. Das trifft ebenfalls auf Johan Boisedu zu. Der Franzose kann sich auf der linken Seite im Rückraum geschickt in Szene setzen und ist jederzeit gefährlich. Auch der Österreicher Roland Schlinger, der auf der linken Rückraumseite eingesetzt wird, ist effektiv. Benjamin Herth führt im zentralen Rückraum Regie und ist zudem ein sicherer Siebenmeterschütze.
Ähnlich wie beim Aufsteiger TSG Friesenheim müssen sich die TSV-Spieler um Asgeir Örn Hallgrimsson auf kompromisslos zu Werke gehende Deckungsspieler vorbereiten und auf die Heimstärke der Balinger. Ein Erfolg kann somit nur erreicht werden, wenn in der eigenen Defensive alles passt und die Torwarte einen guten Tag erwischen. Aber auch im Angriff sollten die Chancen sicher verwertet werden und keine Schwächephasen auftreten.