RSE will zurück an die Spitze

Auf dem Weg zum 1:2-Anschlusstreffer in der 21. Minute ist Heeßels ballführender A-Juniorenspieler Leon Rasokat (rechts), der seinem Gegenspieler Joel Wauker entwischt ist. Doch der kleine Hoffnungsschimmer ist schnell dahin und der SC Hemmingen/Westerfeld wird später als 7:1-Sieger vom Platz gehen. (Foto: Klaus Depenau)
 
Auf verlorenen Posten stand bei der 1:7-Heimniederlage des Heeßeler SV gegen den SC Hemmingen/Westerfeld Benjamin Grund vom Heeßeler SV, dessen Flankenläufe eine Ausnahme bildeten. (Foto: Klaus Depenau)

In der Fußball-Landesliga wartet Schlusslicht Heeßeler SV nach der desaströsen 1:7-Schlappe gegen den SC Hemmingen/Westerfeld weiter auf den ersten Punktgewinn

ALTKREIS (kd). Zu einem Wechsel an der Tabellenspitze kam es am 9. Spieltag in der Fußball-Landesliga durch die überraschende 0:1-Heimniederlage des SV Ramlingen/Ehlershausen gegen den FC Eldagsen. Demgegenüber setzte sich der STK Eilvese mit 2:0 gegen den TuS Sulingen durch und übernahm nun mit 22 Punkten die Tabellenführung vor dem RSE mit 21 Zählern, der bereits am Sonnabend ab 16 Uhr beim Tabellenfünften TuS Sulingen (15 Punkte) antreten muss.
Zu einem für den Klassenerhalt wichtigen 6:2-Heimsieg über den OSV Hannover kam die TSV Burgdorf (10 Punkte), die nun am Sonntag um 15 Uhr beim Tabellenvorletzten SpVgg Bad Pyrmont (5 Zähler) antreten muss. Weiter auf den ersten Punktgewinn wartet der Tabellenletzte Heeßeler SV, der zu Hause gegen den Tabellenvierten SC Hemmingen/Westerfeld (16 Punkte) mit 1:7 das Nachsehen hatte und und nun am Sonntag um 15 Uhr beim Tabellenzwölften TSV Godshorn (10 Zähler) antreten muss.

TuS Sulingen - SV Ramlingen/Ehlershausen

Damit war nun wirklich nicht zu rechnen. Mit einer 0:1-Heimniederlage gegen den FC Eldagsen musste der SV Ramlingen/Ehlershausen einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um den Aufstieg in die Oberliga einstecken. "Mehr als ärgerlich", befanden sowohl Ramlingens sportlicher Leiter Kurt Becker als auch sein Trainer Philipp Gasde vor dem schweren Auswärtsspiel ihrer Mannschaft am Sonnabend, 28. September, ab 16 Uhr beim TuS Sulingen.
Jenem Angstgegner der Ramlinger aus den vergangenen Jahren, der ihnen mehr als einmal beim Kampf um den Aufstieg in die Oberliga in die Suppe spuckte. Da der TuS Sulingen nach dem 0:3-Ausrutscher beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, bei dem Ramlingens Coach als Beobachter anwesend war, nun am vergangenen Sonntag auch beim neuen Spitzenreiter STK Eilvese mit 0:2 das Nachsehen hatte, steht die Mannschaft von Trainer Walter Brinkmann als Fünfter mit bereits sieben Punkten Rückstand auf den Tabellenführer aus Eilvese unter Zugzwang, um ihre Meisterschaftsambitionen nicht zu gefährden.
"Das gleiche trifft aber auch auf uns zu. Um so ärgerlicher ist es, dass wir durch ein Kopfballtor von Sebastian Mende in der 28. Minute mit 0:1 in Rückstand geraten sind und im weiteren Verlauf des Spiels unsere zahlreichen Chancen zum Ausgleich oder gar zum Siegtreffer nicht nutzen konnten", ärgerte sich Philipp Gasde über die Vielzahl der vergebenen Chancen seiner Mannschaft. Daher gab dann auch Kurt Becker zu: "Das war schon bitter, dass wir es nicht verstanden haben, auch nur einmal das Tor des Gegners zu treffen. Daher ist der Sieg des FC Eldagsen auch nicht unverdient."
In der Halbzeitpause des Spiels wurde vom Spielausschuss des NFV Bezirk Hannover die Auslosung der 4. Runde im NfV-Bezirkspokal vorgenommen, die einheitlich am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober, um 15 Uhr ausgetragen wird. Pech hatte der SV Ramlingen/Ehlershausen, der sich als einzige Mannschaft des Altkreises für das Achtelfinale qualifizieren konnte und nun am 3. Oktober auswärts beim Klassengefährten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide antreten muss

SpVgg Bad Pyrmont - TSV Burgdorf


Zum richtigen Zeitpunkt kam für die TSV Burgdorf der 6:2(2:1)-Heimsieg gegen den OSV Hannover. "Wenn wir in diesem Spiel als Verlierer vom Platz gegangen wären, hätten wir als Tabellendreizehnter zur SpVgg Bad Pyrmont reisen müssen, die nach neun Spieltagen als Tabellenvierzehnter mit fünf Punkten einen der Abstiegsplätze belegen . Das wäre dann am Sonntag um 15 Uhr ein richtiges Abstiegsduell geworden", stellte Burgdorfs Trainer Holger Kaiser beim Betrachten der Tabelle fest.
Um so erleichterter war er, dass seiner Mannschaft im Verlauf des Spiels ihre zweifellos vorhandene Verkrampfung ablegen konnte. Und das obwohl es dem OSV gelang, nach der frühen 2:0-Führung dr Burgdorfer durch Noel Köhler (7.) und Marc Bodenburg (9.) durch Tore von Kirill Weber (36.) zum 1:2 und Björn Gassmann ( 71.) zum 2:3 noch zwei mal heranzukommen, nachdem erneut Noel Köhler in der 48. Minute das 3:1 erzielt hatte. Zuvor sah der OSV-Spieler Philipp Karl in der 51. Minute noch die gelb-rote Karte.
In Unterzahl hatten die Gäste in den Schlussminuten gegen eine nun wie entfesselt aufspielende TSV-Mannschaft keine Chance mehr. Der dreifache Torschütze Noel Köhler (82.) und der erst nach einer Stunde für Leonardo Berisha eingewechselte Hendrik Göhr (79. und 87.) machten mit ihren beiden Toren zum 6:2-Sieg das halbe Dutzend an Toren voll. "Ich hoffe, dass dieser Sieg der Brustlöser war, um auch bei der Spvgg Bad Pyrmont zu bestehen, die unter ihrem Interimstrainer Gerrit Pape, der jetzt für Jens Günther bei den Pyrmontern das Sagen hat, zuletzt gute Leistungen gezeigt haben."
"Beim Tabellendritten SV Bavenstedt haben sie letzte Woche zwar mit 2:3 verloren. Aber nur, weil sie die 1. Halbzeit verschlafen haben, als sie bereits mit 0:3 zurücklagen. Das wird bei der SpVgg Bad Pyrmont nicht einfach werden, die weitaus besser sind, als es der vorletzte Tabellenplatz aussagt", ist Holger Kaiser überzeugt, dem in dieser Woche beim Training einige Spieler urlaubs- und arbeitsbedingt nicht zur Verfügung standen, was die Aufgabe am Sonntag in der Kurstadt nicht einfacher macht.

TSV Godshorn - Heeßeler SV


Heeßels langjähriger Trainer Niklas Mohs, der jetzt beim TSV Godshorn das sportliche Sagen hat, ließ es sich am Sonnabend nicht nehmen, trotz des 2:1-Prestigeerfolges vor 800 Zuschauern im Langenhagener Stadtderby beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide auch noch beim Heeßeler SV vorbeizuschauen, um zeitversetzt zweieinhalb Stunden später den kommenden Gegner aus Heeßel noch einmal persönlich unter die Lupe zu nehmen, anstatt in Godshorn die Ovationen der Godshorner Fans zu genießen.
Was Niklas Mohs bei der 1:7 (1:6)- Heimniederlage des Heeßeler SV gegen einen allerdings spielstarken Tabellenvierten SC Hemmingen/Westerfeld von seinem ehemaligen Verein zu sehen bekam, konnte ihn allerdings nicht erschrecken. So fürchtet Godshorns Coach am Sonntag um 15 Uhr auch nicht so sehr die Spielstärke des Gegners, sondern vielmehr den Umstand, dass seine Mannschaft im Spiel gegen seinen ehemaligen Verein als Steigbügelhalter für künftige Erfolge des kleinen HSV fungiert.
"Es fehlt nur noch, dass wir die erste Mannschaft sind, die dem Schlusslicht aus Heeßel zu einem Erfolgserlebnis verhilft, indem sie gegen uns die ersten Punkte erzielen", befürchtet Niklas Mohs. Doch ist damit nach dem schwachen Auftritt gegen den SC Hemmingen /Westerfeld nicht zu rechnen, bei denen am Sonnabend nur Torhüter Lars Holm und der A-Juniorenspieler Leon Rasokat Landesligaansprüchen genügten.
Der Nachwuchsspieler war es dann auch, der in der 21. Minute mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 noch einmal kurzfristig für Spannung sorgte, ehe die Gäste noch vor der Halbzeitpause gegen einen völlig überforderten Gegner Ernst machten und innerhalb von nur 15 Minuten das Ergebnis auf 6:1 schraubten, dem Maximilian Riegel in der 64. Minute noch den Treffer zum 7:1-Endstand folgen ließ. "Die Leistung meiner Mannschaft war heute völlig inakzeptabel", gab dann auch Thomas Joedecke zu, der in dieser Woche keine Gelegenheit hat, auf seine Spieler einzuwirken , da er fünf Tage lang beruflich in London tätig ist und in dieser Zeit beim Training von Andreas Schaper, dem Vorsitzenden des Heeßeler Fördervereins und ehemaligen HSV-Trainer vertreten wird.