RSE will Tabellenführung verteidigen

Immer auf Ballhöhe, wie hier auf unserem Foto, waren die Spieler des SC Hemmingen /Westerfeld (in weißen Trikots) vor zwei Wochen bei ihrem 7:1- Sieg gegen den Heeßeler SV. Am Sonnabend wollen die Hemminger beim Spitzenreiter SV Ramlingen/Ehlershausen erneut für Furore sorgen. (Foto: Klaus Depenau)
 
Einen Stammplatz konnte sich beim Tabellenführer SV Ramlingen/Ehlershausen auf Anhieb Melvin Meyer (am Ball) erkämpfen, der auf unserem Foto von Jan Dörries von der SpVgg Bad Pyrmpnt bedrängt wird (links). (Foto: Klaus Depenau)

TSV Burgdorf im Abstiegsduell gegen den VfL Bückeburg / Schlusslicht Heeßel empfängt den 1. FC Wunstorf

ALTKREIS (kd). Am 10. Spieltag konnte der SV Ramlingen/Ehlershausen wieder die Tabellenführung in der Fußball-Landesliga zurückerobern, wobei der RSE auch von der 2:3 Niederlage des bisherigen Spitzenreiters STK Eilvese beim SC Hemmingen/Westerfeld profitierte, der am Sonnabend um 16 Uhr in Ramlingen zu Gast ist. Zeitgleich kommt es am Sonnabend zum Abstiegsduell zwischen dem Tabellenzwölften TSV Burgdorf (10 Zähler) und dem Tabellenvierzehnten VfL Bückeburg (8 Punkte). Heimrecht genießt auch das noch punktlose Schlusslicht Heeßeler SV am Sonntag um 15 Uhr gegen den Tabellenachten 1. FC Wunstorf (14 Punkte). Bereits am morgigen Donnerstag (3. Oktober) muss der SV Ramlingen/Ehlershausen im Achtelfinale des NFV-Bezirkspokals von 15 Uhr an beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide antreten.


SV Ramlingen/Ehlershausen - SC Hemmingen/Westerfeld

Dieses Ergebnis lässt für die beiden bevorstehenden Aufgaben hoffen, die nun innerhalb von nur zwei Tagen auf den SV Ramlingen/Ehlershausen warten. Mit einem in der Höhe nicht erwarteten 4:0 (3:0)-Sieg beim bisherigen Angstgegner TuS Sulingen meldete der SV Ramlingen/Ehlershausen nachdrücklich seine Titelambitionen an. "Es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft, die bereits in der 1. Halbzeit innerhalb von nur fünf Minuten mit einer 3:0-Führung für mehr als eine Vorentscheidung sorgen konnte", freute sich dann auch Ramlingens Trainer Philipp Gasde.
Den Torreigen eröffnete nach einer halben Stunde Maximilian König (30.) mit einem direkt verwandelten Freistoß. Nur zwei Minuten später setzte Georgios Firiaridis (32.) den Gegner unter Druck, erkämpfte sich den Ball und schoss am Torwart vorbei zum 2:0 ein. Ramlingens Nachwuchsspieler war auch am dritten Tor beteiligt, als seine Flanke von einem Sulinger Abwehrspieler mit der Hand abgewehrt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Mitchell Jordan (34.) sicher zum 3:0. Georgios Firiaridis krönte seine starke Leistung dann noch mit einer Bogenlampe über Sulingens Torhüter Eric Schröder hinweg zum 4:0 in der 54. Minute.
"Mit dieser Leistung haben wir uns mehr als deutlich für unsere 0:1-Heimniederlage gegen den FC Eldagsen rehabilitiert", sagte Ramlingens Coach, der gegenüber dem verlorenen Spiel gegen den FC Eldagsen die Mannschaft gleich auf fünf Positionen verändert hatte. "Jetzt warten aber innerhalb von nur 48 Stunden gleich zwei schwere Aufgaben auf uns. Da ist es von Vorteil, dass unser Kader breit aufgestellt ist", ist Philipp Gasde überzeugt.
So muss seine Mannschaft am morgigen Donnerstag, 3. Oktober, ab 15 Uhr in der 4. Runde des NFV-Bezirkspokals im Achtelfinale beim Klassengefährten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide antreten, der in der Runde zuvor beim Landesligisten 1. FC Wunstorf mit 5:3 (1:1) nach Elfmeterschießen gewinnen konnte. Die Ramlinger setzten sich im den Runden zuvor bei den Bezirksligisten SV Adler Hämelerwald mit 10:0 und beim SuS Sehnde mit 2:0 durch.
Nur zwei Tage später ist am Sonnabend, 5. Oktober, von 16 Uhr an der SC Hemmingen/Westerfeld im Punktspiel beim SV Ramlingen/Ehlershausen zu Gast. Nach dem 7:1-Kantersieg beim Heeßeler SV ließ die Hemminger nun am Sonntag auch im Spitzenspiel mit einem 3:2-Sieg über den bisherigen Tabellenführer STK Eilvese aufhorchen, wodurch der RSE nicht nur wieder die Tabellenführung übernahm, sondern es am Sonnabend auch zum Duell des Tabellenführers aus Ramlingen (24 Punkte) gegen den Tabeellenvierten SC Hemmingen/Westerfeld (19 Zähler) kommt, der auswärts in fünf Spielen noch ohne Niederlage ist.


TSV Burgdorf - VfL Bückeburg

Trainer Holger Kaiser von der TSV Burgdorf hatte bereits im Vorfeld der Partie seiner Elf bei der SpVgg Bad Pyrmont kein gutes Gefühl. "Der Trainerwechsel hat bei unserem Gegner zusätzliche Kräfte freigemacht. Unser Gegner ist besser, als es der vorletzte Tabellenplatz aussagt", war der TSV-Coach überzeugt und wurde in seiner Auffassung zu seinem Leidwesen prompt bestätigt. Trotz einer frühen 1:0-Führung durch das Tor von Noel Köhler (6. Min.) gerieten die Burgdorfer durch Tore von Jan Dörries (19.), Alexander Gagarin (29), Pascal Hannibal (75. und 90.) und Andrzej Matwijow (80.) bei den Kurstadtädter noch mit 1:5 (1:2) unter die Räder.
"Jetzt haben wir am Sonnabend ab 16 Uhr bei uns zu Hause gegen den zwei Punkte schlechter platzierten VfL Bückeburg, der mit acht Punkten einen der vier Abstiegsplätze belegt, bereits ein Abstiegsduell, was wir unbedingt vermeiden wollten", gab dann auch Burgdorfs Kotrainer Halit Özden zu, der krankheitsbedingt auf einige Spieler verzichten musste. "Es kann gegen die Bückeburger nur besser werden", ist Burgdorfs Kotrainer überzeugt, der zu Hause auf den zweiten Heimsieg seiner Mannschaft hofft und darauf setzt, dass der Gegner auch in seinem sechsten Auswärtsspiel ohne einen Sieg bleibt.

Heeßeler SV - 1. FC Wunstorf

Weiter auf den ersten Punktgewinn warten muss der Tabellenletzte Heeßeler SV, der beim TSV Godshorn durch Tore von Alexander Bönig (15. und 53), Rene Buschmann (63.) und Mohamed Akrout (84.) mit 0:4 (0:1) unterlag. Mit der bereits neunten Niederlage des Heeßeler SV blieb die erhoffte Wende nach der Demission des bisherigen Trainers Thomas Joedecke aus. In Godshorn wurde die Mannschaft von Andreas Schaper, dem Vorsitzenden des Förderkreises des Heeßeler SV und langjährigen Heeßeler Trainer, sowie Marcel Pawlow, dem Trainer der Heeßeler Kreisligareserve gecoacht, die aller Voraussicht nach auch die Mannschaft am Sonntag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den 1. FC Wunstorf coachen werden.
"Das ist für uns ein leichtes Spiel, da wir als krasser Außenseiter nichts zu verlieren haben", gibt sich trotz der brisanten Lage seiner Mannschaft Interimstrainer Marcel Pawlow zuversichtlich, dessen Mannschaft auch aufgrund des schlechten Torverhältnis bereits zu diesem frühen Zeitpunkt elf Punkte von einem Nichtabstiegsplatz trennen. "Wir müssen innerhalb der Mannschaft trotz der misslichen Lage wieder für eine positive Grundstimmung sorgen", forderte Marcel Pawlow. "Deshalb werden wir am Dienstag unsere Landesligamannschaft auch zusammen mit unserer zweiten Mannschaft trainieren lassen, bei denen eine tolle Stimmung und Kameradschaft herrscht. Hoffentlich hilft uns das weiter. Wir benötigen nämlich dringend ein Erfolgserlebnis. Am besten bereits am Sonntag", wünscht sich Marcel Pawlow.