RSE will punktgleichen VfL Bückeburg an der Tabellenspitze ablösen

RSE-Torschütze Aron Gebreslasie (links) versucht sich gegen den Burgdorfer Maxime Menges (rechts) im Dribbling durchzusetzen. (Foto: Kamm)

Ein Beitrag von Klaus Depenau - Beim 3:1-Derbysieg über die TSV Burgdorf waren die Ramlinger hellwach

RAMLINGEN (kd). Diese Begegnung des 23. Spieltages in der Fußball-Landesliga hat es in sich. Im Topspiel dieses Spieltages trifft am Sonntag um 15.00 Uhr der Tabellenzweite SV Ramlingen/Ehlershausen zu Hause auf den Spitzenreiter VfL Bückeburg. Beide Klubs rechnen sich nicht nur berechtigte Chancen auf den Titel und damit auf den Aufstieg in die Oberliga aus, sondern weisen nach 22 Spielen mit jeweils 46 Zählern exakt das gleiche Punktverhältnis auf.
Lediglich der um fünf Treffer besseren Tordifferenz haben es die Bückeburger zu verdanken, dass sie als Spitzenreiter aus dem Schaumburger Land anreisen können.
Die Grundlage für dieses Topspiel schuf der SV Ramlingen/Ehlershausen am Ostermontag in einem Nachholspiel vor der stattlichen Kulisse von 500 Zuschauern durch einen 3:1 (2:0)-Sieg in einem Nachholspiel über die TSV Burgdorf.
Der RSE nahm durch den Sieg nicht nur Revanche für die 0:2- Hinspielniederlage, sondern wahrte durch den Derbysieg seine vortrefflichen Aufstiegshoffnungen, wenngleich sowohl dem VfL Bückeburg als auch den Ramlingern mit dem Heeßeler SV und dem OSV Hannover noch zwei hartnäckige Rivalen im Nacken sitzen.
Gegen die TSV Burgdorf erwiesen sich die RSEer als die abgeklärtere Mannschaft, die lediglich in den Anfangsminuten unsortiert wirkte. So hatten die Hausherren in der 6. Minute Glück, als Burgdorfs Patrick Hiber mit einem vehementen Schuss nur die Latte traf. Das war es dann aber auch, was in puncto Torgefahr den Hausherren von den Burgdorfern drohte. Besser machte es der RSE, der nach der anfänglichen Burgdorfer Überlegenheit mit einem Distanzschuss von Bülent Durduran in der 27. Minute zur 1:0-Führung ins Tor traf.
Fortan war es mit der Dominanz der TSVer vorbei, die sogar noch Pech hatten, dass sie noch vor der Pause in d er 41. Minute durch Aron Gebreslasie mit 0:2 in Rückstand gerieten. Von diesem Doppelschlag erholte sich die TSV Burgdorf nicht mehr. Nach einem Eckball erhöhte Dennis Yeboah mit einem Kopfball in der 68. Minute auf 3:0, ehe Burgdorfs Hassan Jaber noch drei Minuten vor dem Abpfiff der Ehrentreffer zum 1:3-Endstand aus Sicht der Gäste gelang.
"Gegen den VfL Bückeburg, von dem wir uns im Hinspiel nach Toren von Björn Gassmann (39.) und Nico Werner (82.) trotz unserer zwischenzeitlichen Führung noch 1:1 trennten, dürfen wir uns in der Anfangsphase nicht solche Nachlässigkeiten wie gegen die TSV Burgdorf erlauben", warnte bereits Ramlingens Trainer Kurt Becker, der gegen den Tabellenführer die Qual der Wahl hat, wen er in die Anfangsformation berufen soll, nachdem die Ersatzbank bereits gegen die TSV Burgdorf mit Spielern wie Torhüter Sebastian Meister, Patrik Ehlert, Björn Gassmann, sowie Hans-Martin Schneider, Önder Duyar und Johannes Lübow besetzt war, die im Verlauf des Spiels eingewechselt wurden.
Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass die beiden Halbfinalspiele des PORTA-Pokalturniers von ursprünglich Freitag auf den Sonnabend, 18. Juli, um 15.30 und 18.00 Uhr verlegt werden müssen. Und das aus gutem Grund, wie Ramlingens Präsident Jürgen Stern wissen ließ. So empfängt am Freitag, 17. Juli, von 18.30 Uhr an der SV Ramlingen/Ehlershausen die Bundesligamannschaft von Hannover 96 nun schon zum obligatorisch gewordenen Freundschaftsspiel.