RSE will an der Spitze dranbleiben

Im Hinspiel ging Burgdorfs Torjäger Jonas Künne trotz des 5:4- Sieges seiner Mannschaft beim Heeßeler SV leer aus und scheiterte auf unserem Foto an Heeßels Torhüter Nils Kühnen. (Foto: Klaus Depenau)

In der Landesliga treffen die TSV Burgdorf und der Heeßeler SV im Derby aufeinander

ALTKREIS (kd). In der Fußball-Landesliga hat der Tabellenvierte SV Ramlingen/Ehlershausen (40 Punkte) die Verfolgungsjagd auf die beiden führenden Mannschaften vom Spitzenreiter SC Hemmingen/Westerfeld (51 Zähler) und dem HSC BW Tündern (49 Punkte) nach dem erneuten Punktverlust des Spitzenreiters noch nicht aufgegeben. Am Sonntag führt die Fahrt des RSE zum Tabellenzehnten TSV Pattensen (30 Zähler). Hoch hergehen wird es nach dem Torspektakel Im Hinspiel mit insgesamt neun Toren vielleicht auch im Rückspiel am Sonntag um 15 Uhr zwischen dem Tabellendritten TSV Burgdorf (41 Punkte) und dem Tabellensiebten Heeßeler SV (36 Zähler).

TSV Burgdorf - Heeßeler SV

Wenn die Zuschauer auch nur annähernd so gut unterhalten werden, wie am 11. Spieltag im Hinspiel am 7. Oktober, dann sollten sie nichts unversucht lassen, um beim Rückspiel am Sonntag um 15 Uhr in der Burgdorfer Marktspiegel-Arena zwischen der TSV Burgdorf und dem Heeßeler SV mit dabei zu sein. "Mein Kotrainer Nils Poelmeyer hat mir im Nachhinein von einem 'vogelwilden Spiel' beider Mannschaften berichtet, das wir mit 4:5 verloren haben", sagte Heeßels Cheftrainer Pascal Preuß, der im Hinspiel verhindert war.
im Hinspiel erwischte die TSV Burgdorf vor gut sieben Monaten einen Blitzstart und führte bereits nach einer halben Stunde mit 3:0. Noch vor der Pause gelang es aber Mark Wielitzka und Rodi Hezo, den Rückstand auf 2:3 zu verkürzen. Nach dem Seitenwechsel waren es dann Halil Aydemir und Niklas Roden, die mit ihren Toren zum 4:3 für die erstmalige Führung des kleinen HSV sorgten. Doch damit noch nicht genug des Wahnsinns. Der TSV Burgdorf gelang es in den letzten zehn Minuten durch Tore von Robín Günther und Nico Eccarius noch einmal zurückzuschlagen und als 5:4-Sieger den Platz zu verlassen.
"Gegen eine Wiederholung unseres Hinspielsieges hätte ich nichts einzuwenden. Es muss meinetwegen nicht unbedingt so dramatisch zugehen wie im Hinspiel", sagte TSV-Trainer Holger Kaiser, dessen Mannschaft nach zehn Spielen mit dem 0:1 im Heimspiel gegen den SV Bavenstedt durch das Tor von Felix Bielicke (48.) wieder eine Niederlage einstecken musste. "Es war von unserer Seite ein schlechtes Spiel. Unsere Körpersprache hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich hatte es schon während der Woche in den Trainingseinheiten gespürt, dass wir mit so einem Engagement und so einer überheblichen Spielweise schon bald Schiffbruch erleiden würden", sagte der TSV-Coach, der seine Mannschaft trotz des 3. Tabellenplatzes im Heimspiel gegen den Heeßeler SV nicht als Favorit sieht.
"Dafür hat Heeßel mit seiner Stammformation zu viele gute Spieler. Bei uns fallen zu allem Überfluss auch noch weiterhin Spieler wie Jonas Künne aus beruflichen Gründen, und Julian Poth und Louis Mau verletzungsbedingt aus", bedauert Holger Kaiser, der in der fehlenden Beantragung für die Lizenzberechtigung für die Oberliga nicht die Gründe für den schwachen Auftritt gegen den SV Bavenstedt sieht.
"Wir haben darüber mit unserer Mannschaften gesprochen. Da sich mit dem SC Hemmingen/Westerfeld und Blau-Weiß Tündern gleich zwei Mannschaften trotz gelegentlicher Wackler an der Tabellenspitze fest etabliert haben, rechnen wir uns keine Chancen mehr auf die Meisterschaft aus. Daher sind wir uns einig, dass wir die Kosten für das Lizenzierungsverfahren lieber sparen und für unser im Sommer geplante Trainingslager verwenden wollen", ließ Holger Kaiser wissen.
Der Heeßeler SV hingegen feierte nach den Auswärtserfolgen beim SV Bavenstedt und dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide mit dem 4:1-Heimsieg gegen den Tabellennachbarn VfL Bückeburg seinen dritten Sieg in Folge und konnte damit sein Punktepolster mit jetzt 36 Zählern kräftig aufbessern. "Doch so deutlich, wie es das Ergebnis aussagt, verlief die Begegnung nicht. In der 1. Halbzeit schmeichelt uns das Ergebnis von 1:1 nach den Toren von Lorenzo Pombo Abondano (21.) und Tobias Versick (38.) vom Vfl Bückeburg sogar ein wenig", gestand Pascal Preuß ein.
In der 2. Halbzeit lief es dann besser für den Heeßeler SV, bei dem der A-Junior Kevin Malarowski nach Aussage seines Trainers einen gelungenen Einstand feierte. In der 58. Minute war es der agile Rodi Hezo, der mit dem 2:1 für die erneute Führung der Hausherren sorgte. Wiederum Lorenzo Pombo Abondano sorgte mit einem Traumtor in der 76. Minute mit dem 3:1 für mehr als eine Vorentscheidung. Den Deckel drauf machte dann Marlon Pickert in der 85. Minute mit einem an Rodi Hezo verursachten Foulelfmeter zum 4:1- Endstand.

TSV Pattensen - SV Ramlingen/Ehlershausen

"Ich hätte mir den TSV Pattensen lieber zu einem andere Zeitpunkt als am Sonntag um 15 Uhr gewünscht", räumte Trainer Philipp Gasde vom SV Ramlingen/Ehlershausen freimütig ein. Die Gründe liegen auf der Hand. So hat sich der Trainerwechsel von Tobias Brinkmann zu Torben Zacharias offensichtlich schon ausgezahlt, wie zuletzt drei Siege in Folge für den TSV Pattensen gegen die SpVgg Bad Pyrmont (3:2) und jeweils zwei 3:0-Erfolge gegen den OSV Hannover und dem SV Iraklis Hellas belegen, womit sich die Pattenser mit jetzt 30 Punkten vorerst aus der Abstiegszone befreien konnten.
Nicht die besten Voraussetzungen für den Tabellenvierten SV Ramlingen/Ehlershausen, der bereits im Hinspiel mit 2:4 das Nachsehen hatte. Doch zeigten die Ramlinger bei ihrem 6:0-Sieg gegen den TV Stuhr eine so abgeklärte und souveräne Leistung, dass es mit so einer Einstellung auch zu einem Sieg beim TSV Pattensen reichen sollte. "Wir haben unseren Gegner aus Stuhr von der ersten bis zur letzten Minute beherrscht. sodass unser Torhüter Marcel Maluck beschäftigungslos war", freute sich dann auch Philipp Gasde über die Tore von Kirill Weber (8.), Marvin Strohschänk (19.) und Louis Engelbrecht (45.) in der ersten Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das muntere Scheibenschießen fort. Nun trugen sich Johannes Lübow (68.) und erneut Kirill Weber (81.) und Louis Engelbrecht (88.) in die Torschützenliste ein und machten mit ihren Treffern das halbe Dutzend an Toren voll, womit der RSE weiter vom Aufstieg in die Oberliga träumen darf. "Daher haben wir auch die Lizenz für die Oberliga beantragt", verriet Ramlingens neuer 2. Vorsitzender und auch sportlicher Leiter Kurt Becker.