RSE steht bereits gewaltig unter Druck

Ramlinger dürfen nicht weiter in den Abstiegsstrudel geraten

RAMLINGEN (de). Der SV Ramlingen/Ehlershausen ist nur noch ein Schatten früherer Tage. Wer es bisher nach dem Abstieg aus der Fußball-Oberliga Niedersachsen immer noch nicht glauben wollte, der braucht heute nur einen Blick auf die Tabelle der Landesliga zu werfen. Nach sechs Spielen hat die Mannschaft nicht nur erst vier Punkte auf dem Konto, sondern nimmt als Tabellenfünfzehnter einen der fünf Abstiegsplätze ein.
Es ist zwar noch zu früh, um Prognosen zu wagen oder Schwarzmalerei zu betreiben, doch kann man eines schon heute sagen. In der Verfassung, wie sich die Mannschaft am Freitagabend bei ihrer 1:3 (0:3)-Niederlage gegen den HSC BW Tündern präsentiert hat, werden es die Ramlinger schwer haben, die Klasse zu halten. Ein erneuter Abstieg hätte auch für Ramlingens Reservemannschaft fatale Folgen. Sie müsste in der Fußball-Bezirksliga 2 den Zwangsabstieg in Kauf nehmen und in der kommenden Saison dann in der Kreisliga spielen.
Doch besteht zum Glück noch ausreichend Zeit, das Ruder herumzuwerfen. Doch müssen die RSE-Akteure ab sofort ein anderes Zweikampfverhalten an den Tag legen, als sie es in Tündern zeigten, und sich auch wieder auf ihre kämpferischen Tugenden besinnen. „Das taten meine Spieler leider nur im Training. In Tündern war davon nichts zu sehen. Ehe wir uns besannen, lagen wir bereits mit 0:3 hinten“, musste Kurt Becker eingestehen.
So erwies sich der Aufsteiger als äußerst effektiv. „Die drei Möglichkeiten, die unser Gegner in der 1. Halbzeit besaß, haben sie zur 3:0-Führung genutzt“, sagte Ramlingens Trainer nach den Toren des HSC BW Tündern durch Robin Tegtmeyer (13.), Tim Piontek (21.) und Patrik Blum (31.). Mit der 3:0-Führung im Rücken ließen die Hausherren nach dem Seitenwechsel nur noch den Anschlusstreffer von Manuel Brunne (61.) zum 1:3-Endstand zu, der mit einem Kopfball nach einer Flanke von Robert Hauk Erfolg hatte.
„Ich hoffe, dass wir uns am Dienstag mit einem Sieg im Achtelfinale des Bezirkspokals beim STK Eilvese (Anmerkung der Redaktion: Das Spiel war bei Rdaktionsschluss noch nicht beendet) das nötige Selbstvertrauen für unser kommendes Heimspiel gegen den Aufsteiger OSV Hannover holen können, das wir unbedingt gewinnen müssen“, kommt für Kurt Becker daher nur ein Sieg seiner Mannschaft in Frage. Das Spiel gegen den OSV Hannover wird bereits am Freitag um 19.30 Uhr angepfiffen.