RSE muss weiter um Klassenerhalt zittern

Auf Abschiedstour befindet sich Kevin Winter mit dem RSE. Der 31-jährige Abwehrspieler wechselt zum TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. (Foto: Klaus Depenau)

Am Sonnabend geht es bei Eintracht Nordhorn um alles

RAMLINGEN (mj). Kurt Becker lässt sich von seiner Meinung nicht so schnell abbringen. „Wenn mein Sohn Marc-Robin nicht in der 57. Minute mit einem Freistoß der 1:0-Führungstreffer beim BV Cloppenburg geglückt wäre, hätte es keinen Sieger gegeben. Ich bin mir sicher, das Spiel wäre Unentschieden ausgegangen“, behauptete steif und fest Ramlingens Trainer. So musste sich der 21-jähriger Trainerfilius einiges im Flachs anhören, dass es nicht immer von Vorteil ist, wenn man das Tor trifft. Auch dann nicht, wenn es das Gehäuse des Gegners ist.
„Durch unseren Führungstreffer haben wir die Cloppenburger erst wachgemacht“, glaubt Ramlingens Trainer. So drehten die bereits für die eingleisige Oberliga qualifizierten Cloppenburger danach erst richtig auf. Eine Viertelstunde nach dem Führungstor der Ramlinger war Cloppenburgs Torjäger Rogier Krohne zur Stelle und erzielte in der 72. Minute den 1:1-Ausgleich. Die Gäste hatten sich von dem Schock kaum erholt, da schlug es schon wieder im Tor des RSE ein. Drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer war es Dionysios Ipsilos, der mit dem 2:1 für die erstmalige Führung des BVC sorgte. In der 80. Minute war Rogier Krohne erneut zur Stelle und erhöhte sogar auf 3:1. „Drei Tore innerhalb von nur neun Minuten haben uns das Genick gebrochen“, musste Kurt Becker eingestehen. „Wir haben zwar noch alles versucht und mit Marco Kirsch, Kevin Winter und meinem jüngsten Sohn Tim Niklas drei frische Spieler eingewechselt. Zum Ausgleich hat es leider nicht mehr gereicht“, gestand der RSE-Coach ein.
Trotz der 1:3-Niederlage belegen die Ramlinger mit 39 Punkten als Tabellensiebter weiter einen Rang, der zum Saisonende die Qualifikation zur neuen eingleisigen Oberliga bedeuten würde. Doch trügt der Schein vor den beiden noch ausstehenden Auswärtsspielen der Ramlinger am Pfingstsonnabend (16 Uhr) beim bereits qualifizierten Tabellensechsten Eintracht Nordhorn sowie am 29. Mai bei Preußen Hameln 07. So sitzen der SV Meppen und die Reserve des VfL Osnabrück den Ramlingern bereits im Nacken. Erst recht, weil beide Vereine noch mit einem Spiel im Rückstand sind. Sofern sie ihre Nachholbegegnungen gewinnen sollten, würde dies für die Ramlinger das Abrutschen auf einen Relegationsplatz bedeuten.
„Gerade dies wollen wir verhindern“, legte sich Kurt Becker bereits fest. Wohl wissend, dass es sich am Sonnabend bei der Elf aus der Grafschaft Bentheim um eine der stärksten Heimmannschaften handelt, die in zehn ihrer bisher ausgetragen 13 Heimspielen als Sieger hervorging. „Mit leeren Händen wollen wir die weite Rückfahrt aber am Sonnabend nicht antreten“, wünscht sich Ramlingens Trainer, der aller Voraussicht nach wieder auf die Formation des vergangenen Spiels zurückgreifen kann.