RSE muss im Derby für die Wende sorgen

Manuel Brunne muss mit dem SV Ramlingen/Ehlershausen im Derby bei der TSV Burgdorf endlich die Kurve in der Landesliga kriegen. (Foto: Kamm)

Im Stadtderby hat die TSV Burgdorf nichts zu verschenken

BURGDORF (de). Es sind nicht einmal drei Monate her, als vor Saisonbeginn in der Fußball-Landesliga bei der Frage nach den Favoriten um den Aufstieg in die Fußball-Oberliga neben den Oberligaabsteigern Arminia Hannover und SV Ramlingen/Ehlershausen auch der 1. FC Wunstorf, SV Bavenstedt und der 1. FC Germania Egestorf/Langreder zu den Vereinen gezählt wurden, die am häufigsten genannt wurden, wenn die Frage gestellt wurde, wer am Ende die Nase vorne haben würde.
Während die noch verlustpunktfreien Teams aus Bavenstedt und Egestorf und auch Arminia Hannover die in sie gesetzten Erwartungen bisher erfüllten, hinken der 1. FC Wunstorf und die TSV Burgdorf ein wenig hinterher. So beträgt der Rückstand der TSV Burgdorf auf den Tabellenführer aus Bavenstedt trotz des 3:0 (1:0)-Erfolges durch die Tore von Patrick Heldt (19. und 39.) sowie Michael Duraj (90.) bei TuSpo Schliekum bereits zehn Punkte, so dass sich die TSVer am Sonntag (15 Uhr) zu Hause im Nachbarschaftsderby gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen keinen Punktverlust erlauben dürfen, um den Abstand zum Primus nicht noch größer werden zu lassen.
Auf der anderen Seite ist am Sonntag mit dem RSE eine Mannschaft in Burgdorf zu Gast, bei der es längst fünf vor zwölf ist. Obwohl das Team nach dem Oberligaabstieg bis auf den zum VfV 06 Hildesheim gewechselten Philipp Rockahr nahezu unverändert geblieben ist, hagelt es eine Pleite nach der anderen. So auch am Freitagabend bei der 1:3 (0:1)-Heimniederlage gegen den bisher noch sieglosen Aufsteiger OSV Hannover. Für die Ramlinger bedeutete diese Schlappe den absoluten Tiefpunkt. Erst vier Punkte weist der Tabellenvorletzte nach sieben Spielen auf, so dass man getrost von einem Fehlstart sprechen kann.
Trotz des miserablen Abschneidens darf sich Trainer Kurt Becker weiterhin der Rückendeckung seines Vorstandes um den 1. Vorsitzenden Jürgen Stern gewiss sein.
Dass auch Trainer Volker Herfort (TSV Burgdorf) sich nicht von der Leistung des künftigen Gegners blenden lässt, die der RSE bei der 1:3 (0:1)-Niederlage gegen den OSV Hannover zeigte, die durch Tore von Nikolas Zervas (19.), Yanik Strunkey (86.) und Stanislaw Schkurin (90.), bei einem Gegentreffer durch ein Eigentor von Ali Kara (87.), zustande kam, brachte Volker Herfort bereits mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck: „Das Spiel gegen den RSE wird für uns am Sonntag kein Selbstläufer werden. Mit dieser Aussage will ich keine Schwarzmalerei betreiben, sondern noch einmal darauf hinweisen, dass der RSE weitaus mehr kann, als es der jetzige Tabellenstand als Vorletzter zeigt. Wir wissen sehr wohl, dass die Ramlinger mehr können und derzeit unter Wert da unten stehen.“
Während Burgdorfs Trainer darauf hofft, dass der Sieg in Schliekum seiner Mannschaft weiter Auftrieb für die künftigen Aufgaben geben wird, übt sich Kurt Becker in Bescheidenheit. „Meiner Mannschaft fehlt momentan jegliche Effektivität. Wir müssen nun kurzfristig sehen, dass wir nach fünf Niederlagen in Folge den Schalter umlegen. Sonst wird die Lage für uns immer bedrohlicher. Ich kann nur hoffen, dass für uns in Burgdorf am Sonntag endlich die Wende zum Guten erfolgt", wünscht sich Ramlingens Trainer.