RSE hat wieder gut gespielt, aber trotzdem verloren

Handballer Heidmar Felixson will im Abstiegskampf helfen

RAMLINGEN (de). Es war wie zuvor in nahezu allen Spielen des SV Ramlingen/Ehlershausen, wenn es gegen die Spitzenmannschaften der Fußball-Oberliga Niedersachsen ging. Der RSE spielte gut mit, war über weite Strecken des Spiels ein ebenbürtiger Gegner, doch am Ende war der SV Ramlingen/Ehlershausen der Verlierer. So auch am Ostersonnabend beim Gastspiel der Ramlinger beim Tabellenführer Kickers Emden. „Wir besaßen bereits in der 1. Halbzeit Möglichkeiten in Führung zu gehen. Leider haben wir sie aber vergeben“, bedauerte Trainer Kurt Becker, der seinen Abwehrspieler Jan-Henrik Matthes durch Gelb-Rot (64.) verlor. Trotzdem hatte Kurt Becker Grund zum Jubeln, als Oberligatorjäger Manuel Brunne nach einer guten Einzelleistung die 1:0-Führung (68.) für die Ramlinger glückte.
Nach diesem Weckruf kam die Emdener Tormaschine vor 600 Zuschauern zum Leidwesen der Gäste aber in Gang. „Erstens hatten wir kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu“, sagte Kurt Becker, als Andreas Gerdes-Wurpts (71.) und Steffen Meyer (75.) mit ihren Toren das Spiel noch drehten und noch für einen 2:1 (0:0) Sieg der Kickers aus Emden sorgten, wodurch sich die Lage für den RSE im Kampf um den Klassenerhalt nun dramatisch zuspitzt.
Zehn Spieltage vor Saisonschluss trennt die RSEer vor den beiden Heimspielen am heutigen Mittwoch gegen den TuS Heeslingen (19.30 Uhr) und am Sonntag gegen den BSV Rehden (15 Uhr) bereits zwölf Punkte und das deutliche schlechtere Torverhältnis vom ersten Nichtabstiegsplatz, den derzeit der FC Hansa Lüneburg einnimmt. „Es gibt nichts mehr zu verschenken. Beide Heimspiele müssen wir gewinnen, sonst war es das mit dem Klassenerhalt“, gestand nun auch Kurt Becker ein, für den nun ein ehemaliger Zweitligaspieler aus Island ein letzter Hoffnungsträger ist, doch noch die Wende mit dem Klassenerhalt zu schaffen. Heidmar Felixson, früherer Handballspieler der Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf und des TuS Nettelbeck-Lübbecke sowie heutiger Spielertrainer des Oberligisten TS Großburgwedel, hat seine Liebe zum Fußball wieder entdeckt und will nun im Endspurt um den Klassenerhalt mit dazu beitragen, dass der SV Ramlingen/Ehlershausen doch noch das Wunder schafft. „Heidmar ist sowohl menschlich als auch sportlich eine Granate. Er wird uns im Abstiegskampf weiterhelfen“, ist Kurt Becker von den Qualitäten des 1,90 Meter großen Mulitalents überzeugt, dem als ehemaliger Zweitligaspieler seitens des isländischen Fußballverbandes und des DFB allerdings noch keine Freigabe vorliegt, so dass wohl in beiden Heimspielen noch nicht mit dem Einsatz des 34-Jährigen gerechnet werden kann.